31.03.2017, 08:00 Uhr

Jungzüchter räumen im Verband auf

LK-Präsident Josef Hechenberger, Toni Gassler mit Obmann Christoph Wörgötter und AWÖ-Obmann Johannes Mayrhofer (v.l.). (Foto: Eberharter)
MÜNSTER (be). Der Verein der Warmblut-Pferdezüchter Tirol hat in Münster seine Generalversammlung abgehalten. Christoph Wörgötter wurde im Oktober zum Obmann gewählt und seither ist er äußerst umtriebig. Ziel des jungen Obmanns ist es, dem Verein wieder einen höheren Stellenwert zukommen zu lassen.
77 Mitglieder hat der Verein und LK-Präsident Josef Hechenberger erklärte bei der Versammlung, dass Wörgötter eine Bereicherung für die Organisation sei. Verstärkt werden Initiativen gesetzt, um zu fördern, dass die Pferdezucht und der Pferdesport einen gemeinsamen Weg gehen.
Um die Warmblutpferde entsprechend präsentieren zu können, wird auch die Zusammenarbeit mit anderen Zuchtverbänden angestrebt. Eine Verbandspräsentation findet im Mai in Telfs statt, bei der Tiroler Meisterschaft der Ländlichen. Auch bei der Jahreshauptversammlung des Haflingerzuchtverbandes war der neue Obmann bereits präsent.
Eine sehr gute Zusammenarbeit pflegt Wörgötter auch mit der ARGE Warmblutzucht Österreich (AWÖ). Dort gibt es ebenfalls seit November ein neues, junges Vorstandsteam, in dem nun jedes Bundesland vertreten ist. "Es gibt nicht mehr den Tunnelblick wie in den letzten 40 Jahren“, erklärte die Geschäftsführerin Theresa Deisl. Wichtig ist dem Verband, dass möglichst viele Pferde den „A-Brand“ bekommen und dass sich die Sportler für A-Pferde begeistern. Das bedeutet, dass die Warmblutpferde eine große Konkurrenz aus anderen Ländern haben, mit dem „A“ die Qualität aus Österreich aber hervorgehoben werden soll. "Wir haben als Verband eine kritische Größe und dürfen keine Pferde verlieren, weil wir sonst keine attraktiven Veranstaltungen mehr durchführen können“, führte Verbandsobmann Johannes Mayrhofer aus.
Der Verein der Warmblut-Pferdezüchter Tirol ist auch Mitglied beim Pferdezentrum Stadl Paura und Wörgötter steht klar hinter dieser Einrichtung. Hechenberger gab jedoch zu bedenken, dass mit dem Ausbau des Fohlenhofes Ebbs, welcher zum Teil mit öffentlichen Geldern erfolgt, die drei großen Pferdezuchtverbände – Warmblut, Noriker und Haflinger – dort gemeinsam stark auftreten. "Die Pferdezucht ist eine wichtige Säule in der kleinstrukturierten Tiroler Landwirtschaft“, versicherte Hechenberger.
Abschließend gab es eine Ehrung für den Telfser Toni Gassler. Aufgrund seiner Erfolge wurde er zum Erfolgszüchter 2016 ausgezeichnet.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.