Neuerungen beim Seniorenheim Wörgl

WÖRGL (mel). Bei der letzten Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag beschloss der Wörgler Gemeinderat einige Neuerungen für das Wörgler Seniorenheim.

Heimgebühren angehoben
Mit 2012 müssen die Angehörigen der Heimbewohner tiefer in die Tasche greifen: Die Heimgebühren werden um voraussichtlich 3,2% angehoben. Wird von der Landesregierung eine geringere Erhöhung genehmigt, wird die Stadt den Differenzbetrag entsprechend rückerstatten. Auch die Kosten für die Fremdleistungen (Essen und Fremdwäsche) werden analog der Heimgebühren und der darin enthaltenen geänderten Personalkosten für das Jahr 2012 um 3,2 Prozent angehoben.

Ehrenamtkoordination
Im Rahmen des Gesamtkonzeptes für die Zukunft der Pflege und Betreuung erfolgt eine Ausweitung der Informationen und Hilfestellen für hilfesuchende Angehörige sowie Bündelung und Ausweitung der vorhandenen Ressourcen der Ehrenamtlichen der Stadtgemeinde Wörgl. Dies geschieht in Form eines Ehrenamtkoordinators, der ab 1. März seine Stelle antreten wird.

Zubau frühestens 2016
Aufgrund der derzeitigen budgetären Situation wird der Zubau des Seniorenheims wahrscheinlich nicht vor 2016 beginnen. Der Gemeinderat beschloss daher, rund 40.000,- Euro in den Umbau des bestehenden Heims zu investieren. Konkret wird die Wohnstube erweitert und dafür der Friseur auf eine Station verlegt und das Pflegebad aufgelassen. Die Wohnstube auf der Station 2 wird ausgebaut und durch das bestehende Personal betreut. So können kurzfristig bis zu fünf Tagesbetreuungsplätze angeboten werden. Die zusätzliche Anstellung einer Heimhilfe erfolgt nach Auslastung und Bedarf.

Zwei der vier bestehenden Doppelzimmer werden rein für Kurzzeit- und Übergangspflege vorgesehen. Die Kapazität des Hauses liegt dann bei 120 Dauerplätzen für Wörgler und vier Kurzzeit- und Übergangspflegeplätzen für die Bevölkerung des Tiroler Unterlandes.

Beim betreuten Wohnen wird nun ein 4. Nachtdienst in Anspruch genommen und eine Nachtglocke installiert.

Um sowohl beim Sozialsprengel als auch beim Seniorenheim die Spitzenzeiten abzudecken, versuchen nun beide Institutionen, das Pflegepersonal auszutauschen, um Auslastungsschwankungen besser auszusteuern. Der Gemeinderat stand diesem Beschlussvorschlag skeptisch gegenüber, beschloss ihn aber trotzdem einstimmig. „Ich glaube nicht, dass dies in der Praxis reibungslos abläuft“, so VBgm. Evelin Treichl. Auch die FPÖ zeigt ihre Skepsis: „Ich bin mir nicht sicher, ob das funktionieren wird“, so Ekkehard Wieser. Richard Götz von den Grünen dazu: „Dieser Antrag ist sehr problematisch. Da sowohl beim Seniorenheim als auch beim Sozialsprengel Personalmangel herrscht, wird nicht plötzlich Überkapazität bestehen, damit man das Personal hin- und hertauschen kann.“

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