Verwenden statt verschwenden
Interspar spendet Lebensmittel in Kufstein

Interspar und Spar spenden in ganz Österreich nicht mehr verkäufliche, aber noch genießbare Lebensmittel an rund 200 Sozialeinrichtungen.
 Robert Wehr, Obmann des Sozialmarkts Kufstein freut sich über die Spende von Interspar Geschäftsleiter in Kufstein Stefan Hofer.
  • Interspar und Spar spenden in ganz Österreich nicht mehr verkäufliche, aber noch genießbare Lebensmittel an rund 200 Sozialeinrichtungen.
    Robert Wehr, Obmann des Sozialmarkts Kufstein freut sich über die Spende von Interspar Geschäftsleiter in Kufstein Stefan Hofer.
  • Foto: Interspar/Foto Karg
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Jedes weggeworfene Lebensmittel ist eines zu viel. Daher spendet der Interspar-Hypermarkt im Bezirk Kufstein nicht verkaufte, aber noch genießbare Lebensmittel an den örtlichen Sozialmarkt. In ganz Österreich arbeiten Spar und Interspar freiwillig mit über 200 karitativen und gemeinnützigen Organisationen zusammen, die Lebensmittel zur Grundversorgung an Bedürftige weitergeben. 

KUFSTEIN (red). Lebensmittel sind kostbar. Interspar setzt daher österreichweit auf eine intelligente Bestellabwicklung am neuesten Stand der Technik, eine schnelle Logistik sowie auf Abverkäufe von Lebensmitteln, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. So wird der Verderb minimal gehalten – nur ein bis zwei Prozent der angebotenen Produkte können nicht verkauft werden. Sind Produkte trotz aller Maßnahmen nicht verkauft, aber noch genießbar, werden sie von Interspar an Sozialorganisationen weitergegeben – der Interspar-Hypermarkt in Kufstein arbeitet mit dem örtlichen Sozialmarkt zusammen. Wöchentlich holen ehrenamtliche Mitarbeitende des Sozialmarktes Brot, Obst, Gemüse und viele andere Produkte ab. Im Sozialmarkt werden die Lebensmittel nochmals kontrolliert und dann an Bedürftige zu einem kleinen Anerkennungsbeitrag weitergegeben. So werden zusätzlich auch Arbeitsplätze im Sozialmarkt geschaffen. „Der Wandel unserer Gesellschaft lässt Menschen immer öfter in die Armutsfalle tappen. Der Sozialmarkt hilft den täglichen Bedarf an Grundnahrungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen sicherzustellen. Eine Idee die hilft, Sinn macht und Perspektiven schafft“, so Robert Wehr, Obmann des Sozialmarkts Kufstein.

Zusammenarbeit zum Wohle bedürftiger Menschen

„Alles, was möglich und erlaubt ist, wird weitergegeben. Wir stellen dem Sozialmarkt Produkte wie beispielsweise Brot, Milch, Joghurt, Obst und Gemüse zur Verfügung – davon profitieren bedürftige Menschen aus Kufstein“, so Interspar-Regionaldirektor Andreas Reisch. „Die Zusammenarbeit mit dem Interspar in Kufstein funktioniert sehr gut, weil alle Mitwirkenden den Wert jedes einzelnen Lebensmittels schätzen. Interspar ist ein wichtiger und engagierter Partner und unterstützt mit Lebensmitteln die tägliche Grundversorgung von sozial schwachen und armutsbetroffenen Menschen im Bezirk Kufstein“, ergänzt Robert Wehr, Obmann des Sozialmarkts Kufstein.

Mit gutem Beispiel voran 

Jeder Interspar-Hypermarkt, in dessen Umgebung es einen Sozialmarkt, eine Tafel-Organisation oder eine "Foodsharing-Initiative" gibt, arbeitet mit diesem zusammen – auf freiwilliger Basis, effizient ohne große organisatorische Aufwände und ohne gesetzlichen Zwang. Diese unbürokratische Unterstützung von Sozialorganisationen ist in den vergangenen Jahren vom gesamten Handel intensiviert worden, wie auch im Aktionsprogramm „Lebensmittel sind kostbar“ des BMNT (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft)  vom August 2019 festgehalten wurde: „In den vergangenen Jahren wurden freiwillige Kooperationen zwischen Unternehmen und sozialen Einrichtungen zur Weitergabe von Lebensmitteln in verstärktem Ausmaß abgeschlossen. Deshalb steht eine gesetzliche Regelung zur Verpflichtung zur Weitergabe, wie bereits in anderen EU-Mitgliedstaaten erfolgte, derzeit nicht zur Diskussion.“ Pro Jahr werden laut Ministeriumsbericht 12.250 Tonnen Lebensmittel durch den Handel an Sozialorganisationen gespendet. Österreich ist damit EU-weit ein Vorzeigeland.

Lebensmittelverschwendung vermeiden

Laut Greenpeace stammen 42 Prozent der Lebensmittelabfälle im Rest- und Bio-Müll aus Haushalten, 39 Prozent aus der Landwirtschaft, je siebzehn Prozent aus der verarbeiteten Industrie und von Großverbrauchern und nur fünf Prozent aus dem Handel. Deutliche Reduktionen von Lebensmittelverschwendung wären daher in Haushalten möglich. Spar und Interspar informieren regelmäßig im Kundenmagazin und auf der Website unter über Möglichkeiten, die Lebensmittelverschwendung im Haushalt zu reduzieren, wie gezielten Einkauf, richtige Lagerung sowie die Bedeutung von Mindesthaltbarkeitsdaten. Außerdem können Kunden Zutaten auf der Website eingeben, die sie noch in ihrem Kühlschrank haben und erhalten Rezepte zum Reste-Verkochen.


Verkaufen, Abverkaufen und Weitergeben

Über 98 Prozent der bei Spar und Interspar angebotenen Produkte werden auch verkauft – der überwiegende Teil davon zum regulären Preis. Kommt ein Produkt in die Nähe des Mindesthaltbarkeitsdatums, wird es um -25 Prozent vergünstigt abverkauft. Gelingt auch dies nicht, spenden Spar und Interspar noch genießbare Lebensmittel vorzugsweise an Organisationen, die damit Bedürftige unterstützen. Gibt es diese in der Umgebung des jeweiligen Marktes nicht,  wird mit "Foodsharing", die Lebensmittel für den Eigenbedarf „retten“ und verteilen kooperiert. Gelingt auch dies nicht, können Landwirte jene Lebensmittel abholen, die für die Verfütterung an Tiere zugelassen sind bzw. wird Brot zu Tierfutter verarbeitet. Reicht die Qualität dafür nicht mehr aus, werden Lebensmittel zur Biogas-Erzeugung genutzt, sofern es Anlagen in der Umgebung gibt. Der Rest an tatsächlich verdorbenen und ungenießbaren Lebensmitteln wird über die Bio-Tonne der Kompostierung zugeführt.

Weiter Infos zum Thema Spar finden Sie hier.
Weiter Infos zum Thema Lebensmittel und Nachhaltigkeit finden Sie hier. 

Autor:

Magdalena Gredler aus Kufstein

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