02.07.2017, 15:00 Uhr

Katholisches Bildungswerk Scheffau: Expertin des eigenen Körpers werden

Martin und Monika Kastner, Margaretha Jäger, Leiterin des Katholischen Bildungswerkes in Scheffau, Organisatoren Thomas und Monika Einwaller und Claudia Thurn, Pfarrassistentin. (Foto: Eberharter)
SCHEFFAU (be). Die Empfängnisverhütung wird großteils der Frau überlassen. Will man kein Kind bekommen, dann wird überwiegend die Pille genommen. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, ohne dieses Hormonpräparat auszukommen und trotzdem ein erfülltes sexuelles Leben führen zu können. Dabei handelt es sich um die „sympto-thermale Methode“ (STM) der Natürlichen Empfängnisregelung (NER).
Monika Kastner aus Vöcklabruck/OÖ, eine bei INER zertifizierte Mitarbeiterin, ist seit 25 Jahren Referentin, unter anderem für die STM.
Im Mai hielt sie in der Aula der Volksschule Scheffau vor ca. 40 interessierten Leuten den Vortrag „Mein Körper – unser Thema!?“. Veranstalter war das Katholische Bildungswerk Scheffau. Am Vormittag war sie bereits in der Hauptschule Söll, wo sie mit den Mädchen und Buben über Sexualität und Empfängnisverhütung diskutiert hat.

Ungewollt kinderlos
Viele Paare sind heute vom Problem der ungewollten Kinderlosigkeit betroffen. Oft hängt das auch mit der schlechten Qualität der Samenflüssigkeit zusammen. Diesbezügliche Ursachen können synthetische Östrogene aus Pille, Verhütungsring und -pflaster sein, die durch die Ausscheidung der Frauen in das Abwasser gelangen. Die Kläranlagen haben Schwierigkeiten, diese feinstofflichen Substanzen herauszufiltern. Deshalb stellt sich die Frage, wie weit bereits Grundwasser bzw. Trinkwasser die Fruchtbarkeit der Männer negativ beeinflussen können. Auch aus PET-Getränkeflaschen können sich östrogenartig wirkende Substanzen herauslösen. Das Wissen über die STM kann aber Paaren mit Kinderwunsch helfen.
Weitere Themen des Vortragabends waren: Risikofaktoren für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs (sehr früher Geschlechtsverkehr, Vernachlässigung der Hygiene des Mannes, Rauchen der Frauen, häufiger Partnerwechsel, HP-Viren) und Empfehlungen bzgl. Monatshygiene, Schambehaarung, Unterwäsche usw., um Krankheiten vorzubeugen.
Monika Kastner will dazu beitragen, dass die Frauen bezüglich ihres eigenen Körpers Expertinnen sein können und weniger angstbesetzt sein müssen. In diesem Sinne ist es ihr auch ein Anliegen, dass Jugendlichen in ihrem Frau- bzw. Mannwerden umfassendes Wissen angeboten wird, um die Entwicklung in der Pubertät besser zu verstehen und sich mit dem Thema Sexualität ganzheitlich auseinandersetzen zu können.
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