28.06.2017, 07:30 Uhr

Der Speichersee als kühle Schatzkammer

Auch der Speichersee auf der Mittermoosenalm mit Skulpturenpark ist ein beliebtes Ausflugsziel. (Foto: Regwild T.L.)
BEZIRK (bfl). Weiße Pisten und Traumabfahrten zieren die Skigebiete SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental und das Skijuwel Alpbach im Winter, nicht zuletzt dank eines riesigen Beschneiungsapparates. Als Basis benötigt man dafür neben Schneekanonen und Lanzen aber vor allem Wasser, welches man sich hauptsächlich aus Speicherseen auf den Bergen holt.
Auf den Bergen der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental finden sich 15 Speicherseen mit einem Gesamt-Fassungsvolumen von 1.228.000 Kubikmetern. Das Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau holt sich das Wasser aus acht Speicherseen. Die Seen füllen sich am Anfang des Sommers dank aufgefangenem Schmelzwasser fast "von selbst" und werden diversen Prüfungen und Vermessungen unterzogen. Die Speicherseen werden dabei immer so angelegt, dass sie in die Natur "passen", wobei man sich hier genau an die Vorschriften durch die Landesgesetze hält. So darf beispielsweise auch nur eine gewisse Menge an Wasser aus natürlichen Fließgewässern entnommen werden. "In Scheffau dürfen 290.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr zur Beschneiung verwendet werden", sagt Andreas Haselsberger von der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental Marketing GmbH. Zwei Speicherseen liefern eine Menge von 180.000 Kubikmeter Wasser für Scheffau, was bedeutet, dass diese 1,5 Mal im Jahr aufgefüllt werden müssen. Man stützt sich in der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental generell fast ausschließlich auf die Speicherseen, nur für die Talbeschneiung holt man sich teilweise auch über fließende Bäche das benötigte Wasser, so Haselsberger.
Auch im Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau wird das Wasser für die Beschneiung teilweise aus natürlichen Gewässern entnommen, um die insgesamt 82 Pistenkilometer abzudecken. Die Speicherseen müssen im Ski Juwel ein bis dreimal im Jahr aufgefüllt werden.
Neben der Funktion als Wasserlieferant für die Beschneiung, dienen die Speicherseen aber auch als Bergseen, die als erklärtes Ziel für Wanderer angepriesen werden. Da die Speicherseen rein rechtlich gesehen Stauanlagen sind, besteht dort allerdings ein Schwimmverbot. Eine Ausnahme im Bezirk ist der Ahornsee, der allerdings mit der gesamten Badeanlage inklusive Bademeister die rechtlichen Grundlagen dafür erfüllt. Schwimmbegeisterte müssen sich also auf diese Alternative konzentrieren – nicht nur wegen dem Schwimmverbot, sondern auch auf Grund der außerst kühlen Temperaturen in den höher gelegenen Speicherseen auf den Bergen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.