Hochwasserschutz
Wasserverband Mittleres Unterinntal steht vor Gründung

13 Gemeinden befinden sich innerhalb des Projektgebiets für den Hochwasserschutz im Mittleren Unterinntal.
  • 13 Gemeinden befinden sich innerhalb des Projektgebiets für den Hochwasserschutz im Mittleren Unterinntal.
  • Foto: Land Tirol
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

Mit Münster trat nun die letzte von den 13 Gemeinden dem Wasserverband freiwillig bei. 

BEZIRK SCHWAZ, BEZIRK KUFSTEIN (red). Der Wasserverband Mittleres Unterinntal steht vor seiner Gründung. Anders als im Unteren Unterinntal scheint dieser die volle Unterstützung aller 13 involvierten Gemeinden zu genießen.
So hat die Gemeinde Terfens Ende Mai 2019 den Anfang gemacht und den Beitritt zum Wasserverband Mittlers Unterinntal im Gemeinderat beschlossen. Im September hat nun auch der Gemeinderat in Münster einen entsprechenden Beschluss gefasst. „Somit sind alle 13 für die Umsetzung des Hochwasserschutzes im Mittleren Unterinntal notwendigen Gemeinden an Bord. Die Gründungsversammlung für den Wasserverband wird noch heuer erfolgen“, freut sich der Schwazer Bezirkshauptmann Michael Brandl, anlässlich eines Infotreffens des Wasserverbandes. Brandl koordiniert die Vorbereitungsarbeiten für den Wasserverband.
Auch der Schwazer Bürgermeister und Obmann des Planungsverbandes Schwaz-Jenbach und Umgebung, Hans Lintner, begrüßt die Entwicklung: „Unser Ziel ist es, die Menschen zu schützen und die Güter zu bewahren. Auf Basis des breiten Schulterschlusses zwischen 13 Gemeinden gehen wir nun die Umsetzung der Schutzmaßnahmen an.“

Schutz für 1.500 Gebäude

Der Hochwasserschutz für 1.500 Wohn- und Betriebsgebäude ist wie flussabwärts im Unteren Unterinntal auch im Mittleren Unterinntal zwischen Terfens und Reith i. A. nur gemeindeübergreifend möglich. Den Wasserverband braucht es, da der Schutz vor Naturgefahren in die Kompetenz der Gemeinden fällt. Im Verband kann das Projekt weiter ausgearbeitet werden, aber auch für die Errichtung des bereits in Planung befindlichen Hochwasserschutzes ist der Verband notwendig. Diesem werden neben den 13 Gemeinden im Projektgebiet auch die Infrastrukturträger Asfinag, ÖBB, Tiwag und die Landesstraßenverwaltung angehören.
Um die Bevölkerung vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis zu schützen, müssen Schutzbauten errichtet oder erhöht werden. Damit das dadurch verdrängte Wasser im Hochwasserfall kontrolliert abfließen kann, sind vier optimierte Retentionsräume in Schwaz/Buch, Rotholz, Stans/Jenbach und Münster vorgesehen. Diese Flächen werden bei einem Hochwasser bereits jetzt in natürlichem Zustand überflutet.

Erste Maßnahmen in Jenbach

Anfang Dezember werden die Verbandsgemeinden in einem Planungstreff über weitere Planungsschritte entscheiden. Als erste Maßnahme soll der Hochwasserschutz für das Gewerbegebiet Jenbach inklusive des Retentionsraums Stans/Jenbach umgesetzt werden. Für diesen Teilbereich haben bereits umfangreiche Abstimmungen mit den betroffenen Grundeigentümern, der Tiwag und den hauptbetroffenen Betrieben stattgefunden. In Jenbach ist der Handlungsbedarf deshalb besonders groß, weil das Gebiet im Hochwasserfall sehr früh überflutet wird und das Schadenspotenzial im Gewerbegebiet sehr hoch ist.

Weitere Beiträge zum Thema Hochwasserschutz im Unteren Unterinntal finden Sie hier.

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