EU
Europaministerin stand Rede und Antwort in Rattenberg

Europaministern Karoline Edtstadler besuchte im Rahmen des Österreich-Dialogs den Malerwinkel in Rattenberg und versuchte auf die Ideen und Wünsche der interessierten Bürger zum Thema EU einzugehen.
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  • Europaministern Karoline Edtstadler besuchte im Rahmen des Österreich-Dialogs den Malerwinkel in Rattenberg und versuchte auf die Ideen und Wünsche der interessierten Bürger zum Thema EU einzugehen.
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Am frühen Abend des 1. September fand im Rattenberger Lokal Malerwinkel eine Dialogrunde mit Europaministerin Karoline Edtstadler statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Unsere Zukunft – EU neu denken". Alle Bürger waren herzlich dazu eingeladen ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für die Europäische Union zu teilen. 

RATTENBERG (mag). Im Juni startete Europaministerin Karoline Edtstadler bereits unter dem Motto "Unsere Zukunft – EU neu denken" den Österreich-Dialog zur EU-Zukunftskonferenz, bevor im Herbst auf europäischer Ebene die Debatte dazu eröffnet wird. Dabei sind alle Bürger in Österreich dazu eingeladen, ab sofort ihre Ideen und Wünsche zu EU-Themen einzubringen.
Am Dienstag, den 1. September fand eine solche Dialogrunde mit Karoline Edtstadler im Ambiente des Malerwinkels in Rattenberg statt. Interessierte Bürger aus den unterschiedlichsten Orten besuchten die Veranstaltung – natürlich unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. Schnell wurde klar, dass für die ganzen Fragen und Anregungen eineinhalb Stunden nicht ausreichen würden. Edtstadler bot daher an, nach der Gesprächsrunde noch einmal gesondert mit den einzelnen Personen zu sprechen, um eben genau auf deren Bedürfnisse eingehen zu können.

"Es gibt keinen schlechten Zeitpunkt über die Europäische Union zusprechen aber es gibt einen ganz wichtigen und richtigen, und der ist jetzt. Zu dem Zeitpunkt, in dem wir die schlimmste Pandemie des Jahrhunderts erleben und versuchen diese zu handhaben",

sagte die Europaministerin, welche sich sicher ist, dass wir nur gemeinsam aus dieser Krise heraus kommen.

Thema Wolf 

Ein Thema, das nach wie vor einige Bürger beschäftigt, ist der Wolf. Das Programm für den Schutz und die Wiederansiedelung des Wolfs sei durchaus etwas positives, aber in machen Gebieten wurde der Wolf nicht nur wieder angesiedelt, sondern er stellt auch ein Sicherheitsrisiko dar, wirtschaftlich sowie auch für kleine Kinder, gab Edtstadler zu. Deshalb will sie dieses Anliegen auch in Brüssel vorantreiben. 

Mehr Informieren 

Ein weiteres Anliegen der Teilnehmer der Veranstaltung war es, dass die Europäische Union generell die Bürger mehr informieren sollte. Denn es gibt viele Bauten und Straßen die, die EU unterstützt hat nur leider wissen die wenigsten davon, weil es weder mit einem Schild, wie es z.B. auf der Brenner-Autobahn vorhanden ist, gekennzeichnet wurde, noch genügend Medial darüber berichtet wurde. Auch das möchte die Europaministerin in Zukunft ändern. 

Europäische Union in der Schule 

Aber auch über Schulbildung wurde gesprochen. Einige Besucher der Veranstaltung waren der Meinung, dass in der Schule zu wenig über die Europäische Union informiert wird. "Ich kenne Kinder, die die vierte Klasse besuchen und noch nie ein Wort über die EU gehört haben", sagte eine Besucherin. Alle waren sich einig, dass man auch den Kinder in der Schule früher und besser aufzeigen müsse, dass Österreich nicht immer so wohl behütet war wie es heute ist.

Solidarität 

"Wir wollen offene Grenzen, keine Grenzkontrollen und die Freiheit, die wir gewohnt sind und ja wir wollen Solidarität. Wir als Österreich haben immer gesagt, dass wir solidarisch sein wollen. Egal ob es die Frage des Asyls betrifft oder jetzt die Frage des Wiederaufbaus, wo man zu einer Lösung beitragen möchte. Wenn man sich durchsetzt bis zu einem gewissen Grad, wenn man ernst genommen wird, wenn man sich mit Gleichgesinnten zusammen tut und auch das Gefühl hat, dass man gehört wird, dann blickt man nicht zurück und sieht wie oft man von den anderen überrollt wurde. Weil jetzt kann man sagen: diese Lösung 'Budget  Wiederaufbaufonds' war ein großer Erfolg und ein wichtiges Zeichen für Europa, dass man solidarisch ist und dass man gemeinsam aus der Krise raus kommt. Es hat aber auch gezeigt, dass man gleichzeitig nationale Interessen vertreten kann",

erklärte Edtstadler.

Auf diesem Erfolgsgefühl sollte Europa laut Edtstadler aufbauen, dass sich die Bürger in Europa nicht mehr trennen lassen wollen, dass sie Wohlstand wollen und dass sie vor allem Frieden in Europa wollen und nicht vergessen haben, was die Generation vorher für sie erkämpft hat. Denn Frieden sei auch in Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit.

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