15.09.2014, 09:05 Uhr

Gefeierte Premiere für „Der Mascara“

Tolle Komödie zum 30-Jahr-Jubiläum der Heimatbühne Alpbach. (Foto: Heimatbühne)

Der Mascara – eine Komödie um leichtgläubige Dorfbewohner, die sich von einem verschlagenen selbst ernannten Hellseher ausnehmen lassen, feierte bei der Alpbacher Heimatbühne eine umjubelte Premiere.

ALPBACH. Die Bühne als düstere alte Schmiede. Ein schreckliches Unwetter. Und plötzlich ein Fremder im Raum, der erfolgreich das Ende der Gefahr prophezeit und geheimnisvoll verheißt: „Ich kann jeden zu dem machen, der er gerne wäre.“ Der Mascara (Andreas Moser als berechnender Menschenverführer) hat bei den Hinterwäldlern leichtes Spiel.
Denn unrealistische Träume haben die Dummköpfe zuhauf: Das biedere Bürgermeister-Paar vom Aufstieg in die High-Society, die einsame Hebamme von der Liebe, der einfältige Bäcker vom florierenden Großbetrieb. Die Warnung einer Vernünftigen („er hat nichts prophezeit, was ihr ihm nicht selbst gesagt habt!“) wird nicht gehört. Und so schlägt sich der Mascara den Bauch voll und blickt sogar durch das Loch im unterwürfig servierten Gugelhupf in die Zukunft.
„Die Schlauheit des Fuchses besteht zu 90 Prozent aus der Dummheit der Gans“, sinniert der Mascara treffend. Unter der Regie von Margreth Margreiter und Andreas Moser kommt trotz des ernsten Kerns (Träume der Menschen eiskalt missbraucht) das Komödienhafte nicht zu kurz. Mit viel Lokalkolorit gewürzt, steuert das Stück auf die Stunde zu, in der der Mascara seinen Nimbus verliert…


Weitere Aufführungen:
17., 18., 24. und 26. September sowie 4., 10. und 11. Oktober im Veranstaltungssaal Alpbach (Feuerwehrhaus).
Eintritt 8 Euro, Kinder bis 14 Jahre 5 Euro
Kartenvorverkauf: Raika Alpbach
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