Musik-Chronik: "Blasmusik hoch 3" Heimspiel in Erl

Die feschen Marketenderinnen der BMK Erl
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ERL (sch). "Gemeinsam statt Einsam" - "Mitten drin, statt nur dabei" - "Da Gschwinda, da Gsinda" - es ist egal wie man es sieht oder liest. Es trifft zu, auf das gemeinsame Konzert der drei Bundesmusikkapellen aus der Unteren Schranne. Nur mehr eine geringe Anzahl der 1.500 Besucherplätze für das Konzert "Blasmusik hoch 3" stehen in den Raiffeisenbanken Ebbs, Erl und Niederndorf zur Verfügung. Den ersten Teil des Konzertes gestalten die Kapellen einzeln. Im zweiten Teil gibt es dann die gemeinsamen Auftritte von über 150 Musikerinnen und Musikern aus allen drei Gemeinden.

Feuer begleitet die Musik

ERL (sch). In der dritten und letzten Musik-Chronik befassen wir uns mit der BMK Erl als Gastgeber des "Blasmusik hoch drei" Konzertes, das am Samstag, den 21. Mai, im Erler Passionsspielhaus gemeinsam mit der BMK Ebbs und Niederndorf abgehalten wird. Karten sind nur mehr in geringer Anzahl bei den Raiffeisenbanken in Ebbs, Erl und Niederndorf erhältlich.

Geschichte ohne Datum
Geografisch liegt Erl direkt zur Grenze zu Bayern. Als nördlichste und zweittiefst gelegene Gemeinde Tirols, Ebbs liegt einen Meter tiefer, ist sie an drei Seiten von Bayern umgeben. So verwundert es nicht, dass das Örtchen über mehrere Jahrhunderte als Grenzort zwischen Bayern und Tirol mehrmals stark umkämpft und dabei des Öfteren auch gebrandschatzt (1703, 1704, 1809) wurde. Zweimal wurde das ganze Dorf niedergebrannt. Es gibt daher keine Aufzeichnungen über das Gründungsdatum der BMK Erl.

Spielstätte Passionsspielhaus
Der BMK Erl dient das Passionsspielhaus schon seit Jahren als Spielstätte ihres Jahreskonzertes. Das 1500 Besucher fassende Gebäude wurde nach über zweijähriger Bauzeit 1959 fertig gestellt und gilt als akustisches Meisterwerk. Das vorherige Spielhaus fiel schon 1933 einer Brandstiftung zum Opfer.

ORF-Fernsehauftritte
Natürlich ist die BMK Erl auch musikalisch ganz stark mit dem Passionsspiel des Ortes verbunden. Innerhalb der Blasmusikkapelle ist man aber auch auf die ORF-Fernsehauftritte bei "Mei liabste Weis" (Franz Posch) und bei "Klingendes Österreich" (Sepp Forcher) besonders stolz.

Wieser - nicht nur ein Name
Seit 1956 ist der Familienname Wieser unmittelbar mit der musikalischen Erler Ortsgeschichte verbunden. In diesem Jahr wurde der im Jahr 1933 in Strassen geborene Josef Wieser Lehrer und in weiterer Folge Volksschuldirektor. Der nunmehr pensionierte Volksschuldirektor war Leiter des Passionschores und Leiter des Kirchenchors, dem er bis heute noch vorsteht. Er war seit 1958 Kapellmeister der BMK Erl sowie seit 1959 über viele Jahrzehnte musikalischer Leiter der Passionsspiele. Oberstudienrat Josef Wieser wurde am 24. Oktober 2004 für seine besonderen Verdienste der Berufstitel "Professor" verliehen. Er hatte die Idee zur Gründung des Frauendreigesanges "Erler Sängerinnen" (Agnes Osterauer, Maria und Claudia Wieser). Er gilt zweifelsfrei als Erler Kultfigur.

Wieser folgt Wieser
Nach der Jahrtausendwende übernahm Josef Wieser Junior von seinem Vater die Geschicke des Kapellmeisters und ist auch seit heuer der Obmann der Bundesmusikkapelle Erl. Josef Wieser Junior war aber schon 1989 in Erscheinung getreten, als er mit Sepp Dresch, Sepp Kitzbichler und Bernhard Osterauer die "Erler Tanzlmusi" gründete. Jetzt soll es am 21. Mai gemeinsam mit den Nachbargemeinden aber vorerst einmal ein Feuerwerk der Musik geben.

Mehr zur "Blasmusik hoch drei" auf meinbezirk.at:
Die BMK Ebbs
Die BMK Niederndorf

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