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Festnahmen nach dubioser Entführung und Bombendrohung

Vier Festnahmen gab es heute Früh nach einer riskanten Verfolgungsjagd von Ebbs nach Kufstein in der Festungsstadt und eine dubiose Bombendrohung.
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Vier Festnahmen nach Entführungs-Meldung und Bombendrohung in Kufstein-Sparchen heute früh. Die Einvernahmen sind im Gange, im Auto wurden verschiedene Drogen in nicht unwesentlichen Mengen gefunden.

Die Polizei veröffentlichte am Freitag vormittag den aktuellen Ermittlungsstand zur Sache – den Beitrag dazu finden Sie hier.

KUFSTEIN/EBBS (nos). Vier Festnahmen gab es heute Früh nach einer riskanten Verfolgungsjagd von Ebbs nach Kufstein in der Festungsstadt. Zuvor hatte ein Anrufer gegen 6.15 Uhr die Entführung eines Volljährigen durch drei Personen telefonisch bei der Polizei gemeldet. Auch konnte der Anzeiger einen Hinweis auf das angeblich verwendete Fahrzeug geben, mit dem die Personen von Ebbs in Richtung Eichelwang unterwegs seien.

Riskante Verfolgungsjagd

Die Polizei leitete eine sofortige Fahndung ein und konnte das Fahrzeug in Ebbs feststellen und anhalten. Die Insassen weigerten sich jedoch das Fahrzeug zu verlassen und der Lenker flüchtete mit drei weiteren Personen – zwei Männer und eine Frau – im Pkw waghalsig und riskant Richtung Kufstein, wo mehrere Polizeistreifen den Pkw schließlich im Bereich einer Baustelle in Sparchen im Stadtgebiet von Kufstein anhalten konnten und Beamte alle vier Insassen festnahmen.
Laut Informationen der Polizei handelte es sich bei einem der insgesamt drei Männer im Pkw um das mutmaßliche Entführungsopfer, seine Festnahme wurde aufgehoben.
Die Umstände sind weiterhin nebulös, die Personen werden aktuell an der PI Kufstein einvernommen. Sie sollen – unbestätigten Quellen zufolge – der Unterländer Suchtgiftszene zuzurechnen sein.

Nach Festnahme "Bombendrohung"

Im Zuge der Festnahme soll einer der Männer darauf hingedeutet haben, dass im Fluchtfahrzeug Sprengstoff deponiert sein soll. Daraufhin wurde das Gelände rund um den Einsatzort für mehrere Stunden abgeriegelt, fachkundige Beamte und Entschärfer rückten nach Kufstein aus, um den Pkw in Augenschein zu nehmen. Mittlerweile konnten die Beamten Entwarnung geben, sie konnten keinen Sprengstoff feststellen, das Fahrzeug wurde entfernt, die Sperre der Sparchnerstraße aufgehoben. Weitere Erhebungen zum Vorfall sind noch im Gange.

Update: Suchtgift im Auto

"Der Hinweis eines der Beschuldigten auf eine mögliche Bombe im Auto war eine Finte", erklärt Bezirkspolizeikommandant-Stellvertreterin Astrid Mayr gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN. Es sei wohl darum gegangen eine Durchsuchung des Fahrzeugs zu verhindern, denn dort wurden nicht unwesentliche Mengen diverser Betäubungsmittel gefunden, so Mayr weiter. Um welche Substanzen und Mengen es sich dabei handelt, ist Gegenstand laufender Untersuchungen durch Spezialisten der Exekutive in Kufstein.

"Hinter dieser Geschichte um die angebliche Entführung steht ein Suchtgiftgeschäft", weiß Bezirks-Einsatzreferentin Astrid Mayr, "es ging um Geld und da hatten die beiden Streitparteien unterschiedliche Auffassungen."

Die Exekutive ist nun auch dabei die Informationen aus den Aussagen zu verifizieren und die Suchtmittel den Beteiligten zuzuordnen.
Im Zuge der getrennten Einvernahmen treten immer mehr Details zum Vorfall ans Tageslicht, zudem sind mittlerweile alle beteiligten Personen – auch der anfangs unbekannte Anrufer, der per Notruf die Polizei wegen der Entführung alarmierte – identifiziert und zur Befragung an der PI Kufstein.

Dass es in jüngster Zeit vermehrt zu aufsehenerregenden Zwischenfällen und damit verbundenen Aufgriffen durch die Polizei kommt, führt Mayr auf die Ermittlungsarbeit der Exekutive zurück: "Es ist unstrittig, dass im Unterland eine Szene existiert, aber die hat sich bislang recht unauffällig verhalten. Aufgriffe wie jene der jüngsten Zeit dürften aber einige Leute dort verunsichern, so kommen, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Befragungen durch die Polizei, immer wieder solche Dinge zum Vorschein."

Weitere aktuelle Meldungen der Tiroler Polizei im Bezirk Kufstein finden Sie hier.

Autor:

Sebastian Noggler aus Kufstein

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