VIDEO: Kufsteins Volkspartei nach zwanzig Jahren unter neuer Führung

Toni Rieder (li.) übergibt nach 20 Jahren die Obmannschaft der Kufsteiner Volkspartei an LA Hannes Rauch.
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  • hochgeladen von Christian Mey

Zwanzig Jahre war Toni Rieder die maßgebliche Figur in der Kufsteiner Volkspartei und entwickelte die Partei zur stärksten Kraft im Kufsteiner Gemeinderat. Er hiefte Herbert Marschitz 1992 auf den Bürgermeistersessel und sorgte dafür, dass dieser 18 Jahre im Amt blieb. Doch die Obmannschaft von Toni Rieder hatte mit der verlorenen Gemeinderatswahl im Februar dieses Jahres auch ihre Schattenseiten.

Umso deutlicher viel die Abrechnung mit seinen Mitstreitern aus: "Wir hatten schon im Herbst eine Umfrage, die deutlich zu erkennen gab, dass eine Wechselstimmung vorlag", so Toni Rieder. Obwohl 78% der Kufsteiner eine starke Führung wünschten, wollten 76% einen neuen politischen Kurs. "Mehr als die Hälfte davon waren sogar ÖVP-Wähler", so Rieder weiter. Für ihn war also klar, dass die Kufsteiner Volkspartei ein neues, junges Team unter der Führung von Herbert Marschitz aufstellen sollte. Insbesondere deshalb, weil die bisherigen Mandatare sehr unbekannt waren. "Doch Marschitz wollte keine Änderung", so Rieder weiter in seiner Abschiedsrede. Und das obwohl Landesgeschäftsführer Hannes Rauch vehement versucht hatte, Marschitz zu einer Kursänderung zu überreden. Grund genug für Toni Rieder, sich aus dem Wahlkampf zurückzuziehen, obwohl dafür von der Stadtpartei insgesamt 81.300 € aufgewendet wurden.

Letztlich wurde der erste Wahldurchgang verloren und Marschitz´ Atlatus Hannes Bodner fand "in mir schnell einen Schuldigen, weil in meinem Wahlkreis beim Lahntalerhof auffallend viele ungültige Stimmen abgegeben wurden", so Rieder in Richtung Bezirksparteiobmann Bodner. Trotzdem entschied sich Rieder im Stichwahlkampf wieder mit einzugreifen. "Wir haben dann sogar selbst plakatiert, nur vom Team Marschitz haben wir dabei niemanden getroffen", ärgert sich Rieder. "Ich habe auch bis heute noch nicht verstanden, welchen Zweck die Ankündigung von Walter Mayr und Hannes Bodner im Stichwahlkampf gehabt haben soll, dass beide gehen, wenn Marschitz bleibt, aber bleiben, wenn Marschitz geht."

"Man darf bei Wahlen nicht auf die Strahlkraft der Spitzenkandidaten vertrauen. Siegen kann man nur als Mannschaft", mahnte Rieder in Hinblick auf die nächsten Wahlen. "Jetzt bleiben fünf Jahre um diese Scharte auszumerzen." Er freue sich aber, dass er Hannes Rauch als neuen Obmann gewinnen konnte und dieser mit 95% der Stimmen gewählt wurde. Dessen Stellvertreter sind Mag. Alexandra Einwaller, Fritz Obholzer und DI Anton Rieder jun.

Hannes Rauch indes richtet den Blick klar in die Zukunft und will sich als Stadtparteiobmann auch in die Arbeit der Gemeinderatsfraktion einbringen. "Wir werden uns konstruktiv und positiv präsentieren", so Rauch, der auch nicht ausschließen möchte, selbst für das Bürgermeisteramt zu kanditieren: "Man darf in der Politik niemals nie sagen", so Rauch im Interview mit den BEZIRKSBLÄTTERN.

Autor:

Christian Mey aus Kufstein

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