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Schneelage im Bezirk Kufstein

Nicht nur die FF Kirchbichl hatte es mit umgestürzten Bäumen und abbrechenden Ästen zu tun.
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  • Nicht nur die FF Kirchbichl hatte es mit umgestürzten Bäumen und abbrechenden Ästen zu tun.
  • Foto: ZOOM.Tirol
  • hochgeladen von Sebastian Noggler

BEZIRK (nos). Der starke Wintereinbruch hat den Bezirk Kufstein seit dem Dreikönigswochenende fest im Griff. Ergiebige Neuschneemengen sorgen in den vergangenen Tagen für zahlreiche Behinderungen auf den Straßen, einige exponierte höhere Tallagen sind nur noch schwer oder nicht mehr mit Fahrzeugen erreichbar. Einige Wege und Straßen sind aufgrund hoher Baumsturz- und Lawinengefahr gesperrt, vereinzelte Gebäude derzeit auf dem Straßenweg nicht zu erreichen.

Einen aktuellen Überblick für den Bezirk Kufstein finden Sie hier.
Die Straßen- und Schneesituation in ganz Tirol finden Sie hier.

BH Kufstein: "Vorsicht bei Aufenthalt im Freien!"

Aufgrund der anhaltenden Schneefälle sind in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel einige Bäume unter der Schneelast umgestürzt. Wege und Straßen mussten daher vorübergehend gesperrt werden. „Das Baubezirksamt Kufstein arbeitet intensiv gemeinsam mit den Feuerwehren an der Beseitigung der Hindernisse“, berichtet BH Christoph Platzgummer, der darauf hinweist, dass sich mit dem vermehrt feuchten Schnee die Situation noch weiter verschärfen kann: „Ich rate der Bevölkerung, diese Tage auf Waldspaziergänge zu verzichten und generelle Vorsicht im Freien walten zu lassen."

Erhöhte Baumsturzgefahr in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel

Neben umstürzenden Bäumen können auch abgetrennte Äste, die in der Regel mit der spitzen Bruchstelle voraus fallen, Verletzungen verursachen. Es wird auch davon abgeraten, in dieser Zeit im Wald zu parken oder mit dem Auto zu fahren. Seitens der Bezirkshauptmannschaften Kufstein und Kitzbühel wurden alle Vorkehrungen getroffen, um allfällige Schäden so schnell wie möglich zu beseitigen und Folgeschäden zu verhindern.
Aufgrund umstürzender Bäume kam es nicht nur zu zahlreichen Unterbrechungen von Verkehrswegen, sondern etwa auch zu einem Stromausfall in der Unteren Schranne: „Hier ist die TIWAG bereits dabei, die Schäden an der betroffenen Stromleitung zu beheben“, informiert BH Platzgummer.

Retter beobachten die Lage laufend

"Aufgrund der angekündigten Wetterlage haben wir in Absprache mit der Bezirkshauptmannschaft und der Leitstelle Tirol einige einsatztaktische Vorbereitungen im Bezirk getroffen", erklärt Bezirksrettungskommandant Florian Margreiter. Das Rote Kreuz hat für das Dreikönigswochenende einen zusätzlichen, durchgehenden Bereitschafts-RTW in Wörgl in Dienst gestellt, weitere Fahrzeuge auf den Wachen für den Einsatzfall in Vorhaltung genommen, "First Responder" in Thiersee und Wildschönau sowie gemeinsam mit der Bergrettung in Alpbach und Brandenberg organisiert, Konzepte für mögliche Versorgungseinsätze und geeignete Standorte für Notunterkünfte eruiert und sich mit dem BFV Kufstein über Transportkapazitäten verständigt. 25 Personen und fünf Fahrzeuge wurden zusätzlich in Dienst gestellt, die weiteren Rotkreuzmitarbeiter im Bezirk Kufstein waren seit Freitagabend in erhöhter Einsatzbereitschaft, so Margreiter.

Große Lawinengefahr, auch im Bezirk

Es besteht weiterhin Lawinengefahr der Stufe 4. „Abseits der Pisten ist nach wie vor mit einer großen Gefahr von Lawinenabgängen zu rechnen“, warnt Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndiensts der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz des Landes Tirol.
Über der Waldgrenze gilt aktuell Lawinenwarnstufe 4, die Tendenz zeigt in Richtung einer weiter ansteigenden Lawinengefahr. Anzahl und Grösse der Gefahrenstellen nehmen im Tagesverlauf zu, so der Tiroler Lawinenreport, zudem sind vor allem in Kammlagen, Rinnen und Mulden mittlere und vereinzelt grosse spontane Lawinen möglich. Mit stärker werdenden Schneefällen steigt die Auslösebereitschaft von spontanen trockenen Lawinen an. Unterhalb von rund 2.400 m sind mittlere und vereinzelt grosse Gleitschneelawinen zu erwarten, besonders an steilen Grashängen und an Sonnenhängen. "Touren und Variantenabfahrten erfordern sehr viel Erfahrung und grosse Zurückhaltung", so der Lawinenreport.

Winterdienste im Dauereinsatz

Die Mitarbeiter des Bauhofs waren am Dreikönigswochenende in Kufstein immer von 4 bis 22 Uhr im Einsatz mit vier großen Streufahrzeugen, drei Gehsteigfräsen, zwei Kramer-Ladern, einem großen Lader und zwei Traktoren mit Pflug. Auch auf externe Fahrzeuge griff die Festungsstadt zurück. Rund um die Uhr im Einsatz seit Samstag standen ein Dutzend Drei- und 4-Achser, vier Lader, Fräse und Aufschieber.
Die Freiwillige Feuerwehr Kufstein verzeichnete am Wochenende wetterbedingt 26 Einsätze und 1.700 Einsatzstunden, insbesondere mussten sich die "Floriani" um zahlreiche heruntergefallene Äste und umgestürzte Bäume kümmern.

500 Maschinenring-Landwirte im Winterdienst

Für die Beseitigung und den zügigen Abtransport der Schneemassen stehen tirolweit auch mehr als 500 Mitarbeiter des Maschinenring rund um die Uhr im Winterdiensteinsatz. Für die nächsten prognostizierten Schneefälle sei man gerüstet.

Landwirte aus der unmittelbaren Region halten Straßen, Gehwege, Bahnsteige und Parkplätze frei und gewährleisten so ein möglichst sicheres Vorankommen. Auch Salz kommt zum Einsatz, um einerseits Glättebildung zu verhindern und andererseits auch die Bildung einer neuen Schneedecke zu verzögern. Nahezu im gesamten Bundesland wird dieser Tage nicht nur PS-stark mit Traktoren für die Schneeräumung und Streuung gesorgt, auch mit Schneefräsen und Handschaufeln wird mit Hochdruck gearbeitet. Besonderes Augenmerk wurde in den vergangenen beiden Tagen auf den Abtransport des zusammengeschobenen Schnees gelegt, wie Maschinenring-Geschäftsführer Hannes Ziegler berichtet: „Die großen Mengen an Schnee führen auf Straßen und Wegen zu beengten Situationen und an Kreuzungen und bei Ausfahrten auch für eine schlechte Einsicht. Hier gilt es, den Schnee schnellstmöglich abzutransportieren und auf geeigneten Plätzen zu deponieren. Auch aufgrund der prognostizierten weiteren Schneefälle in den kommenden Tagen muss schnellstmöglich Platz geschaffen werden.“

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