Mund-Nasen-Masken
Im Bezirk Kufstein wird fleißig selbst genäht

Viele Freiwillige nähen im Bezirk Kufstein Mundmasken.
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  • Viele Freiwillige nähen im Bezirk Kufstein Mundmasken.
  • Foto: Festspiele Erl
  • hochgeladen von Magdalena Gredler

Viele freiwillige Näher im Bezirk Kufstein sagen dem Schutzmasken-Engpass den Kampf an und nähen jetzt selbst Mund-Nasen-Masken. 

BEZIRK KUFSTEIN (mag). Ab spätestens 6. April müssen Konsumenten beim Einkaufen in ausgewählten Supermärkten verpflichtend Mund-Nasen-Masken tragen. Eine Zusatzbelastung für die betroffenen Betriebe, die sich schwer damit tun diese Maßnahme auch zu finanzieren. 
Zum Glück gibt es viele engagierte Freiwillige im Bezirk Kufstein, die sich nun mit dem Nähen von Masken beschäftigen. Wie zum Beispiel die Gemeinde Brandenberg, welche zusammen mit den Kindergartenpädagoginnen und den Orstbäuerinnen die Herstellung von rund 1.600 Stück an Masken für alle Bewohner von Brandenberg organisiert. Das Material wie Bänder und Nähseide stellen die Gemeinde und das Hotel Neuwirt zur Verfügung. Sobald die Masken fertiggestellt worden sind, werden sie an alle Haushalte in Brandenberg verteilt. Näherinnen und Freiwillige die bei der Koordination helfen werden weiterhin gesucht und sind natürlich immer willkommen. "Helft´s zomm, bleibt´s gsund, mia pockn des", ist der Slogan der Brandenberger. 

Masken für die Wochenstation 

Auch die Niederndorferin Claudia Speiser, Obfrau des Vereins Näh- und Bastelzauber für Frühchen und Sternchen, sagte dem Schutzmasken-Engpass mit ihrer "Do it yourself" Initiative den Kampf an. Der Wochenstation des Krankenhauses Kufstein gingen langsam die Mundschutzmasken aus, so startete der Verein den Facebook Aufruf "Masken für das Krankenhaus Kufstein" mit Nähanleitung. Dieser Aufruf wurde über 1.000 mal geteilt und kommentiert. Die vielen fleißigen Näherinnen aus dem Bezirk Kufstein, unter ihnen auch Claudia Speiser, machten sich sofort ans Werk und so konnten die ersten fertigen Masken schon an das Krankenhaus geliefert werden. Für das Altenheim in Kufstein wurden ebenfalls 500 Masken von den Näherinnen aus dem Bezirk hergestellt. "Ein Wahnsinn was die Mädels da in kurzer Zeit ehrenamtlich genäht haben", so die Obfrau Claudia Speiser stolz. 

Gesichtsvisiere in Kufstein 

Das Orthopädie-Zentrum Striede in Kufstein stellt ebenso eigene Behelfsmasken und Visiere, welche das gesamte Gesicht bedecken, her. Beide Produkte werden von den Mitarbeitern selbst hergestellt. Die Stoffmasken werden dreilagig aus Baumwolle genäht, mit einem Draht zum Anpassen der Maske im Nasenbereich. Sobald diese nass sind, müssen sie gewechselt, bei 60 Grad gewaschen und gut getrocknet werden (kein Wäschetrockner). Die Visiere sind einfach mit einem Desinfektionsmittel zu reinigen.

Die Erler nutzen ihre Möglichkeiten  

Die Tiroler Festspiele in Erl setzen ihre Möglichkeiten und Ressourcen bestmöglich für die Bewältigung der Corona-Krise ein. Aus diesem Grund arbeiten acht Mitarbeiter der Kostümmanufaktur, in Heimarbeit, intensiv an der Herstellung von Mundmasken für die öffentlichen Einrichtungen im Land Tirol. Die Erler freut es sehr, dass das erste Paket mit fast 600 Masken das Festspielhaus bereits verlassen hat.

Schlauchtücher als "Bestell-Goodie" 

Läden und Restaurants in der Stadt Kufstein müssen wegen der Corona-Pandemie vorübergehend ihre Betriebe schließen. Um Umsatzeinbußen zu minimieren, hat das Stadtmarketing Kufstein für die Unternehmer eine Online-Plattform ins Leben gerufen. Unter www.kufstein.at/dahoamkaufen findet man eine Übersicht zu den Hauszustellungen und kann so die heimische Wirtschaft unterstützen. Die Stadtgemeinde Kufstein beteiligt sich an der Aktion und verteilt mit jeder Online Bestellung ein Schlauchtuch als "Bestell-Goodie". Diese können als Schutzmaske beim Lebensmitteleinkauf verwendet werden. Insgesamt 7.000 Stück Schlauchtücher wurden bei der Firma "Girardelli" in Ebbs bestellt. 2.000 Stück davon wurden vom "Café Elephant" in Kufstein gesponsert.

Das Taschen-Atelier hilft mit 

Auch das Taschen-Atelier von Sonja Zipperer in Kirchbichl beteiligt sich und näht ganz besonderes bunte Masken. Textile Mund- und Nasen-Masken für den privaten Gebrauch werden von Hand genäht und sind im Taschen- Atelier bestellbar. Die Verarbeitung ist laut Sonja Zipperer zu 100 Prozent aus dreilagiger Baumwolle, mit Nasenbügel und Bindebänder oder die hautfreundlichere Variante, extra weicher drei Millimeter Flachgummi. Die Masken seien bei 60 Grad waschbar und es könne zusätzlich auch Desinfektions-Waschmittel verwendet werden. Die "kleine Wäsche" im Kochtopf sei auch möglich, die Maske dabei einfach zehn Minuten in leicht dampfendes Wasser geben. Sonja Zipperer geht auch auf individuelle Kundenwünsche ein und so sind Masken mit einem eigenen Designs auch umsetzbar. 

Aufgepasst!

Natürlich sind die selbst genähten Masken keine CE-geprüften Medizinprodukte und bieten daher auch nicht den selben Schutz als die medizinisch geprüften Produkte. Aus rechtlichen Gründen muss darauf hingewiesen werden. Das gilt auch für die transparenten Gesichtsvisiere. Das Wort "Schutz" darf in der Bezeichnung der selbst gemachten Masken nicht vorkommen. 

Weitere Infos zum Thema Coronavirus finden Sie hier.
Die aktuellsten Meldungen aus dem Bezirk Kufstein finden Sie hier. 

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