24.03.2016, 10:54 Uhr

Schlossbergspiele starten die Saison

Obfrau Claudia Lugger, Regisseur Helmut Häusler und Hauptdarsteller Lukas Schwarz. (Foto: Grießenböck)

Mit Peter Pan will der Rattenberger Theaterverein seinen Zusehern ein ungewöhnliches Spektakel bieten. Der Junge der nie erwachsenwerden will, wird neu in Szene gesetzt.

RATTENBERG. Obfrau Claudia Lugger setzt im kommenden Sommer auf einen sehr bekannten Stoff. Mit „P. Pan“ von Helmuth Häusler nach dem Roman von James M. Barrie will der Schlossberg wieder neue Wege beschreiten. Weg von der realen, historischen Darstellung, hin zur surrealen und modernen Inszenierung lautet die Devise.

Verjüngtes Ensemble voller Tatendrang

Seit Anfang Jänner probt Regisseur Helmut Häusler mit dem Schlossberg-Ensemble. Die lange Probenzeit müsse auch sein, so der Regisseur, denn heuer steht ein großes Spektakel auf dem Programm. Viele neue Gesichter, darunter einige Kinder, werden „Peter Pan“ auf die Bühne stemmen. 45 Sprechrollen, ein surreales Bühnenbild und eine moderne Inszenierung sollen dem bekannten Stoff zu neuem Glanz verhelfen. „Es freut mich, dass wir so viele neue und junge Spieler in unseren Reihen begrüßen dürfen“, sagt Claudia Lugger. Der Großteil des Ensembles ist zwischen 16 und 25 Jahren. Damit wird dem alteingesessenen Theaterverein eine Verjüngungskur verpasst.

Kein Märchen für Erwachsene

Warum man sich aber gerade für dieses Stück am Schlossberg entschieden hat, bringt Helmut Häusler auf den Punkt. „Der Wunsch nach ewiger Jugend war noch nie so stark wie heute. Der Roman hat viele Facetten, die in der heutigen Zeit aktueller denn je sind“, erzählt der Regisseur. Die Herausforderung sei dabei aber nicht die Arbeit mit den vielen jungen Darstellern oder gar der Bühnenaufwand. Vielmehr sei die Erwartungshaltung der Zuseher die große Challenge. Denn Häusler hat sich nicht an Hollywood, sondern der Originalvorlage aus dem Jahre 1911 gehalten. Die ist alles andere als ein romantisches Kinderstück. „Es ist kein Märchen für Erwachsene. Wir werden mit Erwartungshaltungen spielen, diese aber letztendlich nicht erfüllen“, verrät er. Das Stück handelt vom Erwachsenwerden, von Verantwortung und dem Schmerz, den Veränderung mit sich bringt.

Skurriles auf der Naturbühne

Im „Nimmernimmerland“ gibt es scheinbar keine Grenzen. Der Schlossberg soll dafür als überdimensionale Spielwiese dienen. Die Zuseher werden in ein Land geführt, in dem die Vernunft der Phantasie Platz gemacht hat. Es gibt keinen Realismus, weder im Bühnenbild noch in der Inszenierung. „Wir arbeiten mit einer enormen Überhöhung und versuchen Volldampftheater zu machen“, so Häusler. Hohes Tempo und choreographische Strukturen, die skurril überhöht werden, treffen auf einander. „Die Naturbühne bietet einen sehr schönen Kontrast, um der Phantasie freien Lauf zu lassen.“
Häusler führt zum zweiten Mal Regie am Schlossberg. Die musikalische Unterstützung erhält er von Romed Hopfgartner von der Gruppe Franui, der die Theatermusik für den Schlossberg komponiert. Die Premiere findet am 1. Juli statt.
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