Top in Tirol
Fünf Prozent der Neuzulassungen im Bezirk Kufstein sind E-Autos

Fünf Prozent aller im ersten Halbjahr 2019 im Bezirk Kufstein neu zugelassenen Pkw waren Elektroautos, weiß der VCÖ.
  • Fünf Prozent aller im ersten Halbjahr 2019 im Bezirk Kufstein neu zugelassenen Pkw waren Elektroautos, weiß der VCÖ.
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Der Bezirk Kufstein war im heurigen ersten Halbjahr Tirols E-Auto-Hochburg bei den Neuwagen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. An zweiter Stelle folgt der Bezirk Kitzbühel, an dritter der Bezirk Lienz. Im Bundesland-Vergleich liegt Tirol hinter Vorarlberg und der Steiermark an dritter Stelle.

BEZIRK KUFSTEIN (red). Fünf Prozent der neu zugelassenen Pkw waren im ersten Halbjahr 2019 im Bezirk Kufstein E-Autos. Das ist in Tirol der höchste Wert und österreichweit der neunt höchste, so eine aktuelle VCÖ-Analyse. Nicht zuletzt aufgrund der Aktivitäten von "Greenstorm Mobility" in Kufstein, einem der mengenmäßig größten einzelnen Inhaber von E-Auto-Zulassungen in Österreich – die BEZIRKSBLÄTTER berichteten – kam dieses Ergebnis zustande.

"Dass in den Regionen der E-Auto-Anteil höher ist als in der Stadt ist auch österreichweit zu beobachten. E-Autos sind für Regionen besonders gut geeignet. In den großen Städten ist aus Umweltsicht und aus Gründen der Platzeffizienz der Öffentliche Verkehr die beste E-Mobilität", meint VCÖ-Experte Markus Gansterer.
Österreichweit wurden im 1. Halbjahr 4.904 E-Autos neu zugelassen, das waren nur 2,8 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen. Mit 67.719 wurden fast 14 Mal so viele Diesel-Pkw neu zugelassen und mit 96.137 rund 19 Mal so viele Benzin-Pkw.

"Obwohl der Kauf von E-Autos sehr stark direkt und indirekt gefördert wird, nimmt ihr Anteil nur sehr langsam zu. Das liegt daran, weil keine regulierenden und steuerlichen Maßnahmen bei den Diesel- und Benzin-Fahrzeugen umgesetzt wurden. Wenn die Energiewende im Verkehr nicht massiv beschleunigt wird, droht Österreich ein teures Scheitern bei den Klimazielen"

Markus Gansterer, VCÖ

Firmenwagen als "größter Hebel"

Neben der allgemeinen Einführung einer CO2-Steuer mit Öko-Bonus sollen die vorhanden Steuern und Abgaben im Kfz-Bereich eine viel stärkere Klimaschutz-Komponente erhalten, den größten Hebel sieht der VCÖ bei den Firmenwagen. Sechs von zehn Neuwagen werden auf Firmen oder andere juristische Personen zugelassen. "Pkw, die laut Herstellerangaben mehr als 120 Gramm CO2 emittieren, sollen nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden können. Spritfresser sind nicht betriebsnotwendig", betont Gansterer. Auch die Klimawirkung der NoVA könne verbessert werden. Die bestehende Malus-Grenze, ab der pro Gramm CO2 ein Fixbetrag zu bezahlen ist, sei für den VCÖ von derzeit 250 Gramm CO2 auf zumindest 180 Gramm CO2 zu senken.

Plan für Ausstieg aus Diesel und Benzin

Darüber hinaus brauche Österreich einen konkreten Ausstiegsplan aus Diesel und Benzin, meint der VCÖ. Die Daten des Umweltbundesamts sollen zeigen, dass E-Pkw mit österreichischem Strom-Mix im Schnitt um rund 60 Prozent weniger CO2 pro Personenkilometer verursachen als Benzin- oder Diesel-Pkw, meint der VCÖ. Inklusive Fahrzeug- und Batterieherstellung, Energiebereitstellung und Recycling verursache ein E-Pkw 84,5 Gramm Treibhausgase pro Personenkilometer, Pkw mit Verbrennungsmotor im Schnitt 216,5 Gramm.

VCÖ: Im Bezirk Kufstein war heuer jeder 20. Neuwagen ein E-Auto

Anteil E-Pkw an Pkw-Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2019 (Anzahl neuzugelassene E-Pkw):

  • Bezirk Kufstein: 5,0 Prozent (110)
  • Bezirk Kitzbühel: 4,0 Prozent (51)
  • Bezirk Lienz: 3,3 Prozent (20)
  • Bezirk Schwaz: 3,1 Prozent (50)
  • Bezirk Landeck: 3,1 Prozent (19)
  • Innsbruck: 3,0 Prozent (104)
  • Bezirk Imst: 3,0 Prozent (36)
  • Bezirk Innsbruck-Land: 2,2 Prozent (81)
  • Tirol-Durchschnitt: 2,9 Prozent (ges. 485)
  • Wien Innere Stadt: 11,4 Prozent (95)
  • Wien Neubau: 10,7 Prozent (23)
  • Wien Mariahilf: 9,8 Prozent (23)
  • Wien Alsergrund: 6,4 Prozent (19)
  • Bezirk Waidhofen / Thaya: 6,1 Prozent (30)
  • Bezirk Bregenz: 5,8 Prozent (120)
  • Bezirk Graz Umgebung: 5,7 Prozent (132)
  • Wien Josefstadt: 5,4 Prozent (7)
  • Bezirk Kufstein: 5,0 Prozent (110)
  • Bezirk Steyr Land: 5,0 Prozent (41)
  • Bezirk Liezen: 4,9 Prozent (92)
  • Bezirk St. Johann im Pongau: 4,6 Prozent (61)
  • Bezirk Baden: 4,6 Prozent (114)

Quelle: Datafact, VCÖ 2019

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