SchulSanis helfen professionell

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WÖRGL (mel). Gemeinsam mit der HAK/HAS Wörgl begannen die Johanniter mit dem Vorzeigeprojekt „SchulSanis“. Hierbei wurden 16 Schüler der HAK Wörgl umfassend von den Johannitern geschult, um im Ernstfall den Mitschülern bis zum Eintreffen der Rettung oder der Schulärztin professionelle Erste Hilfe zu leisten.

„Die Idee hinter diesem Projekt ist nicht nur, dass die SchulSanis Erste Hilfe leisten können, sondern auch, dass den Schülern Zivilcourage vermittelt wird. Handeln statt wegschauen, das kann Leben retten“, erklärt die Projektleiterin Johanna Gierlinger von den Johannitern. Mit ihren über 600 Schülern passieren in der HAK/HAS Wörgl fast täglich kleinere Unfälle, meistens beim Turn- oder Werkunterricht. Die SchulSanis bekamen eine fundierte Ausbildung vermittelt. „Zuerst besuchten die Schüler einen sechsstündigen Erste-Hilfe-Grundkurs, dann kam eine 16-stündige Spezialausbildung zu den in Schulen häufig auftretenden Verletzungen, wie z.B. Schnittwunden, Kopfverletzungen und Sportverletzungen“, so Johanna Greitlinger. Die HAK/HAS erklärte sich sofort bereit, die Ausbildungskosten von insgesamt rund 1.000,- Euro zu übernehmen. „Weil die Schüler freiwillig ihre Zeit opfern und von diesem Vorhaben jeder profitiert, wollten wir den SchulSanis natürlich keine Steine in den Weg legen und haben ihnen die Ausbildungskosten finanziert“, sagt Direktor Harald Chesi.

Die 16 SchulSanis teilen sich in Gruppen auf, jede Woche tritt eine andere Gruppe den Dienst an. „Die diensthabenden SchulSanis dürfen im Unterricht ihre Handys einschalten und werden im Notfall von uns kontaktiert“, sagt Direktor Chesi. Auch die Organisation des Schulsanitätsdienstes nehmen die SchulSanis selbst in die Hand. „Monatlich finden Treffen mit uns Johannitern statt, damit uns die SchulSanis Feedback geben können und ihre Kenntnisse in Erste Hilfe im Rahmen von regelmäßigen Fortbildungen auffrischen und verbessern können“, so der Johanniter Volker Schäfer. Dieses in Österreich noch einzige Projekt könnte bald an mehreren Schulen umgesetzt werden. „In Deutschland gibt es bereits einige Schulen mit Schulsanitätsdienst, jedoch ist er dort mehr mit den Johannitern verknüpft. Wir haben bereits Anfragen von anderen österreichischen Schulen bekommen und werden daran arbeiten, den Schulsanitätsdienst an allen größeren Schulen zu installieren“, so Gierlinger abschließend.

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