Einbringungen
Wörgler Stadtverwaltung gibt Bürgern keine Eingangsbestätigung per-E-Mail

Der Wörgler Gemeinderat genehmigte die neue Einbringungsverordnung mit einer Gegenstimme.
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Der Eingang von E-Mails oder Formularen im Wörgler Stadtamt wird – zumindest in elektronischer Form – Absendern nicht bestätigt. Grund dafür sind fehlende technische Voraussetzungen.

WÖRGL (bfl). Im Rahmen der letzten Wörgler Gemeinderatssitzung wurde eine neu ausgearbeitete Einbringungsverordnung für das Stadtamt genehmigt. Das Kuriose daran: Eingangsbestätigungen für Online Formulare oder E-Mails mit Anhängen sind aus technischen Gründen im System der Wörgler Stadtverwaltung derzeit "nicht möglich".
In der Einbringungsverordnung geht es um die rechtswirksame Einbringung von Schriftstücken bzw. "Einbringungen" an das Stadtamt – und deren technische Vorraussetzungen. Es wird also zum Beispiel festgelegt, welche Formate Anhänge haben dürfen. Da die alte Verordnung aus dem Jahre 2010 stammt, hatte die Stadtamtsdirektion nun eine neue Einbringungsverordnung ausgearbeitet. Diese sollte nun im Rahmen der letzten Wörgler Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 22. Mai beschlossen werden.
Richard Götz (Wörgler Grüne) merkte dabei an, dass es laut dieser Verordnung keine automatische Bestätigung für Eingänge im Amt gebe. Schicken Bürger also Online-Formulare oder E-Mails mit Anhängen an das Stadtamt, bekommen sie derzeit keine automatische Eingangsbestätigung per E-Mail, dass diese überhaupt eingegangen sind. "Das würde ich mir wünschen, dass man daran arbeitet, dass so etwas möglich wäre", sagte Götz in der Gemeinderatssitzung.
Darüber hinaus werden derzeit Anhänge, die nicht lesbar oder vom Spamfilter als bedenklich gekennzeichnet werden, automatisch gelöscht – ohne den Absender darüber zu informieren. Dies sei "mittlerweile State of the Art", erklärte Stadtamtsdirektorin Simone Riedl. Es gebe hier fehlerhafte Dateien, bei denen es riskant sei, diese zu öffnen. Wer also auf Nummer sicher gehen wolle, sollte eine Einbringung "persönlich" oder per Post erledigen. Eine Einbringung per EDV allein sei immer mit einem gewissen Risiko behaftet.

Technisches Rüstzeug fehlt

Dabei scheitere dies an den technischen Mitteln, bestätigten sowohl die Stadtamtsdirektion sowie Bgm Hedi Wechner, die sich nach der Gemeinderatssitzung in einer Stellungnahme noch einmal dazu äußerte. Es stimme, dass dem elektronischen System in der Wörgler Stadtverwaltung dafür das "derzeit nötige technische Rüstzeug" fehle. "Nicht wahr ist allerdings, dass seitens der Stadtamtsverwaltung die Wörgler Bürger darüber im Ungewissen gelassen werden. Denn sämtliche Mitarbeiter des Stadtamtes sind angehalten, derartige Löschungen dem Absender umgehend mitzuteilen (per E-Mail, Telefon), damit diesen aus einer allfälligen Löschung kein Schaden entsteht (Fristenversäumnisse etc.)", so Wechner in der Stellungnahme. Zudem sei bereits seit einigen Monaten eine „Projektgruppe-Website“ mit dem Problem befasst. Im Rahmen einer Website-Neugestaltung, so die Bürgermeisterin, solle für dieses Problem eine Lösung gefunden werden.

Weitere Themen

Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurde aber auch der Beitritt der Stadtwerke Wörgl GmbH zum "Wasserverband Brixentaler Ache" behandelt und letztendlich einstimmig "empfohlen". Neben den Gemeinden (Angath, Wörgl, Kirchbichl, Itter, Hopfgarten, Westendorf und Brixen im Thale) sind auch Infrastrukturträger Mitglieder im Verband. Während Bund und Land für die Beiträge achtzig Prozent übernehmen, sind zwanzig Prozent von den Stadtwerken zu bezahlen. Demnach würden sich laut den geschätzten Projektkosten für die Stadtwerke 17.669 Euro netto ergeben. Die Gesamtkosten liegen bei rund 15 Millionen Euro. Von den insgesamt 16 Stimmen im Verband, ist für die Stadtwerke Wörgl GmbH eine Stimme vorgesehen.
Die Stadt erwirbt zudem auf Grund von Platzmangel im Stadtamt für 210.000 Euro eine angrenzende Wohnung in der Speckbacherstraße. Damit könnten für das Stadtamt vier bis fünf zusätzliche Büros geschaffen werden, hieß es in der Gemeinderatssitzung.

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