17.10.2016, 10:22 Uhr

Kaiserwinkl-Bürgermeister wollen gemeinsame Regionalwährung

TVB-Obmann Gerd Erharter, Kassier Andreas Schermer, Adam Aigner, Bgm. Georg Kitzbichler, Dieter Wittlinger, Vinzenz Schlechter, Obmann Hans Knoll, Bgm. Richard Dagn, WK-Obmann Klaus Lackner und Melanie Steinbacher vom Leaderverein. (Foto: Eberharter)
BEZIRK (be). Den Entscheidungsträgern der Region hat Hans Knoll, Obmann des Vereins „Griaß Di!“, eine Gutscheinaktion vorgestellt, die schon am 1. Oktober gestartet wurde.
„Die Erfahrungen mit Gutscheinen in anderen Orten ist sehr gut“, beteuerte Klaus Lackner, Obmann der Wirtschaftskammer Kitzbühel bei der Präsentation. Über 90 Betriebe sind bereits dabei, bei ihnen kann man die Gutscheine einlösen. Schon einmal hat der Verein allein in Kössen eine derartige Aktion gestartet und konnte dabei, von November bis Jänner, eine Auflage 13.000,- Euro lukrieren. Diesmal wurden Einweg-Gutscheine im Wert von 500.000,- Euro aufgelegt (in 10,- und 20,- Euro-Wert) und die Ausgabe erfolgt über die Bankstellen und Tourismusbüros im Kaiserwinkl, sowie über eine Tankstelle in Kössen, welche die Wochenendausgabe abdeckt. Der Verkauf in den ersten Tagen zeigte bereits, dass ein brauchbarer Start hingelegt wurde.
Die vier Bürgermeister, Vinzenz Schlechter, Kössen, Dieter Wittlinger, Walchsee, Georg Kitzbichler, Rettenschöss und Richard Dagn, Schwendt zeigten sich begeistert über das Engagement der Wirtschaftstreibenden. Auch sie sehen darin große Vorteile für die Region. Wichtig ist, dass die Gutscheine gebührenfrei gehandelt werden und die Banken dafür auch dem Verein keine Kosten in Rechnung stellen. Möglich ist dies vor allem deshalb, weil die „Griaß DI!-Aktivitäten in ein Leaderprogramm der EU aufgenommen wurden.
Dass die Ausdehnung des Gutscheinsystems auf den ganzen Kaiserwinkl erfolgen konnte, dafür bedankte sich Knoll vor allem bei Bgm. Wittlinger und TVB-Obmann Gerd Erharter, die sich massiv dafür eingesetzt haben. „Viele wollen Gutscheine schenken, weil Geld zu unpersönlich ist“, weiß Knoll. Während geschenktes Geld überall – auch im Internet – ausgegeben werden kann, bleibt die neue Kaiserwinkl-Währung in der Region.
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