Breitenbachs Feuerwehr will Umbau mit viel Eigenleistung stemmen

Feuerwehr Kommandant Peter Huber präsentierte dem Breitenbacher Gemeinderat die Umbaupläne für das Feuerwehrhaus.
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BREITENBACH (flo). Großer Platzmangel herrscht seit geraumer Zeit im Breitenbacher Feuerwehrhaus, das in den 1980-er Jahren auf dem sogenannten "Ascher Areal" errichtet und seit damals nichtmehr adaptiert wurde. Erste Erweiterungspläne wurden dem Breitenbacher Gemeinderat bereits im vergangenen September präsentiert (die BEZIRKSBLÄTTER berichteten). Die Feuerwehr könne die problematische Situation mit fünf Fahrzeugen in drei Garagen "einfach nicht mehr länger ertragen".

"Wenn man sich anschaut wieviele Fahrzeuge im Feuerwehrhaus stehen und wie wenig Tore es hat, dann erkennt man, dass dort dringender Handlungsbedarf besteht!", betonte Bürgermeister Alois Margreiter.
Um mit der Detailplanung zu beginnen, mussten zuerst noch rund 100 Quadratmeter, die als öffentliches Wassergut galten, da sich dort vor vielen Jahren ein Bachlauf befand, sowie 414 Quadratmeter eines privaten Grundstücks angekauft werden.
"Im Gemeinderat herrschte die Sorge, dass der Umbau des Feuerwehrhauses nach vorne gezogen wird und dadurch die Volksschule zu kurz komme", erklärte der Bürgermeister. "Im heurigen und im nächsten Jahr haben wir ein Fenster für den Umbau des Feuerwehrhauses, da in dieser Zeit bisher keine größeren Projekte geplant sind und der Neubau der Volksschule nicht vor 2019 beginnt", fügte Margreiter hinzu.

Danach präsentierte Breitenbachs Feuerwehrkommandant Peter Huber die Planentwürfe von Baumeister Josef Leitner für den Um- und Zubau des Feuerwehrhauses. "Derzeit parken fünf Fahrzeuge in drei Garagen und wenn da im Ernstfall jemand vor ein Auto läuft, kann das Böse ausgehen", so Huber. Zudem habe die Wehr auch zu wenig Platz für die Schutzausrüstung der Feuerwehrleute und einige Gerätschaften – das große Notstromaggregat wurde etwa bereits zum örtlichen Bauhof ausgelagert. "Das Problem ist, dass mit den ausgelagerten Geräten zu wenig geübt wird", betonte Huber und fügte hinzu, dass die Geräte ja auch Platz auf dem Bauhof wegnähmen, wo sie ohnehin nicht hingehörten.

Im Rahmen der geplanten Um- und Zubauarbeiten ist vorgesehen, die rechte der drei bestehenden Garagen in einen großen Umkleideraum umzubauen und auf der östlichen Rückseite des Gebäudes drei weitere Garagen zu errichten, um alle Feuerwehrfahrzeuge unterzubringen. Derzeit verfügt die Wehr nur über eine einzige Werkstätte, in der sich ein Schmiermittellager sowie eine Atemschutz-Werkstatt und eine Schlosserei befinden. "Das Thema Atemschutz ist ein sehr sensibler Bereich", erklärt Huber, deshalb wird ein Raum im neuen Zubau auf der Hinterseite des Gebäudes in eine normale Werkstatt sowie eine Atemschutz-Werkstatt unterteilt. Die Atemschutz-Werkstatt ist über eine Rampe mit der Garage verbunden, um den Transport der schweren Geräte zu vereinfachen.
In einem weiteren Raum im neuen Zubau wird ein Katastrophenschutz-Lager eingerichtet und auch der alte Rover der Wehr, der derzeit aus Platzgründen zu einem Bauernhof ausgelagert wurde, soll dort untergebracht werden.
Die Gesamtkosten für den Um- und Zubau betragen voraussichtlich rund 830.000 Euro, wovon die Hälfte, also rund 415.000 Euro, vom Land Tirol übernommen werden sollen.
"Wenn es möglich ist, werden wir bereits im Herbst mit dem Umbau beginnen und im Winter so viel Eigenleistung wie nur möglich erbringen", versprach Kommandant Huber den Gemeinderäten. Diese stimmten schließlich geschlossen den Plänen und einer außerplanmäßigen Zwischenfinanzierung von rund 400.000 Euro zu. Weiters wurde beschlossen, den Rohbau von der Firma Kern errichten zu lassen, die mit ihrem Angebot von rund 330.000 Euro Brutto überzeugen konnte.

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