22.10.2017, 09:30 Uhr

"Kaiser Lodge" heißt nach 14 Monaten Bauzeit Gäste willkommen – mit Video

Symbolische Schlüsselübergabe: Die Scheffauer Bergbahnen als Bauherren übergaben die Lodge an Betreiberin Barbara Winkler (2.v.li.)

Vor 14 Monaten luden die Scheffauer Bergbahnen und Hotelpächterin Barbara Winkler zum Spatenstich ihres 24 Millionen Euro Projekts nach Scheffau. Nun ist der schmucke Neubau im "Pre-Opening"-Betrieb.

SCHEFFAU (nos). Am 14. Oktober wurde die "Kaiser Lodge" in den Probebetrieb geschickt, nach nur 14 Monaten Bauzeit, die BEZIRKSBLÄTTER berichteten vom Spatenstich und über die Projektidee, und insgesamt drei Jahren Planung, Kalkulation und Bau.

Nun sind die ersten 70 Gäste im Haus und können die großzügigen Appatements, die schmucken, offenen Gemeinschaftsräume und das herrliche Panorama am eigens angelegten Badesee genießen.
"Das waren drei spannende Jahre", erklärt Betreiberin Barbara Winkler, die den Neubau mit einer 8000-er-Besteigung vergleicht, "wir hatten eine gute Grundkondition und sind von einem Basislager ins nächste aufgestiegen." Der Bau und dessen Athmosphäre seien das eine, doch die Menschen, die hier werken und wirken seien das Ausschlaggebende, meint die Gastgeberin. Sie führt nun Regie in der Lodge, die direkt an ihr bestehendes Hotel "Kaiser in Tirol" anschließt.
"Ab jetzt haben wir hier nichts mehr zu plappern", schmunzelt Hans Haselsberger, Mitbegründer der Scheffauer Bergbahnen, die Grundstück und Haus besitzen. 24 Millionen Euro nahmen die Touristiker für die "Lodge" in die Hand, "diesen Voranschlag haben wir bis auf 400.000 Euro bereits erreicht, aber ich habe keine Angst, dass wir die nicht auch noch verputzen", meinte Haselsberger.
Die Planung der gesamten Anlage unternahm "planwerker holzerber" – "für Alles", wie Haselsberger unterstrich, also vom Gebäude über die Freiflächen bis zum See und darüber hinaus. "Eine sehr intensive Zeit" hatte auch Barbara Winkler mit den Planern.

Marco Holzer, einer der beiden Eigentümer der "planwerker holzerber", beschrieb im Detail die Ideen zur Gestaltung des Hauses, das sich trotz seiner Größe sehr harmonisch in den Scheffauer Dorfkern einfügt. Zudem malt die Dach-Skyline die Zacken und Spitzen des Wilden Kaisers nach. Die Außenfassade der Lodge wurde beinah gänzlich aus Altholz gestaltet – viel Altholz, wie Holzer betonte. Durch die Aquise habe man sich "in der Branche keine Freunde gemacht".
Der eigens angelegte See im "Innenhof" der Lodge "rundet mit vielen anderen Kleinigkeiten das Gesamtprojekt ab", erklärt der Planer. Dabei werde keinerlei Chemie für den Badesee verwendet, Kiesfilter und Bepflanzung schaffen hier ein "eigenes kleines Ökosystem".

Auf den Dächern der Lodge findet sich eine 500 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage, mit der der Energieverbrauch der Lodge sowie des angeschlossenen Hotels "Kaiser in Tirol" zur Gänze gedeckt werden könne, so Barbara Winkler. 


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