Infotafeln zeigen Zeitverlust

Gabriele Lutter, ASFINAG: "Wir hoffen, dass sich durch die Infotafeln viele eine Vignette kaufen."
  • Gabriele Lutter, ASFINAG: "Wir hoffen, dass sich durch die Infotafeln viele eine Vignette kaufen."
  • hochgeladen von Carmen Kleinheinz

KUFSTEIN (ck). Während an vielen (politischen) Fronten weiter darum gekämpft wird, dass auch nach dem 1. Dezember die Autobahn bis Kufstein Süd noch mautfrei benutzt werden kann, hat die Asfinag eine Vertreterin nach Kufstein geschickt. Im Gepäck hatte Gabriele Lutter, Geschäftsführerin der Asfinag Maut Service GmbH, einige Maßnahmen, die aus der Sicht der Asfinag die Flucht von Autofahrern von der Autobahn durch das Kufsteiner Stadtgebiet und die Umlandgemeinden eindämmen soll.
Die Asfinag plant, bereits auf bayerischer Seite elektronische Informationstafeln neben der Autobahn aufzustellen. Dieses Kufsteiner Vorinformationssystem soll die Autofahrer darüber informieren, wie viel Zeit sie verlieren, wenn sie nicht auf der Autobahn bleiben, sondern abfahren. Um den willigen Autofahrern den Kauf einer Vignette zu erleichtern, will man die Verkaufsstellen in Kiefersfelden ausbauen.

Krumschnabel vorsichtig
Lutter bei ihrem Besuch in Kufstein: "Wir wollen die Kufsteiner nicht im Stich lassen. Ich habe diese Maßnahmen gestern auch mit dem Kufsteiner Bürgermeis-ter besprochen." Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie) zu dem Gespräch: "Natürlich werden wir die Vorschläge der Asfinag in den entsprechenden Gremien diskutieren. Ich will die Kontrollen weiterhin verhindern, aber man muss auch überlegen, welche Gegenmaßnahmen man setzen kann, wenn bis Dezember keine Lösung gefunden wurde. Die Asfinag ist ja nicht unser Gegner, sondern wenn, dann die Politik." Vorsichtig ist er, was weitere Maßnahmen betrifft: "Ich habe eine Mappe mit Ideen von der Asfinag bekommen, zum Beispiel auch mit dem Vorschlag, einige Kreisverkehre zur Entlastung umzubauen. Aber das muss man skeptisch hinterfragen."
Sowohl NR Josef Lettenbichler (ÖVP) als auch NR Carmen Gartelgruber (FPÖ) können den Vorschlägen der ASFINAG nichts abgewinnen. Gartelgruber empört: "Die rechnen ja schon mit dem Stau in Kufstein!"

Treffen mit Bures
Eine positive Wende erhofft sich Krumschnabel durch ein Treffen mit Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ). Die beiden treffen sich am 21. August in Alpbach. "Ich werde darauf beharren, dass sich Bures die Situation vor Ort anschaut und nach Kufstein kommt", gibt sich Krumschnabel kämpferisch. So könne Bures sich selbst ein Bild von den lokalen Gegebenheiten machen.

ZITATE:

Bgm. Martin Krumschnabel (Parteifreie): "Die ASFINAG ist ja nicht unser Gegner, sondern wenn, dann die Politik."

NR Josef Lettenbichler (ÖVP): "Diese Tafeln ändern nichts an dem Grundproblem. Der Schlüssel ist Minis-terin Doris Bures."

Links zu letzten Beiträgen zur Mautdebatte:
Beitrag vom 7. August: http://www.meinbezirk.at/kufstein/politik/mautdebatte-offener-brief-der-freiwilligen-feuerwehr-kufstein-d651046.html
Beitrag vom 24. Juli: http://www.meinbezirk.at/kufstein/politik/mautdiskussion-resolution-vom-kufsteiner-gemeinderat-einstimmig-verabschiedet-d632784.html
Beitrag vom 10. Juli: http://www.meinbezirk.at/kufstein/politik/mautdebatte-runder-tisch-d628684.html
Bericht vom 3. Juli: http://www.meinbezirk.at/kufstein/politik/besuch-von-bures-gefordert-d621777.html
Bericht vom 26. Juni: http://www.meinbezirk.at/kufstein/politik/maut-eklat-bei-kufstein-verkehrskollaps-ab-dezember-d610521.html

Autor:

Carmen Kleinheinz aus Kufstein

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