RBK Generalversammlung
Banker erwarten "Abkühlung im Bezirk" auf ein "moderates Wachstum"

400 Projekte aus Sport, Kultur und Sozialbereich wurden 2018 mit insgesamt rund 200.000 Euro gefördert.
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  • 400 Projekte aus Sport, Kultur und Sozialbereich wurden 2018 mit insgesamt rund 200.000 Euro gefördert.
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Die Raiffeisen Bezirksbank Kufstein (RBK) betreibt zwischen Rettenschöss und Brandenberg insgesamt 18 Bankstellen und beschäftigte zu Jahresende 2018 insgesamt 197 Mitarbeiter. Zur Generalversammlung der Genossenschaftsbank konnte der Vorstand 202 Mitglieder und zahlreiche Gäste begrüßen sowie auf ein "wiederum durchaus erfolgreiches Jahr" zurückblicken.

BEZIRK/KUFSTEIN (nos). Direktor Michael Misslinger begrüßte die insgesamt rund 230 Anwesenden im Kulturquartier und berichtete als Vorstand von einem "wiederum durchaus erfolgreichen Jahr" für die RBK, die in "ruhigeres Fahrwasser als in den Jahren zuvor" gekommen sei, nicht zuletzt wegen des herrschenden Niedrigzinsumfelds und steigender Regularien der Finanzmarktaufsicht, so Misslinger. Die Wirtschaft befinde sich "gefühlt auf dem Höhepunkt des Konjunkturumfelds", stellte Misslinger in den Raum und verdeutlichte die Wirtschafts- und Gestaltungskraft im Bezirk anhand des jüngst veröffentlichten "Zukunftsrankings", wo sich Kufstein österreichweit an dritter Stelle findet – die BEZIRKSBLÄTTER berichteten.
Schattenseiten der wirtschaftlichen Entwicklung sieht der Bankvorstand im "logischen Ausfluss der dynamischen Bevölkerungsentwicklung", nämlich den steigenden Immobilien- und Grundpreisen im Bezirk. Das bescherte der Immobiliensparte der RBK auch das bisher beste Jahresergebnis, die Kredit- und Finanzierungsgeschäfte stiegen um rund 10 Prozent, etwa 400 Wohnbauprojekte wurden 2018 von der RBK mit insgesamt rund 60 Millionen Euro finanziert. Hieraus entstehe eine "nachhaltig positive Auswirkung auf Ertrag und Risiko", so Misslinger. Ein "sehr gutes Zeugnis in Hinblick auf Geschäftsmodell und Risikolage" habe auch eine Prüfung der Finanzmarktaufsicht ausgestellt. 

Konjunktur flaut etwas ab

Direktor Michael Rieser gab anschließend einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019, in dem die RBK ein Abschwächen der internationalen Konjunktur und damit auch eine "Abkühlung im Bezirk" auf ein "moderates Wachstum" erwartet. Das Niedrigzinsumfeld werde wohl erhalten bleiben, meint Rieser: "Das sind weniger gute Nachrichten für unsere Sparkunden, dafür aber gute für unsere Kreditnehmer."
Auch bei der RBK verändern sich die Kundenbedürfnisse hin zu alternativen Beratungsmöglichkeiten, etwa im Videochat anstatt in der Bankstelle und digitalen Abschlussmöglichkeiten. Darum treibe die RBK heuer das Projekt "Digitale Regionalbank" weiter voran.

Die wichtigsten Eckdaten

Das Jahresergebnis präsentierte Direktor Peter Hechenblaickner: Die Bank verfügt bei einer Bilanzsumme von 1,304 Milliarden Euro (+7,3 Prozent) über eine Eigenkapitalausstattung von 133,97 Millionen. Dies entspricht einer Steigerung um 6,9 Millionen gegenüber dem Vorjahr und überschreitet die gesetzliche Mindestanforderung deutlich.
919,8 Millionen Euro (+81,5 Millionen) werden in Form von Krediten in die Region investiert und 1,035 Millionen (+18 Millionen) als Einlagen verwaltet – eine beachtliche Steigerung um 72,8 Millionen Euro angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus. Sowohl das Betriebsergebnis (8,11 Millionen Euro, +38,61 Prozent) als auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (8,5 Millionen Euro, -0,67 Prozent) liegen deutlich über dem Durchschnitt der Tiroler Raiffeisenbanken. 896.929,54 Euro weist die RBK als Bilanzgewinn aus, rund 105.000 Euro davon wurden auf Beschluss der Generalversammlung verzinst und an die Eigentümer ausgeschüttet, die übrigen rund 790.000 Euro in die Rücklagen überführt.

Eine "sehr angenehme Aufgabe" hatte Raiffeisen-Verband-GF Peter Sapl, der den "sehr guten" Revisionsbericht vorzutragen hatte. In Abschluss-, Bank- und Gebahrungsprüfung wurde eine "fundierte Risikotragfähigkeit" bescheinigt. "Der Eigenmittel-Sollwert wird um rund 70 Prozent überschritten", so Sapl. Zu beanstanden hatten die Prüfer nichts, die Funktionäre wurden dementsprechend einstimmig entlastet.

Alle Beiträge zum Thema Raiffeisen Bezirksbank Kufstein finden Sie hier.

400 Projekte aus Sport, Kultur und Sozialbereich wurden 2018 mit insgesamt rund 200.000 Euro gefördert.
Gute Stimmung unter den Bankvorständen
Autor:

Sebastian Noggler aus Kufstein

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