19.06.2017, 11:44 Uhr

180 Jahre BMK Angath – Volksfeststimmung bei Jubiläumsfeier

Überreichung der Ehrenuhrkunde für hervorragende Verdienste an Jakob Gschwentner. Im Bild: Landesverbandsobmann Stv. Raimund Winkler, Förderer Jakob Gschwentner, Bürgermeister Josef Haaser, Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer, Kapellmeister Peter Steinbacher und Obmann Josef Kirchler (v.l.). (Foto: Unterweger)
ANGATH (red). Anlässlich ihres diesjährigen 180-Jahr Bestandsjubiläums veranstaltete die Bundesmusikkapelle Angath ein zweitägiges Fest. Unterstützt wurde sie dabei von der Landjugend und der Schützenkompanie. Beim Eröffnungsumzug und der Segnung durch Monsignore Peter-Paul Kahr waren die Musikkapellen Angerberg / Mariastein, Kirchbichl, Bruckhäusl, Itter und Wörgl, sowie zahlreiche Abordnungen heimischer Vereine vertreten. Aus den Reihen der Politik durfte Obmann Josef Kirchler unter anderem Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer, LA Bettina Ellinger, LA Alois Gschwentner sowie die heimischen Bürgermeister begrüßen. Vom Tiroler Blasmusikverband waren Landesverbandsobmann Stv. Raimund Winkler und Bezirkskapellmeister Oswald Mayr zu Besuch in Angath. Auch Stefan Astner, Geschäftsführer der Ferienregion Hohe Salve, durfte als Ehrengast begrüßt werden.
Der Festakt im prall gefüllten Festzelt startete am 14.Juni mit Konzerten der Musikkapellen Hopfgarten, Kirchbichl und Itter. Anschließend spielten die original Oberkrainer „Ansambel Zupan“ groß auf. Eine besondere Auszeichnung gab es für Jakob Gschwentner. Für seine Verdienste als Gönner und Unterstützer der BMK Angath wurde ihm die „Förderer Urkunde“ des Tiroler Blasmusikverbandes überreicht.
Der Frühschoppen am 15. Juni wurde mit einem Konzert der Musikkapelle Angerberg-Mariastein eröffnet. Im Anschluss sorgten „Die Karolinenfelder“ für Stimmung und einen würdigen Festausklang.

180 Jahre Musikkapelle Angath wurden groß gefeiert


(flo). Mit einem zwei Tägigen Jubiläumsfest der Sonderklasse feierte die Musikkapelle Angath am 14. und 15. Juni beim örtlichen Pavillon ihr 180-jähriges Bestandsjubiläum. Gegründet wurde sie im Jahre 1837 und damit ist sie eine der ältesten Musikkapellen im gesamten Bezirk Kufstein.
Zur Gründungszeit war Angath ein Ort der Schiffsbauer und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass anfangs hauptsächlich Werftarbeiter der Kapelle angehörten. "Der Zusammenhalt stand immer im Mittelpunkt und auch der verheerende Brand der Pfarrkirche im Jahre 1875, bei dem alle Instrumente der Kapelle verbrannten, schaffte es nicht die Musikanten auseinander zu bringen", erklärte Obmann Josef Kirchler.
Da die Kapelle im Jahre 1882 nur mehr 19 Mitglieder zählte, verbündete sie sich für einige Jahre mit der benachbarten Musikkapelle Kirchbichl, welche zu dieser Zeit auch wenig Mitglieder hatte. Nach einigen Jahren trennten sich die Wege der beiden Kapellen allerdings wieder und im Jahre 1923 trat die Musikkapelle Angath mit 34 aktiven Mitgliedern dem Unterinntaler Musikbund bei und nahm im selben Jahr erstmals am Bezirksmusikfest teil.
"Wir können euch nur für die vielen schönen Stunden die ihr uns bei den Festen und Veranstaltungen in unserer Gemeinde bereitet habt danken", betonte Bürgermeister Josef Haaser beim großen Festakt mit mehr als 400 teilnehmenden Musikern auf dem örtlichen Fußballplatz am Mittwochabend. Neben den Jubilaren beteiligten sich auch die Musikkapellen Kirchbichl, Bruckhäusl, Wörgl, Itter und Angerberg/Mariastein an der Gestaltung der Feldmesse, welche von Angaths Pfarrer Peter Paul Kahr zelebriert wurde. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der langjährigen Jugendreferentin der Kapelle Alexandra Dollinger als Jubiläumsgeschenk eine prachtvolle Dirndl Tracht von Bürgermeister Josef Haaser überreicht. Abschließend dirigierte Angaths Kapellmeister Peter Steinbacher alle teilnehmenden Musikkapellen beim Bozner Bergsteigermarsch ehe sich ein großer Umzug zum Festplatz beim örtlichen Pavillon in Gange setzte.
Dort gaben die Musikkapelle Hopfgarten, Kirchbichl und Itter ein beeindruckendes Konzert ehe die slowenische Spitzenformation "Ansambel Zupan" den Gästen so richtig einheizte. Jakob Gschwentner, besser bekannt als "Achleit Joggä", ein Jahrzehnte langer Gönner der Musikkapelle Angath, wurde an diesem Abend mit dem Ehrenzeichen der Förderer der Tiroler Blasmusik ausgezeichnet. Gschwentner war es auch der die Kosten für den Auftritt des "Ansambel Zupan" beim Jubiläumsfest übernahm und es sich nicht nehmen ließ zwei Stücke mit seinem Bariton bei seinen slowenischen Musikkollegen mitzuspielen.
Derzeit zählt die Musikkapelle Angath rund 60 Mitglieder, davon 20 Jungmusiker. Obmann Josef Kirchler verriet, dass das Jahreskonzert am 11. November stattfinden wird.

