2984 Saisonkarten im ersten neuen Liftjahr verkauft

Thomas Ebner, Wolfgang Gschwentner, Helmut Gattringer, Markus Atzl und Johann Mauracher (v. l.) an der Talstation des Kaiserlifts.
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KUFSTEIN (nos). "Der Mai hat sich dann schon gut angelassen", meinte Markus Atzl, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Kufstein, trotz der 16 Regentage im Wonnemonat zur Startphase des erneuerten Kaiserlifts. Besonders erfreut zeigte er sich einerseits über das "überwältigende Ausmaß" verkaufter Saisonkarten und andererseits über die zahlreichen Schulen, Betriebe und Gebietskörperschaften, die dieses Jahr das "Naturjuwel Kaisergebirge" für Ausflüge und Wandertage ausgewählt hatten. Aus dem gesamten Bezirk, dem grenznahen Bayern und bis aus Innsbruck kamen Schulklassen zur Fahrt mit der Einer-Sesselbahn.

Kooperationen funktionieren

"So wie es ausschaut, werden wir am Saisonende eine schwarze Null schreiben können", so Atzl, "die Investition ist leider nicht zu verdienen". Mitverantwortlich für die Kostendeckung sind die 2984 verkauften Saisonkarten, die sich besonders als Kombi-Karten mit Freibad- und Hechtsee-Eintritt großer Beliebtheit erfreuten. Atzl sieht zwar einen Teil der Käufe als "Solidaritätsbeitrag" der Kufsteiner, glaubt aber auch, dass die Zahlen im kommenden Jahr annähernd gleich bleiben dürften. Auch der Karten-Verbünde wie mit der "Kitzbüheler Alpen Card" oder der Saisonkarte der Ellmauer Bergbahnen trugen zur Auslastung bei. Überhaupt habe sich die Partnerschaft mit den Bergbahnen Ellmau/Going "sehr sehr positiv ausgewirkt", meinte Atzl. Er habe "durchwegs positive Rückmeldungen" bekommen, besonders zur Freundlichkeit des Peronals. "Die Stadtwerke haben ein außerordentlich gutes Image dadurch erhalten", freut sich der Prokurist.

Vorverkauf startet am 9. November

"Vor der Saison ist nach der Saison", erklärte Wolfgang Gschwentner, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Kufstein. Planungen und Beratungen laufen bereits, von 9. November bis zum 29. Jänner 2016 werden im Kartenvorverkauf wieder ermäßigte Tickets (für Erwachsene um 60 statt 85 Euro) angeboten. Als besonderes Zuckerl gibt's zur Saisonkarte ein Gutscheinheft mit zwölf Bons im Wert von 30 Euro, zur Verfügung gestellt von der Gastronomie in und um das Naturjuwel. "50 Prozent der Saisonkarte subventioniert also die Gastronomie", scherzte Gschwentner, der sich wie alle Beteiligten über den Beitrag der Wirte freut.
Mehrere Treffen mit den Gastronomen sowie anderen Interessengruppen, etwa den Jägern, und ein Workshop zur Entwicklung des Angebots im Naturjuwel standen auf der Agenda des Stadtmarketings. Eine "naturnahe Gestaltung und Bespielung", "nichts Lautes und Hektisches" setzten die Verantwortlichen dabei in den Fokus. Eine Nutzung als Mountainbike- und Downhill-Zentrum sei laut Thomas Ebner endgültig "vom Tisch". Dies sei von den Interessengruppen nicht gewünscht und zudem Naturschutzrechtlich nicht machbar.
Stattdessen sollen die Besucher mittels eines "Leitsystems", also verbesserter Beschilderung, gezielter über ihre Möglichkeiten ab der Bergstation informiert werden. "Lehrreiches" in Richtung Naturbeobachtung wollen Stadtmarketing und Tourismusverband anbieten. "Viele wissen nicht einmal, dass wir da oben im Naturschutzgebiet sind", meint Johann Mauracher, Obmann des TVB Ferienland Kufstein. 500.000 Euro wendet der TVB kommendes Jahr für "eine ordentliche Beschilderung" im gesamten Verbandsgebiet auf, auch im Kaisergebirge. Potenzial sieht Mauracher im Wandergebiet genügend, "aus dem Almdorf etwas zu machen, wäre ein Highlight", meinte er. Plätze zur Naturbeobachtung könnten auch ein Anreiz für internationale Reisegruppen sein, "China ist ein Markt über den man nachdenken muss", so Mauracher. Es gehe ihm aber nicht um Besuchermassen, sondern darum, Natur erlebbar zu machen.

"Rekordfahrer" geehrt

Helmut Gattringer aus Kufstein ist einer der knapp 3.000 Saisonkartenbesitzer und war seit der Eröffnung im Mai mittlerweile 55 mal mit dem Sessellift unterwegs. Damit er dem Lift auch in der kommenden Saison die Treue hält, bekam er als "Meistfahrer" einen Gutschein für die Saisonkarte 2016 sowie einen Rucksack, gefüllt mit einer anständigen Jause. "Das Wohnzimmer Gottes da oben" hat es dem wanderfreudigen Pensionisten besonders angetan.

Autor:

Sebastian Noggler aus Kufstein

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