Transit im Bezirk Kufstein
Barbara Thaler will Druck aufbauen

Die Tiroler EU-Abgeordnete Barbara Thaler legte bei einem Tourstopp in Ebbs dar, wie sie sich auf EU-Ebene für eine Lösung des Transitproblems im Bezirk Kufstein einsetzen will.
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  • Die Tiroler EU-Abgeordnete Barbara Thaler legte bei einem Tourstopp in Ebbs dar, wie sie sich auf EU-Ebene für eine Lösung des Transitproblems im Bezirk Kufstein einsetzen will.
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Die Tiroler EU-Abgeordnete Barbara Thaler: Mögliche Mehreinnahmen bei Aufschlägen für Wegekosten sollen für regionale Verkehrslösungen verwendet werden.

EBBS, BEZIRK KUFSTEIN (bfl). Die Coronakrise hat sich noch nicht verabschiedet. Der Verkehr kommt aber bereits wieder und rollt beinahe so, wie vor Corona durch die Straßen des Bezirks Kufstein. Die Tiroler EU-Abgeordnete Barbara Thaler will sich innerhalb der EU dafür einsetzen, die Verkehrsprobleme in der Region bestmöglich zu lösen. Welche Hebel die aus Thiersee stammende EU-Abgeordnete dafür zur Verfügung hat, verriet sie kürzlich in einem Pressegespräch zum Thema "Transit" in Ebbs. 
Die Verkehrsbelastung komme nach der Corona-Krise schneller zurück, als allen lieb sei, räumt Thaler gleich zu Beginn ein. Vor einem Jahr wurde sie mit 38.000 Vorzugsstimmen direkt in das Europäische Parlament gewählt, um in Europa eine starke Stimme für das transitgeplagte Tirol zu sein. Auch ein Jahr später, will sie die Tiroler Anliegen in Brüssel vertreten. Eines der größten dieser Anliegen ist das Transitproblem in Tirol. "Das Thema ist langfristig nur auf Europäischer Ebene lösbar", zeigt sich Thaler überzeugt.

Höhere Wegekosten für Mehreinnahmen

Eine Chance, hier Einfluss zu nehmen sieht Thalter bei den Trilog-Verhandlungen zur Wegekostenrichtlinie im Herbst. Dabei geht es darum festzulegen, wie hoch die Gebühren sein werden, die für die Benutzung von Straßen durch LKW bzw. Nutzfahrzeuge erhoben werden. Dort wird die Tiroler EU-Abgeordnete Verhandlungsführerin der größten Fraktion im Europäischen Parlament sein. Somit nimmt sie gemeinsam mit dem deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer (auf der Ratsseite) und der Verkehrskommissarin Adina Valean am Verhandlungstisch Platz. Die Verhandlungen zur Wegekostenrichtlinie sollen auch für Thalers Heimatbezirk Kufstein positive Auswirkungen haben. Durch Erhöhungen der Aufschläge zur Grundmaut bei LKW-Fahrten will Thaler Mehreinnahmen erreichen. Diese – so lautet Thalers Vorschlag – könnten dann zumindest teilweise in der Region verwendet werden. "Eine Idee wäre, dass man einen Teil dieser Mehreinnahmen regional für die Lösung von Verkehrsproblemen bindet", so Thaler. 

Brennerbasistunnel bleibt zentrales Thema

So könnte dadurch zum Beispiel in der Gemeinde Erl bei der Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel investiert werden. Die Gemeinde bevorzugt ja die sogenannte gelbe Variante für die Trassenführung mit Tunnel. Dieser würde aber mehr kosten. Wenn man die Mehreinnahmen in der Wegekostenrichtlinie regional binde, könne man konkret in Erl die Tunnellösung ansetzen, schlägt Thaler vor. "Damit könnte man die Probleme, die der Verkehr vor Ort schafft, auch regional lösen", sagt Thaler. 
Dabei steht die EU-Abgeordnete der Europäischen Kommission, was das Transitproblem in Tirol betrifft, durchaus kritisch gegenüber: "Die Europäische Kommission hätte meiner Meinung nach schon viel früher auf die Einhaltung der Verträge pochen müssen." Das spielt auch in die Diskussion rund um den Brennerbasistunnel und dessen Nordzulauf mit hinein. Denn dieser soll zur Lösung des Transitproblems beitragen. "Der Brennerbasistunnel ist das Paradeprojekt, das auch die Lösung sein kann – durch die Verlagerung auf die Schiene", sagt Thaler. Dazu müsse allerdings die Schiene attraktiver gemacht werden.
Was den Grenzstau in und rund um Kufstein betrifft, sei es durchaus legitim, über die Wiedereinführung von verkehrsbeschränkenden Maßnahmen (wie zum Beispiel Abfahrverbote) zu sprechen, sagt Thaler.

Mehr Beiträge zum Thema Transit in Tirol finden Sie hier.

Thaler: "Die EU ist kein Bankomat"
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