Warten auf neue Pläne

Hinter diesen alten Mauern ist das Stadttheater  bisher untergebracht.
  • Hinter diesen alten Mauern ist das Stadttheater bisher untergebracht.
  • hochgeladen von Carmen Kleinheinz

KUFSTEIN (ck). Schon seit Monaten wird in Kufstein über den Bau eines neuen Stadttheaters gesprochen, das die Anforderungen der verschiedenen Kulturvereine erfüllen soll. Viele Politiker, wie auch die fünf Kufsteiner Kulturvereine, sprachen sich für das Integrieren des Stadttheaters in das Innenstadt-Quartier aus. Dieser Komplex wird ab Herbst 2013 von der Firma Bodner im Bereich des jetzigen Laad-Hauses errichtet. Nachdem die Politik im Frühjahr eine Reduktion der Kosten von ursprünglich 5 Mio. auf 3 Mio. anstrebte, will man nun eine "große Lösung": Ein großer Saal für rund 500 Personen soll auch Kongresse ermöglichen, ein Stadttheater soll darin integriert werden. Derzeit sind die Architekten damit beschäftigt, diese Idee umzusetzen. Mit den ausgearbeiteten Plänen rechnet man bis Mitte November.

"Nicht voreilig schießen"
Verhalten ist die Reaktion auf diese Pläne beim Kufsteiner Stadttheater. Obfrau Hildegard Reitberger gegenüber dem Bezirksblatt: "Wir haben uns ein kleines Theater mit ansteigender Bestuhlung gewünscht. Das lässt sich bei einem gro-ßen Saal sicher schwer realisieren. Glücklich bin ich darüber nicht, denn es besteht die Gefahr, dass der Saal dann wieder nicht wirklich für uns geeignet ist." Trotzdem will man jetzt erst einmal abwarten und sich dann in Ruhe die Pläne anschauen. "Man darf nicht voreilig schießen", so Reitberger.
Kulturreferent und Vizebürgermeister Walter Thaler (FPÖ) stellt klar, dass es einen Saal für große Veranstaltungen brauche, es müssten aber am Ende auch die Kulturvereine mit dem Projekt einverstanden sein. Vizebürgermeister Richard Salzburger (ÖVP), dessen Fraktion die neue Lösung ins Spiel gebracht hat: "Das ursprüngliche Projekt wäre nur für das Stadttheater interessant und ideal gewesen. Mit einem großen Saal kann man auch die Kufstein Arena entlas-ten. Ich bin sehr optimistisch, dass wir für dieses Projekt eine Mehrheit erreichen. Um die Auslastung des Saals mache ich mir keine Sorgen." Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie), der sich immer klar für ein Stadttheater ausgesprochen hat, will langfristig denken und sieht in dem Projekt eine große Chance für die Stadt.
Die Bürgerliste Horst Steiner befürchtet durch die neuen Pläne eine Kostenexplosion und hält weiterhin daran fest, dass man das alte Kulturhaus umbauen soll. Steiner fordert zudem eine Analyse, um den Bedarf für einen weiteren großen Saal zu erheben.

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