14.10.2014, 15:22 Uhr

50-jähriges Jubiläum: Aus der Fremde in die zweite Heimat

Wann? 30.10.2014 18:30 Uhr

Wo? Tagungshaus Wörgl, Brixentaler Straße 5, 6300 Wörgl AT
Wörgl: Tagungshaus Wörgl | Die Initiative Minderheiten Tirol veranstaltet in Kooperation mit der LEA Produktionsschule, komm!unity, Verein zur Förderung der Jugend-, Integrations- und Gemeinwesenarbeit und dem Tagungshaus Wörgl am Donnerstag, dem 30. Oktober, um 18.30 Uhr einen Abend im Zeichen von Migration und Heimat.

Präsentiert wird ein außergewöhnliches Projekt mit Jugendlichen der LEA-Produktionsschule: Unter dem Motto „Alles paletti?“ führten die Jugendlichen Gespräche mit Migranten aus Wörgl und gestalteten daraus eine sehr kreative Installation. Sie setzten sich mit „Heimat“, „Biographie“, „Identität“ und „Fremdsein“ auseinander, sammelten Material und machten Interviews mit MigrantInnen aus der Region. Endprodukt dieser Beschäftigung ist eine Installation aus Paletten, bestehend aus drei Bereichen: eine „Erfahrungspalette“, eine Hör- und eine Informationspalette.

Filmvorführung „Gurbet – in der Fremde“ (AT 2008, Türkisch mit deutschen Untertiteln) und Gespräch mit Regisseur Kenan Kılıç (Wien) und Menschen mit Migrationsgeschichten aus Wörgl: Mona El-Shabrawy, Mustafa Ersoy und Sarkis Otyan,moderiert von Michael Haupt (Initiative Minderheiten).
Die musikalische Umrahmung kommt von Hasan Iyigöze (Saz).
Der Eintritt ist frei.

Im Mai 1964, vor 50 Jahren, wurde das erste Anwerbeabkommen mit der Türkei unterzeichnet, das dazu ermunterte, nach Österreich zu kommen, um hier zu arbeiten. Auch in den Bezirk Kufstein kamen viele Menschen aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien - sie wurden als Arbeitskräfte gebraucht.
Die Erfahrungen und Perspektiven der „Gastarbeiter“ der ersten Stunde sind in Österreich lange unsichtbar geblieben. Mit dem Film „Gurbet – In der Fremde“ ist ein einzigartiges Zeugnis der Lebensrealitäten und Sichtweisen dieser ersten Generation entstanden. Was waren ihre Motive für die Migration, mit welchen Schwierigkeiten wurden sie konfrontiert? Anhand von neun Portraits sehr unterschiedlicher Menschen mit Arbeitsmigrationsgeschichten aus der Türkei entsteht auch ein tiefgreifendes Verständnis für viele Problembereiche von Integration und ihre historischen Ursachen. Anschließend an den Film findet einen Diskussion mit Regisseur Kenan Kiliç aus Wien und Migranten aus Wörgl statt.
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