08.03.2017, 07:00 Uhr

Gleichberechtigung in der Theorie

Der Weltfrauentag ist ein Tag der gefeiert wird als ein Tag für die Frau, ein Tag der die Errungenschaften der zumindest in der Theorie vorherrschenden Gleichberechtigung hochleben lässt. Und doch ist allein schon seine Existenz ein Anzeichen dafür, dass die Gleichberechtigung in der Praxis nicht so existiert, wie sie es sollte.
Sei es in einer sich wie ein roter Faden durch die Jahrzehnte ziehenden Gehaltsschere zwischen Mann und Frau, in verbalen Ungleichheiten im Alltag, in dem noch immer vorherrschenden Mangel an Frauen in Spitzenpositionen oder einer Doppelmoral die schon in der Erziehung ihren Ursprung nimmt, man muss der Realität ins Auge sehen: Die Frau ist dem Mann in vielerlei Hinsicht (noch) nicht gleichgestellt.
Alte und tief verwurzelte Ressentiments wird man nicht so schnell aufbrechen können. Wenn es je zu einer faktischen Gleichstellung kommen soll, ist es nicht ausreichend außerfamiliale Kinderbetreuungsmodelle zu schaffen, wie es sie beispielsweise in Skandinavischen Ländern gibt. Das Umdenken muss schon früh passieren. Bereits in der Erziehung muss klargestellt werden, dass die Frau dem Mann gleichgestellt ist.
Einer Frau die Wahl zu geben: Kind, Karriere oder beides, mag ein Anfang sein, ist aber lange noch nicht alles. Warum eigentlich nicht so: Man(n) sollte die Wahl haben zwischen Kind, Karriere oder beidem.
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