08.01.2018, 12:31 Uhr

1.344 Lkw wurden heute "dosiert" zum Brenner gelassen

LKW-Blockabfertigung bei Kufstein-Nord, Montag, 8. Jänner 2018. (Foto: ZOOM.TIROL)

LH Platter: „Verkehrsfluss durch LKW-Blockabfertigung erneut aufrechterhalten“ – weitere Termine in Planung, Experten werten Kalender aus. 2017 rollten 2,25 Millionen LKW über den Brenner!

Erstmals im heurigen Jahr wurde heute, am Montag dem 8. Jänner, bei Kufstein-Nord die Lkw-Blockabfertigung durchgeführt: „Es zeigte sich ein weiteres Mal, dass diese Maßnahme greift: Mit maximal 300 LKW, die pro Stunde den Checkpoint passieren dürfen, konnte der Verkehrsfluss durchgängig aufrechterhalten und damit die Verkehrs- und Versorgungssicherheit in Tirol gewährleistet werden“, sieht LH Günther Platter die Blockabfertigung als einen effektiven ersten Schritt, um die Transitbelastung in Tirol zu verringern. 1.344 LKW haben den Kontrollpunkt während seiner Aktivität passiert.

„Die LKW-Dosierung wirkte sich besonders im Bereich Kufstein-Wattens, dem Ballungsraum Innsbruck und dem Bereich der Europabrücke bis zum Knoten Amras positiv aus. Der Verkehr wurde verlangsamt, einen Stillstand brauchte es nicht“
, fasst Bernhard Knapp, Abteilung Verkehr des Landes, zusammen.

Die Länge des Rückstaus in Richtung Deutschland lag in den Morgenstunden bei circa 25 Kilometern.

Signal an Nachbarländer

Über 2,25 Millionen LKW, das sind acht Prozent mehr als im Jahr 2016, registrierte die Zählstelle Schönberg am Brenner im Jahr 2017. Diese veröffentlichten Zahlen „lassen die Alarmglocken läuten. Wir werden nicht länger zusehen, wie sich der Transitverkehr langfristig negativ auf unser Land auswirkt“, betont LH Platter.

Mit der durchgeführten Blockabfertigung werde daher auch ein klares Zeichen an die Nachbarländer bzw. insbesondere Bayern gesendet: „Wir fordern eine einheitliche Maut für den Brennerkorridor und den Ausbau der Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel – an dieser Position werden wir auch beim nächsten Gesprächstreffen am 15. Jänner festhalten. Nur so ist es auf lange Sicht möglich, Alternativen zum Transitverkehr auf der Straße bzw. die Verlagerung auf die Schiene zu erreichen. Langfristig müssen wir eine generelle LKW-Belastungsobergrenze einziehen, um den zunehmenden Schwerverkehr auf der Straße Einhalt zu gebieten.“ Derzeit werden circa 30 Prozent des Güterschwerverkehrs über die Schiene abgewickelt.

Weitere Blockabfertigungen sind geplant

„Alles in allem sind wir mit den von uns durchgeführten Blockabfertigungen zufrieden. Wir werden dieses ‚Verkehrswerkzeug‘ auch weiterhin im Sinne der Sicherheit der Tirolerinnen und Tiroler einsetzen“, so LH Platter. Derzeit arbeite ein Team aus internen und externen ExpertInnen daran, die besonders kritischen Tage im kommenden Jahr anhand der Erfahrungswerte aus dem Jahr 2017 und den Analysen aus der Blockabfertigung in einem Kalender festzustellen. An den festgelegten Terminen soll auch künftig der Checkpoint bei Kufstein-Nord hochgefahren werden.
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