Hochwasserschutz Radfeld
Fünf Gemeinden im Bezirk Kufstein fordern rasches Handeln

Fünf Bürgermeister sprachen in einer Stellungnahme zum Hochwasserschutz nun klare Worte: die vorliegenden Pläne sollen rasch umgesetzt werden. Eine Blockade durch die Gemeinde Radfeld sei unverantwortlich. Im Bild: Wörgl im Hochwasserjahr 2005.
  • Fünf Bürgermeister sprachen in einer Stellungnahme zum Hochwasserschutz nun klare Worte: die vorliegenden Pläne sollen rasch umgesetzt werden. Eine Blockade durch die Gemeinde Radfeld sei unverantwortlich. Im Bild: Wörgl im Hochwasserjahr 2005.
  • Foto: Land Tirol/BB Archiv
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In einem gemeinsamen Schreiben drängen die Bürgermeister der Gemeinden Kundl, Breitenbach am Inn, Kramsach, Brixlegg und Rattenberg auf eine rasche Umsetzung der Pläne zum Hochwasserschutz. 

BEZIRK KUFSTEIN (red). Nach der massiven Kritik der Gemeinde Radfeld am geplanten Hochwasserschutzprojekt Unteres Unterinntal gaben nun die Gemeinden Kundl, Breitenbach am Inn, Kramsach, Brixlegg und Rattenberg eine gemeinsame Stellungnahme ab. Darin bekräftigen die Gemeindevertreter ihre Unterstützung für das Hochwasserschutzprojekt und sprechen sich für den Start der Detailplanung zum Projekt aus.

Schutzinteresse "absolut im Vordergrund"

Seit dem Jahr 2005, als ein verheerendes Hochwasser den Bezirk heimsuchte, arbeiten die Gemeinden des Unteren Unterinntals gemeinsam mit Experten des Landes Tirol an der Vorbereitung eines Hochwasserschutzes, der für alle effektiv ist. Das Ziel: 2.200 Häuser und ihre Bewohner zu schützen. Über Jahre wurde mit den Gemeinden verhandelt, das bemerken auch die Bürgermeister der oben angesprochenen Gemeinden in ihrem Schreiben. Dabei kam es bis zur Gründung des Wasserverbandes auch immer wieder zu Streitereien zwischen den Gemeinden, aber: "Bei allen unterschiedlichen Standpunkten zu Projektdetails stand und steht für uns Bürgermeister das berechtigte Schutzinteresse der Menschen absolut im Vordergrund", so die Ortschefs in ihrem Schreiben. Kompromisse seien also für den Hochwasserschutz notwendig. 

Blockade ist unverantwortlich

Die Bürgermeister fordern zudem den Start der Detailplanung für das Projekt, alles andere, wäre unverantwortlich. "Als Bürgermeister der Gemeinden Kundl, Breitenbach, Kramsach, Brixlegg und Rattenberg ist für uns eine weitere Blockade dieses für die Menschen so wichtigen Schutzprojektes durch die Gemeinde Radfeld unverantwortlich (...)", heißt es im Schreiben. Der Aufruf der Bürgermeister: "Wir appellieren deshalb eindringlich, die Umsetzung entsprechend den getroffenen Vereinbarungen voranzutreiben und nicht weiter in die Länge zu ziehen."

Radfeld stellt sich weiter gegen Beitritt zu Wasserverband

Weitere Beiträge und Links zum Hochwasserschutzverband im Unteren Unterinntal

Einen Beitrag zu Optimierungen der Pläne zum Wasserverband Unteres Unterinntal vom Februar 2018 finden Sie hier.
Diese Pläne wurden Ende März vorgelegt – den Beitrag finden Sie hier.
Für Kramsach wurde mit der Universität Innsbruck ein Modellversuch gestartet – hier geht's zum entsprechenden Beitrag.
Den Wasserverband konnte man bereits vor seiner Gründung online begutachten – hier der Beitrag dazu.
Wie weit der Stadt Wörgl das Thema Hochwasserschutz steht, können Sie hier nachlesen.
Alle Beiträge zum Thema Dammbau in Wörgl finden Sie hier.
Alle Beiträge zum Hochwasserschutz im Unteren Unterinntal finden Sie hier.
Die Website zum Hochwasserschutz Unteres Unterinntal finden Sie hier.

Autor:

Barbara Fluckinger aus Kufstein

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