15.04.2017, 08:00 Uhr

Alte Kundler Volksschule wird vollständig abgerissen

Bürgermeister Anton Hoflacher präsentierte das Siegerprojekt und erklärte die Pläne des Neubaus. (Foto: Haun)

Auf dem Schulhof südlich der NMS wird eine neue Volksschule mit einer dreifachen Sporthalle errichtet.

KUNDL (flo). Seit längerer Zeit ist die stark in die Jahre gekommene Kundler Volksschule ein Thema im Gemeinderat. Neben der Schule, die vor ungefähr 60 Jahren erbaut wurde, geht es auch um den Turnsaal, der für mehrere Schulklassen zu klein ist und deswegen mitunter die Unterrichtspläne erschwert.
Vor ungefähr acht Monaten wurden Laurin Hosp, seines Zeichens Experte für Sporthallen, und Schulentwicklungsberaterin Karin Doberer hinzugezogen, um eine zeitgerechte Volksschule in der Marktgemeinde zu schaffen. Danach wurde ein europaweiter Architektenwettbewerb durchgeführt, wobei über sechzig Entwürfe eingereicht wurden, welche der Innsbrucker Architekt Thomas Klima genau überprüfte.
Schließlich blieben noch 24 Projektentwürfe übrig, die vor kurzem von einer Jury bewertet wurden. Die mehrköpfige Jury bestand aus dem Kundler Gemeindevorstand rund um Bürgermeister Anton Hoflacher sowie Nikolaus Juen von der Abteilung Dorferneuerung vom Land Tirol, Claudia Bauer (Tiroler Bau- und Raumordnung), Sporthallen Experte Laurin Hosp, Schulentwicklungs Beraterin Karin Doberer, Volksschuldirektorin Barbara Steiner, NMS Direktor Georg Unterrainer, Robert Traunmüller (Energie Tirol) und drei weiteren von der Kammer nominierten Architekten.
Nach zweitägiger Beratung entschied sich die Jury für das Projekt der Architekten-Arbeitsgemeinschaft Scharfetter-Rier-Ramoni aus Innsbruck. Dieses sieht vor, die bestehende Volksschule aufgrund ihrer gravierenden funktionalen und bautechnischen Mängel komplett abzureißen und auf dem derzeitigen Schulhof südlich der Neuen Mittelschule eine neue zu erbauen. Im Kellergeschoss des Neubaus wird eine dreifache Sporthalle mit Zuschauertribühne errichtet. In dieser können drei Klassen gleichzeitig ihren Turnuntericht abhalten, da die Möglichkeit besteht, sie durch Trennwände zu unterteilen. Da die Turnhalle auch von der Neuen Mittelschule genützt wird, wird sie mit einem unterirdischen Gang auf Höhe der Tribühne mit der NMS verbunden und auch zum bestehenden Tiefgaragenparkplatz gibt es unterirdische Verbindungen.
Während den Bauarbeiten wird der Schulbetrieb noch in der alten Volksschule aufrecht erhalten. Es ist somit keine Aussiedelung in das bestehende Containerdorf notwendig, welches im vergangenen Schuljahr vom Kindergarten genutzt wurde. Dieses wird, wie auch das alte Schulgebäude nach Bezug des Neubaus abgerissen. Danach wird zwischen dem Haus der Musik und der NMS ein kleiner Verbindungstrakt errichtet, in welchem eine Küche für die Neue Mittelschule sowie ein zusätzlicher Raum für die Musikschule eingerichtet wird. Durch den Abbruch des alten Gebäudes entsteht eine großzügige Öffnung des Schulareals Richtung Südosten. Diese kommt auch dem Kindergarten zugute und beide Schulen erhalten durch das neue Gebäude einen definierten Freizeitbereich im Grünen.
"Um den neuen Turnsaal, der über einen eigenen Eingang auf der Westseite des Gebäudes verfügt, optimal auszulasten, wird er auch von den Kundler Vereinen genützt", erklärt Bürgermeister Anton Hoflacher. Über die Weiternutzung des alten Turnsaals, welcher sich auf der Nordseite der Neuen Mittelschule befindet, wird noch beraten. "Nach Ostern setzen wir uns mit den Architekten zusammen und beginnen mit der Detailplanung", war vom Bürgermeister weiters zu erfahren. Mit dem Baubeginn rechne er frühestens im kommenden Jahr.
Eine Kostenschätzung gibt es bisher auch noch nicht. "Nach der Errichtung des "Sozialzentrums mitanond" und der Erweiterung des Kindergartens ist der Neubau der Volksschule ein weiterer großer Schritt in die Zukunft für Kundl", betont Hoflacher abschließend.
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