04.10.2017, 10:30 Uhr

BM Andrä Rupprechter prämiert nachhaltige Projekte im Bezirk

Bruno Oberhuber (GF Energie Tirol) und BM Andrä Rupprechter zeichneten die Gebäude in der Wohnanlage KTW Straße in Kirchbichl mit Gold aus. (Foto: klimaaktiv/APA-Fotoservice/Hetfleisch)
KUFSTEIN (red). Bundesminister Andrä Rupprechter zeichnete am 27. September in Kufstein nachhaltige Bauprojekte und Unternehmen aus. Im Bezirk Kufstein wurden sieben Projekte prämiert. Insgesamt wurden 53 Tiroler Gebäude für ihre energieeffiziente und ökologische Bauweise mit einer klimaaktiv Plakette ausgezeichnet, 16 umweltfreundliche Unternehmen erhielten das Österreichische bzw. das Europäische Umweltzeichen.
„Klimaschutz ist ein gemeinsames Ziel. Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt dürfen nicht getrennt voneinander betrachtet werden – das Prinzip der Nachhaltigkeit muss sämtliche Bereiche durchdringen. Das stellen die Ausgezeichneten eindrucksvoll unter Beweis“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter bei der feierlichen Veranstaltung.

22 mal Gold für Tiroler Vorreiter
"klimaaktiv Gebäude" haben strenge Kriterien zu erfüllen. Sie sind besonders energieeffizient, punkten aber auch in den Bereichen Planung und Ausführung, Baustoffe und Konstruktion sowie Komfort und Raumluftqualität.
Im Bezirk Kufstein wurden die klimaaktiv Auszeichnung fünfmal in Gold und zweimal in Silber vergeben. Unter den Preisträgern für Gold fanden sich die vier Häuser der Wohnanlage KTW Straße in Kirchbichl sowie das Townhouse Wörgl, welche von der Alpbenländischen errichtet wurden. Über eine Auszeichnung in Silber durfte sich die Wohnanlage Niederbreitenbach in Langkampfen (ebenfalls Alpenländische) sowie das Atelier Seidl in Kramsach freuen.
Von den 53 ausgezeichneten Projekten in ganz Tirol erhielten 22 die klimaaktiv Plakette in Gold, die höchste Auszeichnung des Umweltministeriums für nachhaltige Gebäude. 15 wurden mit Silber und 16 mit Bronze prämiert – vom Einfamilienhaus bis zur Wohnanlage, vom Pflegeheim bis zum Bürogebäude (Projektdetails finden Sie im Anhang). Österreichweit gibt es damit schon mehr als 530 Gebäude, die den hohen Maßstäben des klimaaktiv Gebäudestandards gerecht werden.

Umweltverträglichkeit und hohe Qualität
Für ihr nachhaltiges Wirtschaften und ökologisches Engagement erhielten 16 Betriebe das Österreichische bzw. Europäische Umweltzeichen. Es wurden Unternehmen aus den verschiedensten Branchen von Druckereien über Farben-, Fußböden-, Holzwerkstoff-, Schmierstoff- und Dämmstoffherstellern bis zu Bodenpflege- und Reinigungsmitteln ausgezeichnet, ebenso wie Tourismusbetriebe und Green Meetings-Veranstalter. Auch eine Bildungseinrichtung erfüllte sämtliche Kriterien und erhielt eine Umweltzeichen-Urkunde.

Über klimaaktiv
klimaaktiv ist die 2004 begründete Klimaschutzinitiative des BMLFUW mit den Themenschwerpunkten „Bauen & Sanieren“, „Energiesparen“, „Erneuerbare Energie“ und „Mobilität“. Im Mittelpunkt stehen hohe Qualitätsstandards, aktive Beratung und Schulungen sowie breit gestreute Informationsarbeit. klimaaktiv dient dabei als Plattform für Unternehmen, Länder und Gemeinden, Organisationen und Privatpersonen.
Das Programm klimaaktiv Bauen & Sanieren ist ein zentraler Baustein dieser Klimaschutzinitiative, wenn es um energieeffizienten Neubau oder hochwertige Sanierung geht. klimaaktiv Gebäude sind so geplant und gebaut, dass sie von Energiepreisentwicklungen weitgehend unabhängig sind. Sie kombinieren hohen Komfort mit Energieeffizienz und ökologischem Verantwortungsbewusstsein.

Über das Umweltzeichen
KonsumentInnen setzen auf Produkte mit Umweltzeichen. Seit 1990 können umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet werden. Bereits über 4.365 Produkte und Dienstleistungen tragen heute das Österreichische Umweltzeichen.
Im Tourismussektor steht das Österreichische Umweltzeichen für konsequente nachhaltige Betriebsführung in rund 368 ausgezeichneten Hotels, Gastronomiebetrieben, Campingplätzen und Schutzhütten. Damit positioniert sich Österreich auch als klimafreundliches Tourismusland. An der Schnittstelle zwischen Tourismus und anderen Wirtschaftszweigen stehen die 68 zertifizierten Veranstalter mit ihren Green Meetings und Events. Organisatoren und Teilnehmer setzen sich dabei bewusst mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinander – von der umweltfreundlichen Anreise über das regionale Catering bis zur Vermeidung von Abfällen während der Veranstaltung.
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