Neue Idee
Kufstein sucht den besten Aufstieg zum Kirchplatz

Der Pfarrplatz von Kufstein zwischen Dreifaltigkeitskirche (li.) und Stadtpfarrkirche St. Vitus (re.). Kirchgänger haben hier einiges an Steigung zu absolvieren.
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  • Der Pfarrplatz von Kufstein zwischen Dreifaltigkeitskirche (li.) und Stadtpfarrkirche St. Vitus (re.). Kirchgänger haben hier einiges an Steigung zu absolvieren.
  • Foto: Noggler/BB Archiv
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Der Gang zum Kirchplatz ist in Kufstein ein steiler: Walter J. Mayr schlägt vor, das Kinkdenkmal zu entfernen und von dort einen Aufzug vom Oberen Stadtplatz zur Kirche zu bauen. Bgm. Martin Krumschnabel ist vorerst für die aktuelle Lösung über den Treppenlift im Rathaus. 

KUFSTEIN (bfl). Kirchgänger in Kufstein müssen einige Stufen oder einige Meter an steiler Steigung erklimmen, bevor sie sich – wenn erlaubt – auf den Kirchenbänken der Stadtpfarre St. Vitus ausruhen dürfen. Für Menschen mit Gehbehinderung, vor allem ältere und körperlich eingeschränkte Personen, also ein Ziel, das nur mühsam zu erreichen ist. Mit welcher Aufstiegshilfe die Kirchgänger auch barrierefrei nach oben kommen sollen, ist weiterhin ein Thema in der Festungsstadt. Ob die beste Lösung schon gefunden oder noch gesucht werden muss, ist dabei eine offene Frage. 

Treppenlift im Rathaus führt nach oben

Die Stadt hat aktuell einen Treppenlift im Rathaus einbauen lassen, damit eine Lösung für die Kirchgänger und ein barrierefreier Zugang zur Pfarrkirche St. Vitus gegeben ist. Alle bisherigen anderen Maßnahmen sind laut Bgm. Martin Krumschnabel gescheitert. Wer aber den Treppenlift im Rathaus in Anspruch nehmen will, muss sich beim Pfarrbüro St. Vitus anmelden, um einen speziellen Schlüssel, sowie eine Einschulung durch das Stadtamt zu erhalten.  
Benutzt werden kann der Lift von Montag bis Freitag von 7 bis 18:30 Uhr und Samstag bis Sonntag und Feiertag von 7 bis 21 Uhr. Für besondere Zeiten wie die Osternacht oder Mitternachtsmette soll ebenfalls ein Weg für den Zugang zum Rathaus gefunden werden. "Es ist einmal eine Möglichkeit und ein Schritt, dass etwas möglich ist für Menschen mit Behinderung oder Einschränkungen", sagt Pfarrer Michael Blassnigg zum Angebot. Allerdings sei aber der Zugang – das Einholen des Schlüssels – eine weitere Einschränkung und Hürde an sich. Dennoch: "Wir sind froh, dass diese Möglichkeit da ist", so Blassnigg. Es sei seiner Ansicht nach letztendlich wichtig, dass sich alle, die die Angelegenheit betreffe, auch einmal "zusammensetzen".

An der Stelle des Kinkdenkmals könnte man den Zugang zu einem Aufzug, der zum Kirchplatz hinauf fährt, errichten, so die Idee Mayrs.
  • An der Stelle des Kinkdenkmals könnte man den Zugang zu einem Aufzug, der zum Kirchplatz hinauf fährt, errichten, so die Idee Mayrs.
  • Foto: Walter J. Mayr
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Aufstieg vom Kinkdenkmal weg

Nun wandte sich der Euregio-Inntal-Präsident und ehemalige Kufsteiner Vizebürgermeister Walter J. Mayr in einem Schreiben mit einem neuen Vorschlag an Bürgermeister Martin Krumschnabel. Die Lösung, die jetzt angeboten werde, sei für Mayr "ein gut gemeintes Hilfsangebot“, aber keine Dauerlösung.
Er präsentierte eine neue Idee für eine Aufstiegshilfe. Das Kinkdenkmal könnte zum Beispiel an einen anderen Platz zu versetzt werden. An dieser Stelle könnte man den Zugang zu einem Aufzug, der zum Kirchplatz hinauf fährt, errichten, so die Idee Mayrs. Vom Eingang bis zur Stützmauer des Kirchplatzes sind es nur wenige Meter, die als „Tunnel“ gebaut werden müssten, um den unterirdischen Lifteinstieg zu erreichen. Der Lift könnte am Kirchplatz in Sakristei-Nähe herauskommen. "Vielleicht ist mein Vorschlag nicht umsetzbar. Er könnte aber auch eine Lösungsmöglichkeit sein, die auch vom Denkmalamt akzeptiert wird", so Mayr. 

Krumschnabel: Jetzige Lösung bisher "beste"

Bgm. Martin Krumschnabel sprach sich auf Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER für die derzeitige Lösung über den Treppenlift im Rathaus aus. Es sei vielleicht nicht die beste denkbare Lösung, sehr wohl aber die beste Lösung, die es in diesem Bereich bisher jemals gegeben habe. "Wir werden jetzt sehen, wie diese angenommen wird und dann evaluieren, ob es eine andere Lösung braucht. Ich stehe hier allen Vorschlägen offen gegenüber, halte aber persönlich die zuletzt versuchte Lösung neben dem Rathaus für besser", so Krumschnabel. Die Entfernung eines Denkmales sei für ihn eher die "zweibeste" Lösung.

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Aktuelle Nachrichten aus dem Bezirk Kufstein gibt‘s hier.

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Der Pfarrplatz von Kufstein zwischen Dreifaltigkeitskirche (li.) und Stadtpfarrkirche St. Vitus (re.). Kirchgänger haben hier einiges an Steigung zu absolvieren.
An der Stelle des Kinkdenkmals könnte man den Zugang zu einem Aufzug, der zum Kirchplatz hinauf fährt, errichten, so die Idee Mayrs.
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