LH Platter: LKW-Dosierung geht weiter, "Kieferer Bündnis" dankt

LH Günther Platter: "Lkw-Dosierung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit."
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  • Foto: Land Tirol
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TIROL. Ab 5 Uhr morgens am 8. Jänner 2018 wird es in Tirol die nächste Lkw-Dosierung geben. Das ordnete Tirols Landeshauptmann Günther Platter zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit nach dem ersten Ferienwochenende im neuen Jahr an.
Beim eigens eingerichteten Checkpoint Kufstein-Nord auf der A12 Inntalautobahn werden also am 8. Jänner pro Stunde maximal 300 Lkw Richtung Brenner durchgelassen. Diese Verkehrsmaßnahme wird von der Tiroler Polizei durchgeführt. Die Fahrtrichtung vom Brenner nach Kiefersfelden ist von dieser Maßnahme nicht betroffen.
"Da nach den Feiertagen – wie die Daten aus dem Jahr 2016 belegen – mit einem sehr hohen Schwerverkehrsaufkommen zu rechnen ist, muss die Dosiermaßnahme zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs erneut gesetzt werden“, begründet LH Platter seine Maßnahme.
Zu berücksichtigen sei für den Landeshauptmann auch die Tatsache, dass Lärm und Luftverschmutzung für die Tiroler Bevölkerung mittlerweile eine unzumutbare Belastung darstellen. "Wenn wir einerseits von der Europäischen Union aufgefordert sind, Maßnahmen zur Reduktion der Umweltbelastung zu treffen, kann man uns auf der anderen Seite keine weitere Erhöhung des Transitverkehrs zumuten“, sagt Platter.

Landesregierung setzt Maßnahmen zur Reduktion des Transitverkehrs

Das Pilotprojekt ist eine von mehreren Maßnahmen der Tiroler Landesregierung, um den Transitverkehr durch Tirol einzudämmen. Dazu zählen neben dem stufenweisen Lkw-Fahrverbot und Nachtfahrverboten auch auslaufende Genehmigungen für ältere Lkw. Außerdem soll die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene intensiviert werden.
"Es muss unser oberstes Ziel sein, die Lebensqualität der Tiroler Bevölkerung zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu gewähren“, so der Tiroler Landeshauptmann weiters. Die bei der Lkw-Dosierung gewonnen Erfahrungswerte werden vom Land Tirol und der Exekutive laufend evaluiert und sollen in weitere Maßnahmen zur Reduktion des Schwerverkehrsaufkommens in Tirol einfließen.

Kämpferische Kieferer fordern Maßnahmen

Entgegen der politischen und wirtschaftlichen Reaktionen auf bayerischer Seite begrüßt das "Kieferer Bündnis für Familie" die Aktion: "Danke an die Tiroler Inntaler, dass sie für uns Bayerischen Inntaler mitkämpfen, auch wenn uns die Blockadetage stressen", so Bündnis-Sprecher Roland Schmidt. "Viele Jahre wurde verhandelt, diskutiert und versprochen. Geschehen ist auf bayerischer Seite nichts. Der Schwerlastverkehr überrollt das Inntal. Die stets angekündigte Schienenentlastung ist eine Farce. Für den Brennerbasisanschluss auf bayerischer Seite gibt es keine wirkliche Idee."

Transit-Börse?

Das "Bündnis" fordert Gegenmaßnahmen, etwa die Erhöhung der Lkw-Maut auf die tatsächlich verursachten Kosten. "Damit wäre die Bahn plötzlich eine kostengünstige Variante, die in der Folge natürlich optimiert werden müsste. Gleichzeitig würden viele wirtschaftlich unsinnigen Transporte zugunsten der regionalen Erzeugung entfallen", meint Schmidt. Eine "Alpenkontingentbörse", wie sie "seit Jahren diskutiert wird und ständig wieder in die Schublade verschwindet", wäre eine weitere Idee. Ähnlich der Schadstofflizenzen würde ein bestimmtes Alpenquerungskontingent festgelegt und an einer Börse gehandelt. Wollen viele über die Alpen, werden die einzelnen Lizenzen teurer. "In diesem Zusammenhang erinnere ich auch noch an unsere Forderung auf beidseitiges Überholverbot auf der Inntalautobahn wie in Österreich, damit die Elefantenrennen aufhören", so Schmidt weiter.

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