Pestzug in Rattenberg

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Wo: Fußgängerzone , 6240 Rattenberg auf Karte anzeigen

Mittelalterspektakel zu Rattenberg

**Erstmalig in Westösterreich - Großer Pestzug am 28. April ab 20.00 Uhr**

In Erinnerung an die drei großen Pestepidemien im Mittelalter (um 1350, 1512 sowie 1611 und 1612), bei denen auch Tirol stark betroffen war, wird bei unserem Mittelalterspektakel von ca. 100 historisch gekleideten Teilnehmern ein Begräbnis dieser dunklen Epoche nachgestellt.

Schwarz gekleidete Pestdoktoren mit Schnabelmasken, die zum Schutz vor dem schwarzen Tod mit Kräutern gefüllt waren, dürfen dabei genauso wenig fehlen wie weinende Klageweiber, Geißelbrüder, die sich selbst den Rücken peitschen, und ein von meist nicht freiwilligen Helfern gezogener Leichenwagen, auf den die Sterbenden und Toten geladen werden.

Wächter begleiten das schaurige Spektakel, und ein Geistlicher gibt den Kranken und Sterbenden den letzten Trost und erklärt am Ende des Zuges noch einmal die Geschichte des schwarzen Todes.
Bis heute ist nicht eindeutig geklärt um welche Krankheit es sich bei den Pestepidemien im Mittelalter wirklich gehandelt hat, bei denen in bestimmten Regionen bis zur Hälfte der Bevölkerung dahingerafft wurde. Man geht heute davon aus, dass es sich wahrscheinlich um die Beulen- bzw. Lungenpest gehandelt hat, aber auch andere übertragbare Krankheiten als "Schwarzer Tod" bezeichnet wurden.
Heilung für diese Seuchen gab es zu dieser Zeit keine und sogenannte Pestspitäler, die am Rande oder außerhalb der Ortschaften und Städte entstanden, dienten mehr der Quarantäne der Infizierten, als deren Pflege oder Genesung.
Begleitet wurden die Seuchen auch von Hungersnöten, da die Felder wegen fehlender Arbeitskräfte nicht richtig bestellt werden konnten und der Handel teilweise zum Erliegen kam.
Zur schnellen Bestattung wurden meist außerhalb der Ortschaften und Kirchhöfen sogenannte Pestfriedhöfe angelegt, um die Leichen möglichst schnell und teilweise in Massengräbern zu beerdigen.
Noch heute erinnern vielerorts sogenannte Pestsäulen und Sagen an eines der wohl dunkelsten Kapitel unserer Geschichte.

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