Kramsach will "Aufstieg" schaffen

Placi Wenzin von der Firma Bartholet (rechts) erklärte die vier erarbeiteten Varianten.
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  • Placi Wenzin von der Firma Bartholet (rechts) erklärte die vier erarbeiteten Varianten.
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

KRAMSACH (bfl). Der Wunsch nach dem Fortbestehen einer Aufstiegshilfe zum Sonnwendjoch beschäftigt die Kramsacher bereits seit langem. Der Verein "Naturjuwel Rofan" präsentierte nun am Donnerstag, den 1. Februar, eine Machbarkeitsstudie über eine Aufstiegshilfe zum Sonnwendjoch. Vorgestellt wurden dabei vier verschiedene Varianten. Eine Entscheidung wird aber erst fallen können, wenn der zweite Teil des Projektes vorgestellt wird.
Der Obmann des Vereins, Sepp Kreidl, konnte zur Präsentation der in Auftrag gegebenen Studie viele geladene Vereinsmitglieder sowie den Gemeinderat im Gemeindesaal Kramsach begrüßen. Um die Machbarkeitsstudie zu finanzieren, hatte der Verein in den vergangenen Monaten von rund fünfzig Unternehmern aus Kramsach und Umgebung, je 2.500 Euro ersammelt.

Bartholet präsentierte vier Varianten

Nun präsentierte die Firma Bartholet Seilbahnen aus der Schweiz vier Varianten an Aufstiegshilfen auf das Sonnwendjoch. Bei den ersten beiden vorgestellten Varianten handelt es sich um einen Einersessellift (ESL) sowie einen Doppelsessellift (DSL). Bei beiden Varianten können 400 Personen pro Stunde befördert und ein Großteil der alten Liftstützen weiterhin genutzt werden. Lediglich die Umlenkstationen müssten jeweils baulich angepasst werden. Kosten für den ESL sind 5, 33 Millionen Euro, während für einen DSL 4,8 Millionen Euro in die Hand genommen werden müssten. Als Variante drei wurde der Bau eines komplett neuen Doppelsesselliftes vorgestellt, bei dem keine alten Stützen verwendet werden können. 800 Personen pro Stunde könnten hier transportiert werden, die Kosten liegen allerdings bei 6,95 Millionen Euro. Die vierte Variante ist eine Einseilumlaufbahn (mit Kabinen), die 2.000 Personen pro Stunde auf das Sonnwendjoch bringen könnte. Zudem könnten hier auch Familien und gehbehinderte Personen, die Aufstiegshilfe leicht nützen. Dafür müsste man allerdings mit 17,5 bis 19 Millionen Euro an Kosten rechnen.

Zweiter Projektteil noch "geheim"

Ob und welche Varianten finanziell tragbar und tatsächlich machbar sind, blieb am Abend der Präsentation allerdings noch offen. "Den Vereinsmitgliedern ist es absolut wichtig, dass eine Bahn gebaut wird. Die Unternehmen brauchen das lieber gestern wie heute", sagt die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige freie Journalistin Brigitte Eberharter. Den nächsten Schritt werde man aber erst dann gehen können, wenn man den zweiten Teil des Projektes präsentiere. Dabei geht es um die Nutzung auf und um die Bergstation und rund um den Zireinersee. Da dieses Projekt für eine Leader Förderung bei der Landesregierung eingereicht wird, könne man, so Obmann Sepp Kreidl, dazu noch nichts preisgeben. In den nächsten Tagen solle dies vom Regionalmanagement Tiroler Unterland erledigt werden, dann wisse man mehr.
"Es gibt auf der anderen Seite des Inns das Alpbachtal, das ist das Ski Juwel. Auf dieser Seite gibt es das Naturjuwel und das sollte man eigentlich verbinden", sagt Eberharter und spricht sich dabei für ein "Miteindander" aus. Es werde von diversen Stellen Förderungen geben, aber dies stelle nur einen Bruchteil dar. Der Rest müsste von Tourismusverbänden und Gemeinden finanziert werden. Zudem sollte die Bevölkerung zeigen, dass sie Interesse daran haben, dass eine Aufstiegshilfe weiterhin bestehe. Diverse Finanzierungsmodelle würden derzeit ausgearbeitet, denen eine Wirtschaftlichkeitsrechnung folgen soll, sagt Eberharter.
Die Vereinsmitglieder sind zuversichtlich, dass bereits im Jahr 2019 mit dem Bau einer Aufstiegshilfe auf das Sonnwendjoch begonnen werden kann. Man denkt dabei über die Gründung einer Genossenschaft nach, in welcher sich jeder als Investor oder als Spender einbringen kann. Gleichzeitig sei man aber auch für Großinvestoren offen.
Bis aber der zweite Teil des Projektes allerdings "spruchreif" ist, heißt es für die Kramsacher erneut: warten.

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