Müllinseln sorgen für Unmut

Wenn es nach den Stadtwerken geht, sollen solche "Müllhalden" in Zukunft von der Bildfläche verschwinden.
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  • Wenn es nach den Stadtwerken geht, sollen solche "Müllhalden" in Zukunft von der Bildfläche verschwinden.
  • Foto: Stadtwerke Wörgl
  • hochgeladen von Melanie Haberl

WÖRGL (mel). Im gesamten Wörgler Stadtgebiet gibt es derzeit 72 Müllsammelstationen. Die Bestückung der Sammelinseln reicht vom einzelnen Papiercontainer bis hin zur Vollausstattung (Altpapier, Karton, Weißglas, Buntglas, Metalle, Kunststoff). Mit diesen Sammelinseln wollen die Stadtwerke den Bürgern zum Wertstoffhof ein zusätzliches Service zur Abfallentsorgung anbieten. "In letzter Zeit häuften sich jedoch die Beschwerden der Anrainer über verdreckte Müllstationen, Lärm- und Geruchsbelästigung sowie Mülltourismus", beklagt Stadtwerke-Chef Reinhard Jennewein. Auch hätte es schon Vandalenakte wie brennende Container gegeben. Aus diesem Grund haben sich die Stadtwerke ein Konzept überlegt, die Müllstationen nach und nach abzubauen.

Abschaffung in vier Stufen
Die Stadtwerke wollen schrittweise gute Alternativen zu den Sammelinseln einführen. In den einzelnen Stufen wären die Einführung eines Holsystems von Altpapier, die Ausdehnung der Öffnungszeiten beim Wertstoffhof, ein Holsystem von Wertstoffen für pflegebedürftige Menschen und der Ersatz der Container für Metallverpackungen und Altglas angedacht.
Bei der Präsentation im Gemeinderat waren die Mandatare geteilter Meinung. "Ohne Sammelstationen müssten die Wörgler, die kein Auto besitzen, ihren Müll mit dem Rad oder dem Bus zum Wertstoffhof bringen", kritisiert VBgm. Evelin Treichl (ÖVP). Von allen Seiten gelobt wurden jedoch die Holsysteme und die Altglascontainer, die künftig bei Supermärkten aufgestellt werden könnten.
GR Christian Kovacevic (SPÖ) spricht sich für Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung aus: "Die Müllstationen sind zum Teil ein unschöner Anblick und verursachen oft starke Lärm- und Geruchsbelästigung. Wir müssen jedoch versuchen, die Bürger stärker für das Thema zu sensibilisieren, bevor man sie alle 'bestraft' und ihnen die Inseln wegnimmt. Vielleicht sollte man auch nur die verdreckten Sammelstellen entfernen oder überarbeiten." Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhard Jennewein hat sich bei der Gemeinderatssitzung vor allem für die Anrainer der stark verschmutzten Sammelstellen eingesetzt und hat dem Gemeinderat eine Unterschriftenliste vorgelegt, in der die Anwohner die Abschaffung der Müllinseln fordern.

Nochmalige Bearbeitung
Bei der Sitzung vergangenen Donnerstag wurde der Antrag für die Neuorganisation der Müllinseln in den Aufsichtsrat der Stadtwerke zurückgestellt. Das Konzept wird neu überarbeitet und dann anschließend wieder dem Gemeinderat vorgestellt.

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