Gastronomie
Gastgärten im Bezirk Kufstein bleiben weitestgehend geschlossen

Die Gastronomen im Bezirk Kufstein sehen die geplanten Öffnungsschritte skeptisch.
  • Die Gastronomen im Bezirk Kufstein sehen die geplanten Öffnungsschritte skeptisch.
  • Foto: pixabay
  • hochgeladen von Magdalena Gredler

Gastronomen aus dem Bezirk Kufstein verraten, wie sie die geplanten Öffnungsschritte der Regierung sehen.

BEZIRK KUFSTEIN (mag). Die Corona-Zeit traf Unternehmer schwer. Doch der Handel und die körpernahen Dienstleister durften bereits wieder öffnen. Nur für die Gastronomie hieß es weiterhin: "Die Türen bleiben geschlossen." Nun aber gibt es einen kleinen Lichtblick am Ende des Lockdown-Tunnels, denn für ganz Österreich hat die Regierung eine Öffnung der Gastronomie im Außenbereich für den 27. März ins Auge gefasst. Aber wie sehen die Gastronomen die geplanten Öffnungsschritte? Die Geschäftsführer der Tiroler Stuben in Wörgl, des Tiroler Hofs/Viktorias Home in Kufstein und der Blauen Quelle in Erl gaben Auskunft.

Tiroler Stuben in Wörgl 

Eine Öffnung nur im Freien kommt für die Tiroler Stuben in Wörgl nicht in Frage. "Wir hätten zwar einen wunderbaren Garten und auch immer ein gutes Mittagsgeschäft, aber trotzdem machen wir mittags nur ein Drittel unseres Gesamtumsatzes und somit sind wir nicht kostendeckend", sagt Geschäftsführerin Anni. Die Regentage bzw. kalte Tage seien dabei noch nicht berücksichtigt. Das Restaurant in Wörgl wird also erst aufsperren, wenn auch wieder indoor gearbeitet werden darf.

"Inzwischen haben wir unser Hotel für Businesskunden geöffnet. Leider bieten wir aber auch für Hausgäste keine Speisen an, auch kein Take-away, da sich das auch wegen der Mitarbeiterkosten nicht rechnet und der Aufwand mit der frischen Ware zu risikoreich ist",

sagt Betreiberin Anni.

Tiroler Hof/Viktorias Home in Kufstein 

Auch im Tiroler Hof/Viktorias Home in Kufstein sieht man die geplanten Öffnungsschritte skeptisch und will erstmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Eine große Eröffnung wird es im Betrieb jedoch nicht geben. Viel eher möchte man sich im Tiroler Hof auf das Take-away-Angebot fokussieren. Seit neuestem gibt es auch einen Online-Shop. In der gehobenen Gastronomie ist es das Abendgeschäft, welches am meisten zählt und das sei durch eine Öffnung im Außenbereich quasi nicht gegeben, da es dafür einfach noch zu kalt sei. Leiterin Viktoria Fahringer lässt die Situation erstmal auf sich zukommen und entscheidet dann, wenn es ein sicheres Maßnahmenpaket gibt, wie eine mögliche Öffnung aussehen könnte. Denn weitere Verluste könne man sich in der aktuellen Situation einfach nicht mehr leisten. 

Blaue Quelle in Erl 

Gaby und Alex Struth von der Blauen Quelle in Erl: „Wir Gastronomen fieberten der potentiellen Ankündigung zur Öffnung der Gastronomie entgegen. Wir arbeiten leidenschaftlich gerne und haben es uns sehr gewünscht, wieder etwas tun zu dürfen. Leider kam mit der Verlautbarung der Regierung weder etwas Neues noch Sinnvolles." Der Gastro-Betrieb nur im Garten macht für die Erler zu dieser Jahreszeit keinen Sinn. Das Klima erlaube es noch nicht, dass Gäste länger und gemütlich draußen sitzen. Personal, Einkauf und der gesamte Gastro-Betrieb muss geplant werden und dann auch bezahlt werden können. Es sei einfach zu unplanbar und zu wenig. "Wir als Betrieb direkt an der Grenze brauchen auch die Öffnung nach Bayern für ein wirtschaftlich nachhaltiges Geschäft", heißt es von Seiten der Betreiber. In Erl habe man aber noch eine besondere Hoffnung auf Ostern. "Die Tiroler Festspiele haben die Matthäus-Passion, sofern kein Verbot kommt, auf dem Spielplan. Wenn wir hier genügend Anfragen bekommen und das Wetter mitspielt, sperren wir in der Osterwoche auf. Hier geht es uns mehr um die Solidarität gegenüber den Tiroler Festspielen, deren Besucher und unseren Stammgästen“, so Gaby und Alex.

MyWay Pub in Brixlegg

Auch Stefan Mayr der Betreiber des MyWay Pubs in Brixlegg sieht die Öffnungsschritte äusserst kritisch bis unmöglich.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand für einen schnellen Cafe oder Seiterl testen lässt oder gar impfen. Ich glaube, dass wird der Todesstoss für Pubs und Bars, die eigentlich 'nur' auf Getränke spezialisiert sind",

sagt der Gastwirt. 

Weitere Infos zum Thema Coronavirus finden Sie hier. 
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