Wechsel an "grüner" Spitze im Bezirk
Iris Kahn ist neue Bezirkssprecherin der Grünen in Kufstein

Iris Kahn (Mitte) löst Nicole Schreyer (li.) als neue Bezirkssprecherin ab. Mit im Bild: LA Georg Kaltschmid.
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WÖRGL/BEZIRK (bfl). Die Grünen im Bezirk Kufstein haben mit Iris Kahn eine neue Bezirkssprecherin. Die 45-jährige Wörglerin wurde bei der Bezirksversammlung der Grünen mit 100 Prozent Zustimmung gewählt und löst damit Nicole Schreyer als Bezirkssprecherin der Grünen ab.
Schreyer, die sechseinhalb Jahre das Amt innehatte hat sich damit aus der Tagespolitik komplett zurückgezogen, ist jedoch noch in strategischen Themen in Tirol und auf Bundesebene involviert. Schreyer ist weiterhin Delegierte des Bezirkes für den Bundeskongress und im erweiterten Bundesvorstand für die Tiroler Grünen.
Iris Kahn ist derzeit Lehrerin an der Fachberufsschule für Wirtschaft und Technik in Kufstein sowie Dozentin an der Pädagogischen Hochschule in Innsbruck und war bereits im Herbst 2017 Spitzenkandidatin bei der Nationalratswahl in den Wahlkreisen der Bezirke Kitzbühel und Kufstein.

Sozial- und Bildungspolitik im Visier

Als neue Bezirkssprecherin der Grünen im Bezirk Kufstein will sie vor allem zwei Schwerpunkte setzen. Zum einen geht es Kahn um die Sozial- und Bildungspolitik, da, so Kahn, zu viele "auf der Strecke bleiben". Die Bezirkssprecherin setzt damit thematisch den Fokus auf das geringe Durchschnittseinkommen und die immer weiter werdende Einkommensschere in Tirol ein. Auch viele soziale Vereine im Bezirk, seien mit massiven Einbußen konfrontiert, da die Bundesregierung auch in diesem Bereich Kürzungen vornehme, sagt Kahn.
"Für uns besteht die Möglichkeit diese Fälle zu dokumentieren und in der Bevölkerung dafür ein Bewusstsein schaffen, dass es in Wahrheit derzeit nur mit den Grünen einen echten solidarisch und fair agierenden Grünen-Pol zur derzeitigen Bundesregierung gibt", sagt Kahn.

Verkehrssituation im Bezirk

Der zweite Schwerpunkt liegt für die Bezirkssprecherin bei dem Thema Verkehr, wobei Kahn einerseits die Verkehrssituation in Wörgl und andererseits jene in Kufstein anspricht. "Wir finden, die Situation in Wörgl unerträglich, genauso wie in Kufstein selber", sagt Kahn. Die Grünen planen eine Blockade der Autobahn zu machen, um auf die massive Beeinträchtigung der Lebensqualität aufmerksam zu machen und ein Zeichen zu setzen. Man müsse hier auch an Versprechungen zu Lösungsansätzen erinnern, die beispielsweise von FPÖ-NR Carmen Schimanek in den Raum gestellt wurden.
Kahn spricht sich auch gegen das von FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer Projekt für ein Tempolimit 140 km/h auf Teilstrecken der Autobahn. Ein höheres Tempolimit würde neben höheren Schadstoffausstößen auch einen höheren Energieverbrauch von E-Autos bedeuten. "Wir wollen auch keine Politik für Lobbyisten aus Teilen der Wirtschaft und insbesondere des Transportgewerbes", sagt Kahn.

Weitere Themen im Bezirk

Bezüglich der Stadt Wörgl will Kahn weg von einer autodominierten Stadt und will sich Lebensräume, die "weggenommen" wurden, wieder zurückholen. Kahn spricht sich gegen eine weitere Ansiedlung von Betrieben am West- und Ostende der Stadt und ist für einen Ausbau der Radwege, um die Innenstadt attraktiver zu machen. Grundsätzlich seien die Grünen dafür die Nordumfahrung der Stadt fertig zu bauen, jedoch ist dies momentan aus ihrer Sicht finanziell nicht umsetzbar.
Weitere Themen seien die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung im Bezirk. Ein Ziel sei es mindestens ein bezirksübergreifendes Projekt pro Jahr zu machen. Zudem ist eine "Statt Plastik" Aktion geplant, bei der gezielt versucht wird Plastikverpackung im Bezirk zu vermeiden. Auch die Situation von Hundehaltern im Bezirk soll unter die Lupe genommen werden.
"Ich möchte tatkräftig dazu beitragen, dass sich unser aller Leben verbessert und das kann nur gelingen wenn wir den grünen Forderungen auch Namen und Gesichter geben", sagt Kahn.
"Es ist wichtig, dass wir eine starke grüne Bezirkssprecherin haben, gerade im Bezirk Kufstein", sagt LA Georg Kaltschmid abschließend.

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