Coronavirus
Der Bezirk Kufstein testet

Die Gemeinden im Bezirk Kufstein bereiten sich auf die bevorstehenden Massentestungen vor. Eingeteilt und organisiert wird aber durchaus unterschiedlich.
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  • Die Gemeinden im Bezirk Kufstein bereiten sich auf die bevorstehenden Massentestungen vor. Eingeteilt und organisiert wird aber durchaus unterschiedlich.
  • Foto: Land Tirol Berger/BB Archiv
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

Das erste Dezember-Wochenende steht auch im Bezirk Kufstein im Zeichen der Massentests. Dabei wählen die Gemeinden unterschiedliche Wege, um die Testungen abzuhandeln.

BEZIRK KUFSTEIN (bfl). Es wird getestet, und das auch im Bezirk Kufstein. In der Region bereiten sich die Gemeinden unterschiedlich auf das bevorstehende Test-Wochenende vor. Aufgerufen zu den freiwilligen Antigen-Schnelltests zur Eindämmung des Coronavirus sind alle Bürger ab sechs Jahren, dies vom 4. bis zum 6. Dezember. Durch die Massentestungen erhofft man sich, unbemerkte Corona-Infektionen zu entdecken und Infektionsketten zu unterbrechen. 
Die Gemeinden informierten dazu im Vorfeld online und via Schreiben, die sie an die Bürger richteten. Wie genau jedoch die Bürger aufgeteilt werden und wann wo getestet wird – das verläuft im Bezirk unterschiedlich. Die meisten Gemeinden setzen auf eine eine Einteilung nach Ortsteilen oder Straßenzügen. Besonders aufwendig gestaltet sich die Organisation für "die Großen" im Bezirk: Kufstein teilt nach Wahlsprengeln ein, während Wörgl Zeitblöcke "per Nachname" vergibt. 

Kufstein plant zwanzig Teststraßen

Die Stadt Kufstein plant derzeit mit fünf Testorten, und zwar Kufstein- Arena, Kultur Quartier, Kindergarten Sparchen 1, Kindergarten Endach und Tiroler Fachberufsschule. "Wir gehen derzeit von zwanzig Teststraßen aus und organisieren diese, jene in der Arena sind fast schon fertig. Wir hoffen, dass das Land uns ausreichend Material für diese zwanzig Teststraßen zur Verfügung stellt, da in Kufstein nur neun vom Land vorgesehen waren", erklärt Bgm. Martin Krumschnabel gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN.
Eingeteilt hat man hier nach Wahlsprengel, und zwar hat man diese so kombiniert, dass die Zahl der Wahlberechtigten mit den Testkapazitäten übereinstimmen. Geben soll es nach dem Willen der Stadt zwanzig Testungsmöglichkeiten an drei Tagen, jeweils von 7 bis 17:00 Uhr. Damit dürften sich laut Krumschnabel auch keine Staus ergeben. "Natürlich kann es Spitzen geben, aber die Mithilfe und Geduld der Bevölkerung brauchen wir ja jedenfalls", so der Bürgermeister. 140 Personen haben sich in Kufstein als medizinisches Personal gemeldet, hinzu kommen noch mehr als 25 Ärzte. Dazu kommen bis zu vierzig Mitarbeiter von der Stadt und den Stadtwerken sowie eine ähnliche Personenanzahl durch Feuerwehr und Einsatzorganisationen sowie Freiwillige von Vereinen, die den Ordnerdienst unterstützen.
Kann Kufstein tatsächlich die geplanten zwanzig Teststraßen umsetzen (das Land entscheidet in diesem Fall), könnte man theoretisch 6.000 Tests pro Tag machen, insgesamt also 18.000. Kommen könnten knapp über 20.000 Menschen, weil sie in Kufstein wohnen und über sechs Jahre alt sind. "Das sind theoretische Zahlen, aber es arbeiten Menschen und daher sehe ich 15.000 Tests als machbar", so Krumschnabel. 

Wörgl vergibt Terminblöcke per Nachname

"Seitens der Stadtgemeinde müssen wir organisatorisch (...) davon ausgehen, dass alle Wörgler Bürgerinnen und Bürger ab 6 Jahre das Testangebot annehmen werden", erklärt Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner die Ausgangslage für die Planungen. Wörgler haben an den drei genannten Tagen jeweils von 7:00 bis 17:00 Uhr die Möglichkeit sich an einem der Testorte im Bundesschulzentrum Wörgl (BRG) oder dem VZ Komma testen zu lassen. Wörgl gibt dabei verschiedene Terminblöcke vor, die Testorte werden durch den Anfangsbuchstaben des Nachnamens eingeteilt. Der Freitagvormittag soll für die Testungen laut Empfehlung der Stadt, den Senioren vorbehalten sein. 

Münster teilt nach Ortsteilen ein

Ein Paradebeispiel für die Art der Einteilung, die die meisten Gemeinden wählen, liefert Münster, wo die Einteilung für die Testungen am letzten Freitag stattfand. Wie viele andere, hat die Gemeinde bereits die Informationen mit Amtlicher Mitteilung an die Bürger verschickt. Stattfinden werden die Tests im Veranstaltungszentrum des Ortes, wobei hier nach Ortsteilen und Hausnummern eingeteilt wird – dies im „Halbstundentakt“. Am Freitagvormittag soll dann ebenfalls ein „Seniorenvormittag“ stattfinden. Um Staus zu vermeiden und das Abhalten der Abstandsregeln zu ermöglichen, gibt es einen großzügigen Wartebereich außerhalb vom Testlokal. Freiwillige sind in Münster laut Bgm. Werner Entner ausreichend vorhanden. Für die Testung und Auswertung wurden Ärzte, diplomiertes Personal und Pflegeassistenzkräfte eingeteilt. Derzeit rechnet man in Münster mit einer maximal fünfzig prozentigen Beteiligung.

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