Gemeinsam gegen Corona
Freiwillige Helfer im Bezirk Kufstein bieten ihre Unterstützung an

Viele Vereine im Bezirk Kufstein unterstützen vor allem Risikogruppen, mit ihren wichtigsten Besorgungen in der Corona-Krise.
  • Viele Vereine im Bezirk Kufstein unterstützen vor allem Risikogruppen, mit ihren wichtigsten Besorgungen in der Corona-Krise.
  • Foto: pflege.de/BB Archiv
  • hochgeladen von Magdalena Gredler

Viele Vereine und Freiwillige im Bezirk Kufstein haben sich bereit erklärt während der Corona-Krise zu helfen.

BEZIRK KUFSTEIN (mag). In der dunklen Zeit des Coronavirus (COVID-19) gilt es zusammen zu stehen und sich gegenseitig zu helfen. Sozialsprengel, Polizei sowie Ärzte und Krankenpfleger tun ihr Möglichstes in dieser Situation. Aber auch viele Vereine und freiwillige Helfer im Bezirk Kufstein engagieren sich um vor allem älteren und gesundheitlich angeschlagenen Menschen zu helfen. 
Unter dem Motto "Etz hoasts Zomhöfn in Kramsach" möchte die Landjugend Kramsach älteren Bürgern unter die Arme greifen und die täglichen Einkäufe für sie tätigen. Momentan wechseln sich insgesamt zehn Leute des Vereins mit den Erledigungen ab. Die Landjugend Kramsach engagiert sich gerne und freut sich wenn sie helfen können. Die Anmeldung und genaue Vereinbarung der Zeiten erfolgt unter den Telefonnummern: 0650/3605990 und 0681/81331026.

Gemeinden bieten Unterstützungen 

In vielen Gemeinden wurde ein Angebot geschaffen, um Menschen die zu Risikogruppen zählen zu unterstützen. Wie zum Beispiel in der Mitteilung des Langkampfener Bürgermeisters Andreas Ehrenstrasser deutlich wird: "Wir müssen uns in den nächsten Wochen auf etwas einstellen, das wir in dieser Dimension und Wirkung bisher nicht kannten. Damit verbunden sind die täglichen Routinen und Besorgungen, die wir auf ein Minimum reduzieren sollen. Das betrifft im Besonderen auch die Besorgung von Lebensmitteln. Für uns alle gilt: So wenig wie möglich in die Geschäfte gehen." Als Angebot für Mitbürger, die als Risikogruppe gelten und/oder nicht mobil sind, bieten die beiden Nahversorger in Unterlangkampfen – Braunegger „Prem“ und Spar „Farbmacher“ – einen Lieferservice für das gesamte Gemeindegebiet Langkampfen an. Beide Unternehmen liefern auf telefonische Bestellung direkt an den Kunden aus und rechnen den Einkauf direkt ab, erklärte Langkampfens Bürgermeister weiteres.

"komm!unity" Wörgl will helfen 

Das Coronavirus und die in diesem Zusammenhang notwendigen Maßnahmen verändern derzeit die gewohnten Lebensabläufe. Da das vor allem für Risikogruppen im Alltag zu Schwierigkeiten und Problemen führen kann, will der Verein "komm!unity" Wörgl ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen unterstützen, sei es mit dringenden Botengängen, Apothekengängen oder 
dringenden Einkäufen. Das Team von "komm!unity" bittet bei Bedarf dieser Unterstützung sie zu kontaktieren. Außerdem bietet der Verein ein „Gemeinsam-statt-Einsam-Telefon“, da Familien jetzt plötzlich mehr Zeit als sonst miteinander verbringen und das noch dazu auf engstem Raum, kann das häufig zu Spannungen und Konfliktsituationen führen. Aber auch ganz allein daheim zu sein, ist in dieser Situation alles andere als leicht. Viele Menschen sind durch das reduzierte öffentliche Leben jetzt sehr isoliert und dadurch einsam. Das Team von "komm!unity" Wörgl bietet nun die Möglichkeit, dass sich alle Menschen aus der Region Wörgl und Umgebung telefonisch mit Mitarbeitern von "komm!unity" über die persönliche Lage und die derzeitige Situation austauschen können. Unter der Telefonnummer: 0664/88745010 erreicht man das Team von "komm!unity". Alle Telefonate werden nach Dringlichkeit und entsprechend den personellen Ressourcen bestmöglich erledigt.
Dem Verein geht es in dieser Ausnahmesituation natürlich wie allen, man versuche über Telearbeit so viel hochzufahren wie es möglich ist, um die Menschen zu unterstützen ohne eine Gefährdung, so Geschäftsführer Klaus Ritzer. Es hätten sich wohl auch schon einige Freiwillige bei Ritzer gemeldet, die ihre Hilfe anboten. In Wörgl gibt es viele Vereine die gerne ihre Mitbürger unterstützen wollen, daher können sich Interessierte auf der Homepage der Wörgler
Stadtgemeinde
 über weitere mobile Hilfsangebote informieren.

Das Team Österreich 

Im August 2007 haben Hitradio Ö3 und das Österreichische Rote Kreuz das Team Österreich gegründet, als flexible Plattform der Nachbarschaftshilfe ohne dauerhafte Verpflichtungen. Ziel war und ist es, die in Krisensituationen stets vorhandene spontane Hilfsbereitschaft der Menschen zielgerichtet einsetzbar zu machen. Das bewährt sich in akuten Krisensituationen wie jetzt aktuell in der Corona-Krise, weil die Hilfsbereitschaft dann strukturiert und schnell kanalisiert werden kann. Quer über das Land in allen Bezirken haben sich mittlerweile 80.000 Österreicher im Team Österreich angemeldet – im Bezirk Kufstein sind es rund 1.000. Sie alle haben sich damit bereiterklärt, im Bedarfsfall anderen zur Seite zu stehen.

Vereine zeigen Engagement

Im Zuge der internationalen und nationalen Entwicklungen rund um das Coronavirus (COVID-19) wollen sich viele Vereine im Bezirk Kufstein sozial engagieren. Auch der Brixlegger "Perchten" Verein - "Faberpass" hat sich Gedanken gemacht, wie in der Gemeinde ein kleiner Beitrag geleistet werden kann. Als örtliche Organisation möchte der Verein gerne älteren, immungeschwächten und kranken Personen dabei helfen, ihre Lebensmittel- oder sonstige derzeit notwendigen Einkäufe zu erledigen und ihnen zuzustellen, um ein unnötiges Risiko zu vermeiden. "Sollten wir es schaffen, nur einem Haushalt bzw. einer Person zu helfen, hat es sich bereits gelohnt ", so der Brixlegger Verein.

Lage bei Lebensmittelhändlern im Bezirk Kufstein hat sich beruhigt


Weiter Infos zum Thema Coronavirus finden Sie hier.
Weitere Infos zum Bezirk Kufstein finden Sie hier.

Autor:

Magdalena Gredler aus Kufstein

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