18.11.2016, 13:40 Uhr

Mord in Söll: Frau des Opfers war in Tat involviert!

Walter Pupp vom Landeskriminalamt Tirol, Hansjörg Mayr von der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Markus Kraus vom Polizeipräsidium München

Die Polizei hat bei einer Pressekonferenz am Freitag den neuesten Ermittlungsstand zum Tötungsdelikt vom 6. November in Söll bekanntgegeben.

INNSBRUCK (sara/nos). Am 6. November, am Montagmorgen, wurde neben einem Parkplatz an der Eibergstraße im Gemeindegebiet von Söll eine Leichegefunden. Das Polizeipräsidium München, das Landeskriminalamt Tirol sowie die Staatsanwaltschaft Innsbruck veröffentlichten nun den aktuellen Ermittlungsstand. Das Opfer, das als 31-jähriger Grieche identifiziert werden konnte, lebte in München, Deutschland. Durch das Finden eines Autoschlüssels, den das Opfer bei sich hatte, konnten die Ermittler ein deutsches Kennzeichen ausmachen und kamen in weiterer Folge zu einer Wohnung in München.

Tatwaffe gefunden

In der Wohnung befand sich die Tatwaffe. Das sorgte für Verwirrung, da man davon ausging, dass das Auto und somit auch die Wohnung dem Opfer gehörten. Nach Durchsuchen der Wohnung meldete sich ein 28-jähriger griechischer Mann, dem die Wohnung offenbar gehörte. Nach der Entwirrung von "Wer ist Täter? Wer ist Opfer?" wurde der Grieche als Tatverdächtiger festgenommen. Er gestand nun, die Tat eingeräumt zu haben, so Kriminaloberrat Markus Kraus vom Polizeipräsidium München. Die Ermittler gehen außerdem davon aus, dass die Tat über Monate geplant worden ist.

Ehefrau als Mittäterin

Nun wurde auch die Ehefrau des Opfers – eine 31-jährige Deutsche – festgenommen. Die Ermittler wurden bei Befragungen auf sie als Tatverdächtige aufmerksam, als sie angab, dass sie eine Vermisstenanzeige aufgeben wollte, es aber nicht tat. Sie gestand, von der Tat gewusst zu haben. Der Täter und die Ehefrau des Opfers lernten sich über die Arbeit kennen, dadurch lernte der Täter auch das Opfer kennen. Der Täter und die Ehefrau des Opfers befinden sich in Haft, ein Antrag auf Übergabe nach Tirol ist eingereicht, meinte Hansjörg Mayr, Staatsanwalt und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck.

Mögliche Motive

Die Ermittler gehen von einer eventuellen "Befreiungstat" aus, damit der 28-jährige Grieche und die 31-jährige Deutsche (Täter und Ehefrau des Opfers) zusammen sein können, so Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes Tirol. Eine Beziehung konnte jedoch noch nicht bestätigt werden.
Die 31-jährige Deutsche und der 31-jährige Grieche hatten zusammen ein Kind.
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