20.03.2017, 10:05 Uhr

"Das Kaisertal hat auch die schönsten Hütten in ganz Tirol"

Obfrau Uli Gradl-Zöttl hatte allen Grund für gute Laune.

Kufsteins Alpenverein-Sektion feierte seine 140. Jahreshauptversammlung.

KUFSTEIN (nos). "Bergsteigen ist mehr als ein Sport, es ist eine Leidenschaft", mit diesem Zitat von Hwrmann Buhl eröffnete Obfrau Uli Gradl-Zöttl die Jübiläums-Jahreshauptversammlung "ihrer" ÖAV-Sektion am 17. März im Hotel Andreas Hofer. Über 100 Mitglieder und Ehrengäste folgten der Einladung und verfolgten in geselliger Runde starke Leistungs- und Finanzberichte des Vorstands sowie einen spannenden Ausblick auf das anstehende Jubiläums-Vereinsjahr.

Um 3,7 Prozent konnte die Festungsstädter Sektion ihre Mitgliederzahlen im Vergleich zum Vorjahr steigern, ein Drittel der Aktiven ist dabei jünger als 30 Jahre, freut sich die Obfrau. Auch in Sachen Infrakstruktur sind die Bergsteiger gut aufgestellt, diese gelte es allerdings weiter zu pflegen. "Die Hütten befinden sich zwar in hervorragendem Zustand, aber wir müssen am Ball bleiben, damit dieser Status quo erhalten bleibt", gab Obfrau Gradl-Zöttl die Schwerpunkte vor. Das unter Denkmalschutz stehende Anton Karg Haus soll eine Frischzellenkur und bessere Brandschutzvorkehrungen bekommen (20.000 Euro), am Stripsenjoch muss die Küche der Schutzhütte komplett überholt werden (55.000 Euro). Zudem wird die Kletterhalle im Alpenvereinshaus in der Kinkstraße heuer 20 Jahre alt und soll deshalb generalsaniert und umgebaut werden, damit sie "modernen Anforderungen entspricht", und die Klettergruppen seltener nach Wörgl ausweichen müssen (67.000 Euro).

Alpinreferent Arnold Jäger konnte auf insgesamt 46 Touren mit 502 Teilnehmern im Vorjahr verweisen. Obfrau Gradl-Zöttl freute sich mit dem Kaisertal über die Auszeichnung zum "schönsten Platz Östereichs" und rechnet nicht zuletzt darum mit noch stärkerem Zustrom ins Tal. Kassier Klaus Noggler unterstrich, dass dies nicht nur am Tal selbst, sondern auch an den "schönsten und tollsten Hütten im Unterland, wenn nicht in ganz Tirol" liege. Zudem lobte er die Pächter und Hüttenbetreiber, die mit ihrer Arbeit großen Anteil an den Einnahmen der Sektion haben: insgesamt nahm der ÖAV Kufstein im Jahr 2016 533.129.29 Euro ein, rund 241.400 Euro davon erwirtschaftete der Verein in den beiden Schutzhütten und der Kletterhalle. Nach Abzug aller Ausgaben kann die Sektion auf einen Überschuss von 77.421 Euro verweisen. "Bevor es jetzt heißt 'Champagner für Alle', möchte ich etwas bremsen. Das ist ein kleiner Polster, aber das Geld brauchen wir", erklärte der Kassier und legte die Budgetvorschau für das Jubiläumsjahr vor, der unter Anderem die notwendigen Renovierungen der Hütten und der Halle beinhaltet.

Im Rahmen der JHV wurden auch zahlreiche Mitglieder der Sektion für ihre Treue geehrt. Der langjährige Funktionär Günther Schmid wurde einstimmig zum Ehrenmitglied erklärt. "Wia da Kalafatti am Prater-Ringelspiel steh i da und woas ned warum", freute sich der sichtlich ergriffene Altobmann.
40 Bergsteiger wurden für ihre 25-jährige, 16 für 40-jährige, 13 für 60-jährige und Alois Löffler für seine 70 Jahre andauernde Mitgliedschaft im Kufsteiner Alpenverein ausgezeichnet.
Die ÖAV-Sektion Kufstein zählt insgesamt rund 5.000 Mitglieder.


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