BMK Angath feierte 180-jähriges Jubiläum


(be). 1837 wurde eine der ältesten Musikkapellen des Bezirks Kufstein, die BMK Angath gegründet. Am Mittwochabend fand der große Festakt zu diesem Jubiläum statt.
„Es muss zu der Zeit ein gewisser Wohlstand in Angath geherrscht haben, dass man sich bereits Musikinstrumente kaufen konnte“, mutmaßte die LA Bettina Ellinger in ihrer Festrede. Tatsächlich war die Gemeinde zur Gründungszeit der Musikkapelle eine sogenannte „Schopperstätte“, also ein Ort, in dem Schiffe gebaut wurden und die Kapelle bestand vorwiegend aus Werftarbeitern, wie aus der Festschrift hervorgeht. 1875 allerdings gingen bei einem Kirchenbrand am Weihnachtstag sämtlich Instrumente verloren, die bereits am Vorabend auf die Empore geschafft wurden.
19 Mann zählte die Kapelle im Jahr 1882. Zwar hatte man einen hervorragenden Kapellmeister, um aber als vollständiger Klangkörper auftreten zu können, tat man sich für einige Jahre mit der Musikkapelle Kirchbichl zusammen, der es ebenfalls an Musikern fehlte. Ein paar Jahre ging das gut, dann ging wieder jede Kapelle ihre eigenen Wege. Legendär war Kapellmeister Michael Ellinger, der die Kapelle über 45 Jahre führte.
„1923 trat die Musikkapelle Angath dem Unterinntaler Musikbund bei und ist im selben Jahr beim Musikfest mit 34 Musikern ausgerückt“, teilte Raimund Winkler, Vize-Obmann vom Musikbund mit. Er bestätigte zudem, dass die Angather mittlerweile ein hervorragendes Leistungsniveau erreicht haben. Bgm. Josef Haaser bedankte sich im Namen der Gemeinde für das Engagement der Musiker, die aus dem gesellschaftlichen Leben nicht wegzudenken wären. Auch BH Christoph Platzgummer erklärte, dass die Musikkapellen entscheidend zur gesellschaftlichen Entwicklung im Land beigetragen haben und auf ideale Weise Jung und Alt sowie Vergangenheit und Zukunft miteinander verbinden.
Nach einem Segen durch Pfarrprovisor Peter Paul Kahr, danach spielten alle Musikkapellen der Ferienregion Hohe Salve einen gemeinsamen Marsch unter der Leitung des Angather Kapellmeisters Peter Steinbacher.


Mehr zum zweiten Festtag und weitere Fotos finden Sie auch auf:
https://www.meinbezirk.at/2160334
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