DOWAS
Stadt Kufstein hat ein neues Sozialberatungsangebot – mit Video

LRin Gabriele Fischer, Jennifer Cox, Leiter Oliver Altmayer und Daniela Knoll (v.l.) vor der neuen DOWAS Sozialberatungsstelle am Unteren Stadtplatz 9 in Kufstein.
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  • LRin Gabriele Fischer, Jennifer Cox, Leiter Oliver Altmayer und Daniela Knoll (v.l.) vor der neuen DOWAS Sozialberatungsstelle am Unteren Stadtplatz 9 in Kufstein.
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DOWAS Sozialberatungsstelle Kufstein eröffnet am Unteren Stadtplatz und will kostenlose Beratung sowie Hilfe für Menschen in finanziellen Nöten bieten. 

KUFSTEIN (bfl). Vor Ort und mobil, vielfältig und vernetzt. Unter diesem Motto öffnete die DOWAS Sozialberatungsstelle Kufstein kürzlich ihre Pforten. Sie soll von nun an all jenen Menschen eine Hilfe sein, die in finanziellen Notlagen sind oder Hilfe bei der Wohnungssuche bzw. dem Wohnungserhalt brauchen – das auch im Tiroler Unterland. 
Die Abkürzung DOWAS steht für "Durchgangsort für Wohnungs- und Arbeitssuchende", den dahinterstehenden Verein – "Verein zur Förderung des DOWAS" – gibt es bereits seit 1975. Beraten wurde bislang hauptsächlich in Innsbruck, aber auch in Imst. Vor zwei Jahren trat dann die Kufsteiner Initiative "Gemeinsam Helfen" an DOWAS heran. Seit dem 15. April 2021 gibt es nun auch eine DOWAS Sozialberatung in Kufstein, am Unteren Stadtplatz 9. 

"Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass auch Personen – und vor allem Familien – gegenwärtig in finanzielle Not geraten können, die über ein geregeltes und abgesichertes Einkommen verfügen", sagt LRin Gabriele Fischer.
  • "Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass auch Personen – und vor allem Familien – gegenwärtig in finanzielle Not geraten können, die über ein geregeltes und abgesichertes Einkommen verfügen", sagt LRin Gabriele Fischer.
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Dabei handelt es sich um ein kostenloses Angebot, das unbedingt geschafften werden muss, zeigt sich Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) anlässlich der Eröffnung in Kufstein überzeugt. Mit rund 250.000 Euro pro Jahr stützt das Land Tirol den Betrieb dieser Beratungsstelle komplett. Damit will das Land eine flächendeckende regionale Beratung von Menschen in Notsituationen sicherstellen. "Man hat hier einfach ein Beratungsangebot, das ganz fundiert und niederschwellig ist", sagt Fischer. Das Thema sei ein schwieriges, denn es gehe um die tiefsten Nöte und Sorgen von Menschen.

Existenzsicherung und Wohnungsfragen

Die großen Themen, mit denen sich DOWAS beschäftigt, sind Existenzsicherung, Wohnungssuche bzw. Wohnungserhalt und Anmietung von Wohnungen. Die Einrichtung hilft auch in vielen anderen Belangen, wie beispielsweise beim Kontakt mit Behörden, bei Schulden oder der Arbeitssuche. Ein zentrales Thema ist auch die Mindestsicherung – gerade hier habe es auch bei DOWAS in Innsbruck viele Anfragen aus dem Tiroler Unterland gegeben. 
Die Zielgruppe ist breit gefächert, Hilfe bieten will man Jugendlichen ab 14 Jahren, jungen Erwachsenen, alleinstehenden Frauen und Männern, Paaren aber auch Familien. Wichtig sei dabei, dass der Zugang niederschwellig sei, erklärt Oliver Altmayer, Leiter der DOWAS Sozialberatungsstelle Kufstein.
"Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der es Menschen leicht fällt, hier herein zu kommen" erklärt Altmayer. Das Ziel ist, die Notlage rechtzeitig zu beheben. "Wir wollen die Leute früh erreichen und sie dabei unterstützen diese Notlage zu beheben", so Altmayer weiter. 

"Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der es Menschen leicht fällt, hier herein zu kommen" erklärt Oliver Altmayer.
  • "Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der es Menschen leicht fällt, hier herein zu kommen" erklärt Oliver Altmayer.
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Beratungsangebot steht allen offen 

Die Türen der Beratungsstelle mit ihren drei Mitarbeitern in Kufstein stehen jedem offen – das betonen sowohl die Soziallandesrätin als auch der Leiter der Stelle. Das Angebot werde dringend gebraucht, vor allem, wenn man bedenkt, dass in der Regel tatsächlich dreißig Prozent jener Menschen, die Ansprüche auf Mindestsicherung hätten, diesen nicht geltend machen – aus verschiedensten Gründen, Unwissenheit, aber auch Scham spielt für viele eine Rolle. Dabei ist die Mindestsicherung ein Rechtsanspruch.
Bedeutend ist das Thema auch in Hinblick auf die Corona-Pandemie und ihre Folgen, betont Fischer. Sie rechnet damit, dass es besonders ab dem Herbst noch mehr Bedarf geben könnte. 
Zuerst will die Beratungsstelle in Kufstein erst einmal ankommen und sich etablieren. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte auch eine mobile Beratung in der gesamten Region folgen.

Mehr zum Angebot findest du auf www.dowas.org oder auf www.mindestsicherungtirol.at.
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