Drogenfahndern des LKA Tirol Kokain verkauft und nun als Angeklagte vor Gericht

Der Vorsitzende Einzelrichter Mag Thomas Dampf des Landesgerichtes Innsbruck rechts im Bild leitete den Suchtgiftprozess gegen die Angeklagten souverän.
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  • hochgeladen von Franz Josef Haun

Die Tiroler Suchtgiftfahnder leisteten wiedereinmal sehr erfolgreiche Arbeit. So mussten am 21. Dezember 2012 im Zuge einer Hauptverhandlung beim Landesgericht Innsbruck Helmut G. und Mario F. aus dem Zillertal, sowie Christian B. aus Kufstein auf der Anklagebank vor Einzelrichter Mag Thomas Dampf und Staatsanwalt Mag Dieter Albrecht Platz nehmen. Die Männer sind auf verdeckte Ermittler hereingefallen, wobei sie größere Mengen an Kokain und Cannabis in Umlauf gebracht, bzw an mehrere Abnehmer gewinnbringend verdealt haben. Dabei produzierte der 43 Jährige aus dem Tiroler Unterland im großen Stil Cannabis und die anderen Täter waren sozusagen sein „Vertriebesnetz“.
Alle drei Angeklagten wurden in Begleitung der Justizwache in den Verhandlungssaal geführt, wobei zwei der Angeklagten noch nie mit dem Strafgesetz in Konflikt geraten sind, wie Richter Mag Thomas Dampf bei der Verhandlung feststellte. Den Anfang vor dem Richter machte Christian B. aus Kufstein und in der Folge die zwei Zillertaler, die zugaben, gemeinsam an die 900 Gramm Kokain und ca 1,2 kg Marihuana in Umlauf gebracht, im Bekanntenkreis selbst konsumiert aber vielfach gewinnbringend verkauft zu haben. Vor allem Christian B. hat im Unterland selbst Cannabis in größerer Menge angebaut. Dort hat die Polizei hat im Zuge einer Razzia an die 50 bis 60 Hanfpflanzen bei ihm sichergestellt.

Aufgedeckt wurde der Drogendeal durch einen der beiden Zillertaler, der auf einen verdeckten Ermittler des Landeskrimninalamtes hereingefallen ist. Der Fahnder gab vor, von ihm „Koks“ kaufen zu wollen. Klarerweise waren die Telefone der Verdächtigen bald „angezapft" und die Ermittlungen der Fahnder zu den Abnehmern voll im Gange.

Laut Plädoyer des Anklägers Mag Dieter Albrecht handelte es sich bei den drei Angeklagten um klassische Dealer, die in bewusstem Zusammenwirken zum Teil Suchtgift selbst produziert, an diverse Abnehmer verkauft, aus dem Erlös weiteres Suchtgift beschafft und dabei die Grenzmengen nach § 27 Abs 5 Suchtgiftgesetz wesentlich überschritten haben. Anhand der vom Gericht vorgebrachten Zeugenliste ließ sich unschwer erahnen, dass die Angeklagten einen nicht gerade kleinen Kreis an Kokain Konsumenten versorgt haben, deren Verantwortung nach dem Suchtgiftgesetz bei Gericht zum Teil noch aufzuarbeiten sein wird.

So setzte es am Ende der Hauptverhandlung zum Teil empfindliche Freiheitstrafen für die Angeklagten. Der 48 jährige Helmut G. wurde zu 18 Monaten Freiheitsstrafe, 12 davon wurden bedingt ausgesprochen, verurteilt (nicht rechtskräftig). Der 45 Jahre alte Mario F. erhielt 20 Monate unbedingte Freiheitsstrafe samt Abschöpfung des Gewinnes aus dem Suchtmittelhandel (rechtskräfig) und Christian B. wurde zu 2 Jahren unbedingter Freiheitsstrafe und Abschöpfung des Gewinnes von über 4.000 €uro (rechtskräftig) verurteilt.

Autor:

Franz Josef Haun aus Schwaz

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