Haltung (nicht) bewahren
Diese Tipps helfen bei sitzenden Arbeiten

Wer viel und lange vor dem Bildschirm sitzt, sollte seines Kreuzes zuliebe einige Punkte beachten.
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  • Wer viel und lange vor dem Bildschirm sitzt, sollte seines Kreuzes zuliebe einige Punkte beachten.
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Physiotherapeut Wolfgang Nagele gibt den BEZIRKSBLÄTTERN im Gespräch Tipps für die richtige Haltung bei langen "sitzenden Tätigkeiten". Als Grundsatz gilt: Jede dauerhafte Haltung ist keine gute Haltung. 

BEZIRK KUFSTEIN (bfl). Haltung bewahren – diesen Grundsatz sollte man nicht immer befolgen, vor allem wenn es um die richtige Haltung beim Arbeiten vor dem PC oder Laptop geht. Denn wer zu lange vor dem Bildschirm sitzt und dabei in der gleichen Position verharrt, riskiert am Ende, wenn die Arbeit dann einmal getan ist, eine schlechte Haltung. 
Physiotherapeut Wolfgang Nagele, der in Kirchbichl eine Praxis betreibt, empfiehlt Menschen, die einen "sitzenden Arbeitsplatz" haben, immer in Bewegung zu bleiben. "Es ist auch schon viel getan, wenn Menschen, die viel sitzen, immer wieder aufstehen und sich bewegen. Das Schlechteste ist vom Grundsatz her, wenn man über Stunden die gleiche Position hat", sagt Nagele.

Dank Sitzball in Bewegung

Wer etwas für seine Haltung und seinen Rücken tun will, kann seinen Bürosessel gegen einen Sitzball austauschen. Aber auch hier gilt die Grundregel, dass man immer wieder seine Position ändern sollte. "Natürlich ist ein Sitzball eine etwas instabilere Sitzunterlage und man bewegt sich etwas mehr drauf, aber man kann auch über Stunden auf einem Sitzball schlecht sitzen", warnt Nagele. Man sollte also auch bei Verwendung eines solchen Hilfsmittels auf eine gute Haltung achten. Es gilt auch hier nicht nach vor gebeugt zu sein oder starr in einer womöglich auch noch schlechten Position zu verharren. Wem der klassische Bürosessel lieber ist, kann auch diesen benutzen und sich dafür mehr bewegen. 

"Jede dauerhafte Haltung ist keine gute Haltung."

Wolfgang Nagele, Physiotherapeut. 

Hier geht's rund: mit Sitzbällen verharrt man sicher nicht allzu lange in derselben Position.
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Sitzkissen ist praktisch und macht beweglich

Nagele empfiehlt bei den Hilfsmitteln vor allem Sitzkissen für das lange Arbeiten vor dem Bildschirm bzw. bei sitzenden Tätigkeiten. Diese Sitzkissen sind mit Luft gefüllt und haben meist einen Durchmesser von 35 bis 40 cm. Diese haben den Vorteil, dass man sie unkompliziert auf jeden Bürosessel drauflegen kann und sie damit praktischer sind als der Gymnastikbälle. "Damit ist man – vor allem was die Lendenwirbelsäule betrifft – um einiges beweglicher", sagt der Experte. Das Kissen kann man übrigens auch anderweitig verwenden. Man kann es auch auf den Boden legen, um sich daraufzustellen und zum Beispiel Balance-Übungen zu machen. "Alles das in irgendeiner Form mit Gleichgewicht und Balance zu tun hat, fördert die Tiefenmuskulatur der Wirbelsäule und fördert dadurch auch schon wieder die richtige Haltungen. 

Der Experte empfiehlt vor allem Sitzkissen, die mit Luft gefüllt sind und eine instabile Sitzunterlage bieten.
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Aufstehen und kleine Übungen helfen

Der Experte gibt dabei eine klare Empfehlung an alle, die bei der Arbeit lange Sitzen: Mindestens einmal in der Stunde aufstehen und ein bis zwei Minuten lang ein paar Schritte durch den Raum gehen. Je nachdem wie lange die Arbeitszeit andauert, empfiehlt es sich auch einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag zehn Minuten für kleine, einfache Übungen einzuplanen. Dabei kann man zum Beispiel die Lendenwirbelsäule im Wechsel beugen und strecken, sich aufrichten und lang machen und dabei die Arme über den Kopf strecken. 
Auch seine Kopfhaltung kann man dabei korrigieren und versuchen den Kopf nicht "giraffenartig" nach vorne hinauszustrecken. Als Ausgleich kann man den Kopf dafür "in Richtung Doppelkinn" bewegen, rät der Experte.

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