Generalversammlung
Unterinntaler Musikbund versammelte sich in Söll

Der Ausschuss sowie Vertreter des Unterinntaler Musikbundes mit Landesverbandsobmann-Stellvertreter Raimund Winkler (3.v.l.), Bezirks-Kapellmeister Oswald Mayr (5.v.l.) und Bezirks-Obmann Sebastian Neureiter (6.v.l.) bei der Generalversammlung in Söll.
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  • Der Ausschuss sowie Vertreter des Unterinntaler Musikbundes mit Landesverbandsobmann-Stellvertreter Raimund Winkler (3.v.l.), Bezirks-Kapellmeister Oswald Mayr (5.v.l.) und Bezirks-Obmann Sebastian Neureiter (6.v.l.) bei der Generalversammlung in Söll.
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74 Vertreter aus den Musikkapellen des Unterinntaler Musikbundes blickten bei Generalversammlung in Söll in altes und neues Vereinsjahr.

SÖLL (bfl). In Tracht und Uniform kamen Musikanten aus dem Musikbezirk in den Morgenstunden des 24. Februar in Söll zusammen und begannen den Tag mit der Feier der heiligen Messe in der Pfarrkirche Söll. Anlass dafür war die darauffolgende Generalversammlung des Unterinntaler Musikbundes. 74 Funktionäre und Vetreter aus 21 Musikkapellen folgten der Einladung zur Versammlung und wagten im Gasthof Post einen Rückblick über das vergangene Jahr und einen Ausblick auf bevorstehende Termine. Im Fokus standen neben der Jugendarbeit unter anderem der Kapellmeistermangel und das bevorstehende Bezirksmusikfest in Söll.
Die Statistiken für das Jahr 2018 erweisen sich für den Unterinntaler Musikbund als durchaus positiv: Die 21 Kapellen im Musikbezirk zählten im Jahr 2018 insgesamt 1.188 Mitglieder. Es sind dies zwar 35 weniger als im Jahr davor, der leichte Rückgang dürfte sich laut Bezirks-Obmann Sebastian Neureiter aber aus einer kürzlich durchgeführten, gründlichen Auffrischung "alter" Mitglieder-Datenbanken ergeben. Im Schnitt rückt jede Kapelle 74 Mal pro Jahr aus.
Als sehr erfreulich bezeichnete der Bezirksausschuss auch die Entwicklung in der Jugendarbeit. Derzeit sind beinahe 500 Jugendliche mit einem Instrument in Ausbildung.  Neben vereinseigenen Jugendkapellen gibt es im Bezirk zudem viele Musikschulblasorchester, die aus einer guten Zusammenarbeit mit den Musikschulen resultieren. Im Jahr 2018 absolvierten Musikschüler 121 Leistungsabzeichen – gemessen von Juni 2017 bis Juli 2018. Seit Beginn der Aufzeichnungen hinsichtlich der Leistungsabzeichen wurden bereits 4.139 derselben überreicht.

Mangel an Kapellmeistern ist Thema

Bezirks-Kapellmeister Oswald Mayr kam in seinem Bericht auf die Kapellmeisterausbildung zu sprechen. Obwohl das Angebot an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Kapellmeister in Tirol ausgesprochen gut sei und in den letzten acht Jahren 215 Kapellmeister ausgebildet wurden, herrsche unter den Kapellen trotzdem ein Mangel hinsichtlich der musikalischen Leitung vor. Statistiken zeigen, dass ein Kapellmeister im Durchschnitt nur sechs bis sieben Jahre in seinem Amt bleibt. Dies führt Oswald unter anderem auf einen generellen, höheren beruflichen Druck zurück.
Bei der diesjährigen Generalversammlung konnte Oswald nun von einer Maßnahme berichten, die er selbst bereits seit vielen Jahren beim Landesverband beantragt und verfolgt hat. Der Landesverband nahm nun erstmals neben der bestehenden fachlichen und dirigentischen Ausbildung eine psychologische Komponente in die Kapellmeisterausbildung auf. Hierbei geht es in der Ausbildung um den Umgang mit Menschen.
Hinsichtlich des Bezirkswertungsspieles, das am 28. April im Kultur Quartier in Kufstein stattfinden wird, plädierte Oswald dafür, dies nicht zu sehr als einen Wettbewerb anzusehen. Viel mehr ginge es für die Musikkapellen darum, ein Feedback zu erhalten und Kritik von einer unabhängigen Jury anzunehmen, um sich dadurch musikalisch weiterentwickeln zu können.
Als Vorschlag brachte Mayr an für das im Jahr 2020 stattfindende Landeswertungsspiel in Innsbruck ein Bezirksblasorchester mit Musikanten mit "vierzig plus" zusammenzustellen.

Jungmusiker-Festabend und Bezirksmusikfest

Bezirks-Obmann Sebastian Neureiter appellierte in seinem Bericht an die Funktionäre, die neue Datenschutzverordnung einzuhalten und ernstzunehmen. Er hob zudem den Stellenwert des Festabends für Jungmusiker besonders hervor, bei dem die Jugendlichen erspielte Leistungsabzeichen verliehen bekommen. "Es ist der erste Kontakt der Jugendlichen, der Eltern, der Musikkapelle und der politischen Vertreter", so Neureiter. Dieser erste Kontakt sei ausschlaggebend für einen Zugang zur Musikkapelle.
Gegen Ende der Sitzung gab der Obmann der BMK Söll, Günther Abart, einen Überblick über das bevorstehende Bezirksmusikfest von 2. bis 4. August. Der nächste Termin für die Funktionäre steht bereits am 10. März an, wenn die Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol in Innsbruck im Haus der Musik über die Bühne geht.

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