Mobilität
Niederndorfer tüftelt an Elektroauto ohne Batterie

Autos und das Tüfteln sind seine Leidenschaft: Der Niederndorfer Johann Kitzbichler arbeitet an einem Elektroauto, das ohne Batterie laufen soll.
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Hobby-Erfinder Johann Kitzbichler arbeitet derzeit daran, seine Idee von der "batterielosen Elektromobilität" umzusetzen und begibt sich damit auf die Spuren von Nikola Tesla. In fünf Jahren will er einen Oldtimer zu einem Elektroauto umbauen, das auch ohne Batterie auskommt. 

KUFSTEIN, NIEDERNDORF (bfl). "Es wäre soviel möglich", sagt Johann Kitzbichler aus Niederndorf. Der 59-Jährige ist eigentlich gelernter Tischler, hat sich aber schon von Kindesbeinen an der Tüftelei verschrieben. Vieles Möglich machen will er mit einer neuen Idee für die Elektromobilität: Er will seinen Oldtimer (Baujahr 1983) zu einem Elektroauto umbauen, das ohne Batterie fahren kann.  
Dabei ist dies nicht die erste Idee, die dem Niederndorfer gekommen ist. Ihm wurde das Herumbasteln an Autos schon in die Wiege gelegt, so hatte sein Vater bereits im Jahre 1970 einen elektrischen Fensterheber in seinem Auto installiert. Kitzbichler bastelte also schon als Kind und Jugendlicher in der "heimischen" Werkstatt mit. Herausgekommen sind im Laufe der Jahre dabei schon einige erstaunliche Ideen, die der Niederndorfer auch erfolgreich umsetzte. So präsentierte der Hobby-Erfinder im Jahre 2002 ein umgebautes Auto ohne Tür- und Zündschloss. Dieses konnte Kitzbichler dank seiner Erfindung nicht nur per Fernbedienung starten, sondern auch aufsperren – das aus einer Entfernung von bis zu zwanzig Metern. 2004 ließ er dann mit einem "Anti-Geisterfahrer-System" aufhorchen, im Jahre 2005 folgte eine im Auto eingebaute "Alkoholkontrolle".

Elektroauto ohne Batterie

Dennoch sucht der Hobby-Erfinder stets nach neuen Errungenschaften und Herausforderungen. Sein neuestes Projekt dreht sich um die "batterielose Elektromobilität", bei dem Kitzbichler mit seiner Idee das Autofahren ohne Batterie möglich machen will. Bereits vor dreißig Jahren startete er erste Überlegungen dazu. 
Das Funktionskonzept dafür hat Kitzbichler schon erstellt. Als Vorbild für seine Idee diente der serbisch-amerikanische Erfinder und Physiker Nikola Tesla, der bereits Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts ein Automodell entwickelt haben soll, das ohne Energiespeicher und ohne den üblichen Benzinmotor fahren konnte. Kitzbichler baute also für einen ersten Versuch ein Tischmodell, in dem er ein Schwungrad mit der dazugehörigen Elektronik aufbaute, um zu sehen, wie lange dies laufen würde. Tatsächlich lief dieses zwei Wochen lang. "Das Problem war nicht, wie lange ich ohne Batterie Autofahren kann, sondern wie komme ich nach einem Ampelstopp vom Fleck", erklärt Kitzbichler. 
Das Schwungrad selbst hat Kitzbichler später deswegen durch Kondensatoren ausgetauscht. Diese sollen laut dem Erfinder Reststrom speichern und so die Fahrt ohne Batterie ermöglichen. Nun ist er dabei, nach dem Tischmodell ein echtes Automodell zu bauen, um seine Idee zu verwirklichen. "Bei Menschen wie meinem Vater oder Nikola Tesla, da fiebert man gerne selbst ein bisschen nach, weil man wissen will, ob man mithalten kann", sagt Kitzbichler. Sein Ziel ist es, sein Elektroauto ohne Batterie innerhalb von fünf Jahren fertigzustellen. 

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