Überbrückungskredit
Wörgler Wave bekommt Unterstützung

Der Wörgler Gemeinderat stimmte in einer außerordentlichen Sitzung mehrheitlich dafür, der Wörgler Wasserwelt ein Darlehen von 500.000 Euro zu gewähren.
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  • Der Wörgler Gemeinderat stimmte in einer außerordentlichen Sitzung mehrheitlich dafür, der Wörgler Wasserwelt ein Darlehen von 500.000 Euro zu gewähren.
  • Foto: Magdalena Gredler
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Der Überbrückungskredit über 500.000 Euro für das Wörgler Wave wurde bei der Gemeinderatssitzung am 9. Juli mit 19 Ja-Stimmen beschlossen. 

WÖRGL (red). Die Wörgler Wasserwelt – das Wave, sorgte in der letzten Gemeinderatssitzung am 2. Juli für Unstimmigkeiten. Deshalb berief die Bürgermeisterin Hedi Wechner einen außerordentliche Gemeinderatssitzung am Donnerstag, den 9. Juli ein. Dort sollte entschieden werden, ob man dem Wave einen Überbrückungskredit in der Höhe von 500.000 Euro gewährleistet. Dieser soll ausschließlich für die Aufrechterhaltung des Betriebs verwendet werden. Das betrifft unter anderem die Löhne der rund siebzig Mitarbeiter, sowie laufende Betriebskosten und weitere, durch die Corona-Krise verursachte Schäden. Zu der außerordentlichen Sitzung erschien auch der Geschäftsführer der Wasserwelt Andreas Ramsauer, um die derzeitige Situation des Wave noch einmal genau zu erläutern. Auch die Zuschauerplätze blieben bei dieser Versammlung nicht frei, denn einige Mitarbeiter der Wasserwelt ließen es sich nicht nehmen, Ramsauer bei der Gemeinderatssitzung zu unterstützen. 

Derzeitige Ausgangslage der Wasserwelt 

Vor Beginn der Corona-Krise habe das Wave die beste Wintersaison in der Geschichte verzeichnet, rein betrieblich habe es keinerlei Probleme gegeben, wie Geschäftsführer Ramsauer erklärte. Die Gästezufriedenheit sei hoch gewesen und die Besucherzahlen auf einem Höchststand. Gegenüber dem Jahr 2019 standen in den ersten Monaten 18,4 Prozent mehr Besucher und 25,4 Prozent mehr Umsatz in den Büchern, so Ramsauer. Durch die Pandemie blieb das Wave zehn volle Wochen geschlossen. 13 Wochen war die Reisefreiheit eingeschränkt, was bedeutet, dass die Wasserwelt so gut wie keine Touristen besuchten. Aktuell sind Freibad, Sportbad, zwei Rutschen, Bathai, die Wintergartenlagune und das Restaurant täglich von 9:00 bis 20:00 Uhr zu einer Sonderpreisliste geöffnet. Ab 31. Juli soll die Saunaresidenz geöffnet werden, sofern das die aktuelle Pandemiesituation Ende Juli zulässt. Damit wären achtzig Prozent der Anlagen wieder in Betrieb.  Ramsauer versprach, dass er versuchen werde, den Überbrückungskredit von 500.000 Euro bis Mitte 2021, mit Zinsen zurückzubezahlen. In diesem Vorhaben zeigte sich der Geschäftsführer optimistisch und fügte hinzu: "Warum glaube ich, dass wir das können? Weil wir es in der Vergangenheit auch schon konnten und wir schon Summen in durchaus ähnlicher Höhe zurückbezahlt haben." 

"Die Wörgler Wasserwelt ist wie nahezu die gesamte Wirtschaft und alle Tourismusbetriebe massiv von der Corona-Krise betroffen. Zehn Wochen war der Betrieb komplett gesperrt, die Reisefreiheit war 13 Wochen nicht gegeben, aktuell ist die Nachfrage im Tourismus verhalten und auch in den kommenden Monaten ist mit erheblich weniger Nachfrage zu rechnen als im gleichen Zeitraum 2019. Die Kosten lassen sich in Bädern nicht unendlich reduzieren Heizung, Lüftung, Reinigung, Grundmannschaft, etc., daher benötigt das Wave, wie alle Bäder und fast alle Wirtschaftsbetriebe, eine Überbrückungsfinanzierung, um vorrangig Gehälter und Betriebskosten zu bezahlen",

sagte Wave Geschäftsführer Ramsauer. 

Nach Kredit keine Unterstützung mehr für Wave

Michael Riedhart (Junge Wörgler Liste) will den Überbrückungskredit unterstützen, weil in erster Linie auch für ihn und die Partei zähle, dass die Mitarbeiter bezahlt werden können. Trotzdem würden weitere Anträge bezüglich des Wave keine Unterstützung mehr von den ÖVP-Listen erhalten, solange der Gesellschaftervertrag nicht abgeändert wird. Bisher war der Aufsichtsrat der Wörgler Stadtwerke für die Wasserwelt zuständig. Riedhart fordert nun aber einen separaten Aufsichtsrat für das Wave. Er schlägt vor die Anteile abzuändern, um das Wave wieder in Besitz der Stadt Wörgl zu bringen – neunzig Prozent für die Stadt und zehn Prozent für den Tourismusverband. Nach dieser Aussage machte sich Unruhe im Gemeinderat breit. "Aber das ist heute nicht Gegenstand der Diskussion, sondern heute ist nur Gegenstand der Diskussion einen Betriebsmittelkredit zu beschließen, um eine Liquiditätsüberbrückung zu gewährleisten. Wir können selbstverständlich über alles reden, aber die Unruhe die sich im Saal breit gemacht hat, zeigt mir, dass nicht alle so wirklich damit einverstanden wären, einen Gesellschaftervertrag jetzt zu ändern", entgegnete Bgm. Hedi Wechner.

Kredit gewährleistet 

Mit 19 Ja-Stimmen beschloss der Gemeinderat am Ende der Sitzung, der Wörgler Wasserwelt ein Darlehen von 500.000 Euro mit einer Laufzeit von maximal zehn Jahren zur Liquiditätsstärkung zu gewähren. 

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Wörgler Wave spaltet den Gemeinderat
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