Gemeinsam Stadtgeschichte erfahren

In Bälde organisiert der Verein "komm!unity" eine weitere Stadtführung mit Hans Gwiggner.
  • In Bälde organisiert der Verein "komm!unity" eine weitere Stadtführung mit Hans Gwiggner.
  • Foto: komm!unity
  • hochgeladen von Sebastian Noggler

WÖRGL. Auf Initiative des Vereins "komm!unity" hatten kürzlich Neu-WörglerInnen und weitere Interessierte die Gelegenheit, mit Hans Gwiggner eine Reise in die Vergangenheit Wörgls zu unternehmen.
Wohl kein anderer steht in der Stadt so für die lebendige Vermittlung von Wörgls reichhaltiger Geschichte, wie der langjährige Stadtarchivar und Museumsführer. Nachdem Gwiggner einiges über den wahrscheinlich berühmtesten Baum der Stadt, die Linde zwischen Pfarrkirche und Musikschule, erzählt hatte, ging es weiter ins Heimatmuseum. Viele interessante Details aus der Stadtgeschichte wurden anschaulich vermittelt, wie etwa die schon jahrhundertealte Bedeutung Wörgls als Verkehrsknotenpunkt und die dadurch begünstigte langjährige Zuwanderung und Aufnahme von Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Auch dass Wörgl einst halb zum Gerichtsstandort Kufstein und halb zu jenem in Rattenberg gehörte, war zu erfahren. Die Tatsache, dass Wilhelm Busch die Stadt öfters besuchte und einen Schneidermeister bzw. seinen Gesellen als Vorbild für seine Geschichte rund um Max und Moritz und den Schneider Böck verwendete, war eine der vielen kurzweiligen Anekdoten, die Hans Gwiggner zum Besten gab.
Ein besonders intensiver Dialog wurde speziell über den Zweiten Weltkrieg und den erfolgreichen Wiederaufbau der Stadt geführt. "Viele TeilnehmerInnen der Stadtführung sind aus den aktuellen Kriegsschauplätzen der Welt zu uns nach Tirol gekommen und können nur zu gut verstehen, wie es Wörgl und seinen BewohnerInnen in den 1940er Jahren ergangen sein musste", meinte GR Kaya Kayahan. Auch beim anschließenden Besuch des Kriegerdenkmals wurde den Ausführungen Gwiggners über die in den Kriegen gefallenen Wörgler Soldaten und die Deportationen in die Konzentrationslager aufmerksam gelauscht.
Zum Abschluss der interessanten Stadtführung wurde noch die Stadtpfarrkirche besichtigt. Mit Einblicken in die Geschichte des Gotteshauses und Details rund um den Anbau und die Vergrößerung der Kirche rundete Herr Gwiggner den informativen Nachmittag ab.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, noch viel mehr über die Stadt Wörgl und ihre Geschichte erfahren zu wollen. Der Verein komm!unity wird daher in Bälde eine weitere Stadtführung mit Hans Gwiggner organisieren. Wer Interesse hat, kann sich bereits jetzt melden: 0664-88745206 oder integration(a)kommunity.me

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